Warum braucht man als Kanzler Regierungserfahrung (Anlass Baerbock)?

16 Antworten

Die Frage ist berechtigt, besonders, wenn die betreffende Person sehr teamfähig ist.

Gerade wenn man etwas ändern möchte, ist ein unverstellter Blick vielleicht sogar von Vorteil.

Ich sehe also weder im Alter noch in fehlender Regierungserfahrung einen Nachteil für Annalena Baerbock.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Jahrelang in Partei und Initiativen tätig

Am Rande: AKK war Landesministerin und Ministerpräsidentin im Saarland. Zwar hatte sie keine Kompetenzen für das Verteidigungsministerium, hatte aber Regierungserfahrung. Zudem war sie ja auch nicht Kanzlerin.

Ein Bundeskanzler muss mehr können, als ein paar Verträge zu unterzeichnen. Er ist schlussendlich die Person, die die wichtigen Entscheidungen trifft, Verhandlungen führt und unglaublich kompetent sein muss.

Wenn man schon Erfahrung in diesem Bereich hat, ist das natürlich gut. Aber notwendig nicht.

Das war überspitzt von mir formuliert, ich habe riesengroßen Respekt vor Politikern. Die arbeiten teilweise 24/7, müssen sich in alle möglichen Fachthemen hineinlesen und dürfen vor der Öffentlichkeit keinen Fehler machen. Aber: Know-how brauchen sie eben nur, um die Leute bei Anne Will oder auf der Wahlkampfbühne zu überzeugen. Die inhaltliche Ausgestaltung der Gesetze u. a. übernehmen Experten. Deshalb verstehe ich das Argument nicht, man benötige Regierungserfahrung. Ich stimme zu, dass man schon das Zeug zum Führen haben sollte, aber das kann man nicht erst im Ministerium oder Kanzleramt unter Beweis stellen. Annalena hat immerhin schon ihre Partei geführt.

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@Schemenreiter

man muß lernen wie diese grünen forderungen machbar sind . dazu braucht es gelder die aus der wirtschaft kommen .

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Und da war der Aufschrei nicht kleiner.

Politiker sollten immer Erfahrung mitbringen, sobald sie höhere Positionen bekleiden.

Und nur weil Fehler einmal passieren, sollte das keine Rechtfertigung sein, weitere zu machen.

Warum braucht man als Kanzler Regierungserfahrung (Anlass Baerbock)?

Weil das Achtung im eigenen Kabinett verschafft und man dann eine Vorstellung davon hat, was eigentlich die eigenen Aufgaben sind.

Gerade jetzt, wo wir mit der Pandemie eine handfeste Krisensituation haben, nach der kräftig wird aufgeräumt werden müssen und nach der wir in der EU einiges neu werden regeln müssen (denn die Pandemie wird auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht ohne Folgen bleiben und die Staatsschukdeproblematik in den Südländern der Eurozone wird sehr wahrscheinlich wieder brandaktuell).

In Hinblick auf Russland wird die internationale Lage gerade auch nicht einfacher.

Da jemanden rann zu lassen, der mit Regieren so überhaupt keine Erfahrungen gemacht hat, halte ich in der Situation schon für gewagt.

Ich habe theoretisch nichts dagegen, wenn jemand von den Grünen das Kanzleramt übernimmt, aber ich hätte ehrlich gesagt Herrn Habeck für die klügere Wahl gehalten.

Regierungsmitglieder sind schon etwas mehr als bloße Repräsentanten, dass sind politische Entscheidungsträger.

Und was spielt die frage ob Herr Obama oder Frau Kramp-Karrenbauer für ihren Job besonders geeignet waren, für eine Rolle für die Frage, ob Frau Baerbock als Kanzlerin geeignet ist?

Davon ab, schauen wir uns doch einfach mal die Arbeit der genannten Personen an? Was genau hat Frau Kramp-Karrenbauer so besonders starkes geleistet? Ich sehe da nichts, geschweige denn, dass sie für die Koordination einer gesammten Regierung verantwortlich gewesen wäre.

Und Herrr Obama? Wird von einigen nach wie vor gnadenlos überschätzt. Das einzige größere, was der Mann in 8 Jahren auf die Reihe bekommen hat, war eine halbherzige Reform des Gesundheitswesens.

Ansonsten von den schönen Versprechen nicht viel eingelöst und mehr durch Gesten, als durch wirklich gute politische Schritte aufgefallen. Außenpolitisch furchtbar.

Es war maßgeblich die Obama-Administration, die deutlich zur Verschärfung der Situation und zur Eskalation in der Ukraine beigetragen hat, durch sehr agressives Werben für das eigene Bündnissystem etc. Das rechtfertigt zwar in keiner Weise die russischen Schritte, aber man hätte da wirklich vorsichtiger sein können.

Syrien hat er in katastrophalem Maße vergeigt.

Erst die Rebellen ermutigt und aufgestachelt, aber keine Truppen geschickt und sie am langen Arm verhungern lassen, dann angefangen sie zu unterstützen, aber erst nachdem Russland bereits auf der anderen Seite interveniert hat, mit dem Erfolg, das Syrien seit 10 Jahren in einem Bürger- und Stellvertreterkrieg versinkt, aus dem es bis heute keinen Ausweg gibt.

Hier hätte man entweder sofort gründlich intervenieren müssen, bevor Russland die Gelegenheit wahrnahm, oder man hätte komplett die Finger davon lassen oder sich vorher mit Russland auf eine gemeinsame Zielsetzung und eine gemeinsame Intervention einigen müssen.

Dazu der übereilte Irak-Abzug mit dem daraus entstehenden Machtvakuum, dass IS in dieser Form erst ermöglichte.

Bei Lichte betrachtet, ist es zwar ganz nett, dass Herr Obama bewiesen hat, dass auch Schwarze in den USA Präsident werden können, aber strategisch erfolgreich war diese Amtsführung nicht.

Braucht man nicht zwingend. Jedoch hat jemand der schonmal in einer Regierung war eben Erfahrung auf die er zurückgreifen kann. Zum Glück ist das schon ein Hauptargument gegen Fr. Baerbock. Abgesehen von ihren Versprechern gibt es ja bisher nicht viele.

Ob man den Forderungen der Grünen zustimmt, kann jeder für sich ausmachen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Allgemeinwissen und Bildung

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