Warum braucht man für manche Mikrofone ein Audiointerface bzw. ein Mischpult und was ist der Unterschied?

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3 Antworten

Warum braucht man für manche Mikrofone ein Audiointerface bzw. ein Mischpult

Alle Mikrophone müssen an einen Mikrofon-Eingang angeschlossen werden. Ein Mikrofoneingang ist ein sehr empfindlicher Eingang, da ein Mikrofon nur eine sehr kleine Signalspannung liefert.

Es gibt allerdings unterschiedliche Mikrofon-Techniken, wobei ich nur die zwei wichtigsten Gruppen beschreibe:

  1. Dynamische Mikrofone, die direkt mit einem entsprechend empfindlichen Eingang verbunden werden können
  2. Kondensator-Mikrofone sind besonders hochwertige Mikrophone und benötigen eine sogenannte Phantomspeisung. Das ist in der Regel eine Gleichspannung von +48 V, die zur Funktion der Kondensatortechnik benötigt wird.

Beide Arten von Mikrofonen können an ein Mischpult oder ein Audio-Interface angeschlossen werden, Voraussetzung ist ein empfindlicher Mikrophon-Eingang mit wahlweise zuschaltbarer Phantomspeisung.

Bis hier unterscheiden sich Mischpulte und Audio-Interface nicht.

Unterschiede:

Ein Audio-Interface ist eine deutlich bessere Soundkarte, die aus dem Computergehäuse nach außen verlagert wurde. Die Verbindung erfolgt über die USB-Schnittstelle, noch vor wenigen Jahren war es in der Regel die FireWire-Schnittstelle.
Im Audio-Interface sitzt der Analog/Digital-Wandler, der z.B. das analoge Mikrofon-Signal in einen digitalen Datenstrom umwandelt, der dann über die USB-Verbindung zum PC geleitet wird, um dort bearbeitet und aufgezeichnet zu werden.

Ein Mischpult dient eigentlich nur dem Abmischen vieler verschiedener Signalquellen. Diese analoge Signalquellen können unabhängig voneinander im Pegel und Frequenzgang verändert werden und stehen dann als Summen-Signal an einem analogen Ausgang abgemischt zur Verfügung.

Dieses Signal muß nun zu einem Eingang eines Audio-Interfaces oder einer Soundkarte geleitet werden, wo dann die Analog/Digital-Wandlung wie oben beschrieben stattfindet. Vor dem Zeitalter der digitalen Tontechnik wurde dieses analoge Signal auf hochwertigen Tonbandgeräten aufgezeichnet.

Es gibt aber auch Mischpulte mit einem eingebauten Audio-Interface und einer USB-Schnittstelle zur Weiterleitung des digitalen Datenstroms zum PC.

Zusammenfassung:

Wenn du also nur wenig analoge Signale hast, reicht ein Audio-Interface aus. Hast du aber sehr viele Signale, dann benötigst du ein Mischpult zur Erweiterung der Anzahl der Signaleingänge.

Für Mikrofone müssen hochempfindliche Eingänge vorhanden sein, idealerweise mit zuschaltbarer Phantomspeisung.

Grüße, Dalko

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Ein Mischpult legst du dir meines Erachtens zu, wenn du mehrere Audioeingänge haben solltest. Sprich Gitarre, Mikrofon, Keyboard etc. 

Ein Audiointerface kannst du als eine verbesserte Soundkarte sehen. Sprich Sie sorgt dafür, dass dein aufgenommenes Signal ins digitale umgewandelt wird und möglichst rauscharm auf deinem PC geliefert wird. 

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weil manche Mikrofon ne Phantomspeisung von 48V brauchen um gescheit zu funktionieren und das klinke oder was anderes nicht liefern kann.. audiointerface ist ne bessere soundkarte.. mischpult wie der name schon sagt.. kannst mehrere Eingänge/Signale Mischen.

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