Warum braucht der Mensch so etwas wie Religionen?

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Religion ist so gut wie nicht definierbar, hat also nichts mit irgendeinem Wesen zu tun.

Wenn du Gott meinst, so möchten viele Menschen etwas für den seelischen Beistand.

Ist Religion als Sinnes- und Meinungsabhängigkeit zu verstehen, benötigt das kein einziger Mensch, da es nur Auseinandersetzungen (wie Glaubens - und Religionskriege)geben würde.

Natürlich gibt es Deffinitionen für Religionen. ^^ Religion ist lateinisch und heißt Rückbindung. Das transzendente (übernatürliche) daran macht die Religion aus. Das heißt, dass Menschen sich einen Leitfaden suchen, wie sie sich "richtig" in der Gesellschaft verhalten sollten. Nicht in jeder Religion wird Gott als Person gesehen. Im Pantheismus zB ist Gott nur eine Metapher für das schöne natürliche in der Welt, man sagt die Welt ist göttlich. Dagegen gibt es immer noch den Streit, ob Buddhismus nun eine Religion oder eine Lebenseinstellung ist. Ich sage, er ist eine Religion: Rückbindung an Buddha, Reinkarnation (transzendenter Teil)...

Religion soll nur dazu beitragen, den Menschen die "richtigen" Normen und Werte nahezubringen und vor allem für Menschen, die einsam sind, eine Art Trost spenden. Dass die Werte der religiösen Gesellschaft sich stark unterscheiden, ist ein althergebrachtes Problem, welches die Globalisierung mit sich brachte.

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Es ist ein interessantes Faktum, dass der Denk-Gigant Immanuel Kant, nachdem er rein logisch alle bis dato existierenden Gottesbeweise widerlegt hat, bei den Fragen "Wie soll ich handeln?" und "Worauf kann ich hoffen?" zu der gut DURCHDACHTEN Überzeugung kam, dass es eigentlich einen Gott - und damit Relition - geben müsste. Das, obwohl er mit seiner eigenen, der lutherischen Kirche, größte Probleme hatte. Wer einen Glauben an Gott und die Hinwendung zur Religion NUR ALS DUMMHEIT abtut, sollte sich mal mit Kant anlegen. Mal sehen, ob er da überhaupt mitkommt.

Bei der Frage, "Was können wir wissen?" können wir wie Kant auf die Erfahrung zurückgreifen. Was aber an den genau so wichtigen Fragen "Wie sollen wir handeln?" und "Was können wir hoffen?" ist so anders, dass uns zur Beantwortung evtl. die Erfahrung und Vernunft nicht mehr ausreicht? Beide Fragen reichen in eine uns nicht bekannte Zukunft und sind so letztlich der Erfahrung nur begrenzt zugänglich. Da kommen Phänomene wie Erwartung, Hoffnung, Sehnsucht usw. ins Spiel, die sich mit der spröden Welt der reinen Vernunft nicht so ganz vertragen. Manche nehmen dann gern die schnelle Abkürzung und definieren über einen radikalen Determinismus alle Unwägbarkeiten weg. Das ABSURDE der Existenzphilosophie (vor allem A.Camus) wird schlichtweg wegdefiniert. Man muss, wenn man das Absurde zur Kenntnis nimmt und die Unwägbarkeiten der Zukunft (unsere EURO-Politiker wären im Moment heilfroh, wenn sie mehr über die Zukunft wüssten!), nicht unbedingt GOTTGLÄUBIG sein. Camus war Materialist. Man muss aber auch nicht - siehe Kant. Hier sollte man einfach Respekt vor jeder ernsthaft begründeten persönlichen Entscheidung und Antwort haben.

ich denke die religion gibt einem menschen halt. wenn man bei irgendwas um rat sucht kann man vielleicht in dem jeweiligen heiligen buch nachgucken, was das richtige ist oder man kann auch ein paar gelehrte fragen. für mich ist z.B. Gott sehr wichtig, weil gott ist jemand, der immer da ist, man spürt es einfach, er hört dir immer zu und dadurch fühle ich mich dann auch nie alleine. gott weiß alles über mein leben und ich denke wenn ich keiner religion angehören würde oder nicht an gott glauben würde, dann würde ich wahrscheinlich depressiv werden, weil ich nie wüsste, mit wem ich immer reden könnte, über sachen, die ich keinem menschen erzählen will... der text könnte etwas komisch geschrieben sein, tut mir leid, aber ich finde es sehr schwer zu formulieren, was mir religion bedeutet :)

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