Warum brauchen Samen keine Nährstoffe um zu keimen?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Pflanzen brauchen überhaupt keine Nährstoffe, außer zur Keimung. Da ist es die Energiereserve, bis der Keimling selber Photosynthese macht. Dieser kleine Nährstoffvorrat aber steckt bereits im Samenkorn drin.

Ausnahme: Orchideen mit ihren symbiontischen Pilzen, aber das ist eine andere Nummer ...

Den Teil der um die Keimung ging, hast du ganz richtig beschrieben. DH. Aber natürlich sind Pflanzen auch auf Nährstoffe des Bodens angewiesen, wenn sie wachsen oder blühen. Eine Pflanze die blüht hat einen hohen Phosphor Bedarf, und eine Pflanze im Wachstum, einen hohen Stickstoffbedarf. Die nimmt die Pflanze aus dem Boden. Daher gibt es ja auch extra Dünger. Wenn eine Pflanze das nicht brauchen würde, könnte jede Pflanze auf Mineralarmen Wüstensand oder anderen Sandarten gedeihen. Aber das ist eben nicht so.

0
@PhoenixIR6

Phosphat, Nitrat etc. sind keine Nährstoffe, Nährstoffe sind Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate - und die braucht keine Pflanze der Welt, das macht sie selber.

Danke für's Sternchen :-)

0

Danke für's Sternchen :-)

0

ups... der zweite Dank sollte an eine andere Frage gehängt werden :-)

0

Weil in ihrem Inneren ein gewisser Vorrat an Nährstoffen gespeichert ist. Dieser genügt, um die ersten kleinen Wurzeln und die ersten Blätter ausbilden zu können. Und sobald das geschehen ist, betreibt die kleine Pflanze Photosynthese wie die "Großen" auch.

Es ist zwar etwas spitzfindig, hilft aber weiter, um es klar zu verstehen: Zu den Nährstoffen gehören die Kohlehydrate, Proteine und Fette und zwar ausschließlich diese. Sie sind im Planzensamen enthalten, außerdem noch Mineralsalze und Vitamine. Nährstoffe kann die Pflanze, sobald sie ein Stück gewachsen ist und grün ist, selber herstellen durch Photosynthese. Was sie dazu aus dem Boden benötigt sind nicht Nährstoffe (im Sinne wie anfangs beschrieben), sondern Mineralsalze (und natürlich Wasser und CO2 aus der Luft)! Leider hält sich kaum einer an diese begriffliche Trennung, was zu Verwirrung führt.

Weil sie bis sie eine gewisse Größe erreichen, schon alle nötigen Nährstoffe in den Samen mit bringen. Sie ernähren sich aus dem Samen. Erst bei einer gewissen Größe müssen externe Nährstoffe zugeführt werden. Denk mal an an Ei. Auch ein Küken im Ei benötigt keine externen Nährstoffe. Das Küken ernährt sich aus dem Ei Innerem, bis es groß genug ist und aus dem Ei entschlüpft. Danach benötigt das Küken, externe Nahrung. So auch mit Samen. Sie brauchen nur externes Wasser und Licht.

Schau dir mal den Aufbau eines Samens an. Zum Beispiel bei der oberirdischen Keimung bestehen der Samen nicht nur aus dem Embryo (den Keimblättern und der Anlage der Primärwurzel), sondern zum größten Teil aus dem Endosperm. Das ist ein Nährgewebe, das den Keimling am Anfang versorgt, bis die Wurzeln Wasser mit Mineralien aufnehmen können, die Keimblätter und später die ersten Primärblätter ihre Arbeit mit der Photosynthese beginnen und die eigene Versorgung übernehmen können.

Was möchtest Du wissen?