Warum brauchen die Menschen etwas an dass sie glauben können zb "Gott"?

23 Antworten

Nein, ich habe keine Angst...

Für mich gibt es aber viele Gründe dafür, dass es Gott gibt und dass die Bibel Gottes wahres Wort und Offenbarung für uns Menschen ist, z. B.:

Meiner Ansicht nach kann dies verschiedene Ursachen haben.

Wenn es nicht auf "[religiöse] Propaganda" oder "Indoktrination" (wie es Andrastor formuliert) zurückzuführen ist, gibt es sicherlich ein paar andere Erklärungsansätze:

Jeder Mensch hat Bedürfnisse, die bei jedem verschieden stark ausgeprägt sind. Unter diesen Bedürfnissen befinden sich im Bereich Spirtualität solche Dinge wie "Verbundenheit" oder "Harmonie". Je nach Ausprägung dieser Bedürfnisse, wird der Drang zur Befriedigung dieser Bedürfnisse steigen. Grundsätzlich hat jeder Mensch ganz individuelle Strategien zur Befriedigung von Bedürfnisse. Für manche mag es in diesem Fall dann der Glaube an einen (persönlichen) Gott sein, zu dem man sich verbunden fühlt und der einem ein Gefühl von Harmonie schenkt. Andere mit ähnlichen Ausprägung greifen vielleicht zu anderen Strategien, gehen viel in der Natur spazieren und fühlen sich so dieser verbunden und empfinden das, was sie in der Natur vorfinden, als harmonisch.

Was ich ansonsten hier häufig herauslese, ist dass Menschen "Gott" als Ausrede für Unwissenheit nutzen. Anstatt sich mehr mit Dingen zu befassen und den Dingen mehr auf eine natürliche Art auf den Grund zu gehen, wird die "Gott-Karte" ausgespielt und jegliches Unwissen auf einen Gott abgeschoben. Vor tausenden von Jahren war es quasi mit den Naturgöttern (siehe Thor, der seinen Hammer schwingt und so für Gewitter sorgt,...) nicht anders.

Was ich interessanterweise auch häufig lese ist eine Art massive Selbstunterschätzung: Viele Gläubige meinen, dass alles Gute von Gott kommt, dass diese Menschen von selbst also nicht in der Lage dazu sind gutes zu tun, sondern hinter allem guten Gott zu finden ist. Witzigerweise sind das dann aber häufig auch jene, die alles "böse" oder "schlechte" auf eine andere Figur wie einen Satan schieben, weil ihr Gott ja nur zu Gutem fähig wäre... Mit anderen Worten trauen diese Menschen dem Menschen absolut nichts zu - kein Mensch vollbringt von sich aus gute Taten bzw. erzeugt gutes, weil dafür ihr Gott verantwortlich gemacht wird und kein Mensch vollbringt von sich aus schlechte Taten bzw. erzeugt schlechtes, weil dafür ihr Satan verantwortlich gemacht wird. Was dann wirklich noch vom Menschen übrig bleibt, ist wohl die andere Frage...

Soviel zu meinen Beobachtungen und Erklärungen. Kann gut sein, dass ich etwas vergessen habe, aber so kann ich es mir häufig recht gut herleiten.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

Woher ich das weiß:
Recherche

Hi,

Viele religiöse Konzepte sind daraus hervorgegangen, dass Menschen versucht haben, Phänomene mit den sie in der Natur konfrontiert waren, sich aber nicht erklären konnten, einzuordnen. Ein probates Beispiel erschienen mir etwa Zeus zu sein, der in einer Welt, in der die Menschen noch keine Idee von Elektrizität hatten, gewissermaßen das Erklärungsmodell für Blitz und Donner darstellte.
Mit zunehmender wissenschaftlicher Aufklärung wurde die Bedeutung des religiösen zu Gunsten empirischer Erklärungsmodelle zurückgedrängt. Übrig bleiben gewissermaßen die nicht greifbaren Bereiche wie der Tod und die Sehnsucht, dass danach noch etwas sein möge. Die Verdrängung von Dingen, die einem Menschen Angst machen, hat dabei wohl somit zu jedem Zeitpunkt eine Rolle gespielt.

Dies ist ausdrücklich nur eine Meinung!

Was möchtest Du wissen?