Warum: Bonus für sehr alte Filme?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Der "historische Bonus" gehört in die Bewertung. 50%
Es sollte keinen "historischen Bonus" geben. 50%

11 Antworten

Der "historische Bonus" gehört in die Bewertung.

Die Schwierigkeit besteht deshalb, weil "die besten Filme" ein unglaublich subjektives Kriterium ist. Diese Filme entsprechen vielleicht nicht deinen persönlichen Vorstellungen eines guten Films, aber das bedeutet ja nicht, dass diese Skala universell gilt.

In meinen Augen sind derartig "historische" Filme nicht schlechter, sie sind anders. Die Art wie Geschichten erzählt werden, ist einfach abhängig von der Zeit in der sie entstehen. Aber nur weil diese Art der Geschichtenerzählung nicht mehr modern ist oder sie bei dir persönlich keinen Anklang findet, macht sie das nicht "objektiv" schlechter.

Ich mag beispielsweise im Schnitt aktuelle Filme genauso gern wie viele ältere. Dennoch ist es für mich immer eine Frage der Stimmung, ob ich mich gerade auf einen Film mit einer so anderen Erzählweise einlassen kann.

Ich glaube also, dass es diesen "historischen Bonus" wie du ihn nennst gar nicht gibt. Diese Filme sind einfach nur anders als du es gewohnt bist und sie treffen eben nicht so sehr deinen Geschmack oder konzentrieren sich zumindest nicht auf deine Prioritäten, die dir eben in Filmen wichtig sind.

P.S.: Ich sehe gerade, dass gf ein Ergebnis für mich registriert hat, das ich nicht ausgewählt habe. Ich wollte die Umfrage eigentlich unabgestimmt lassen.

Der "historische Bonus" gehört in die Bewertung.

Wenn ein Film seinerzeit bahnbrechend war ( egal ob technisch oder Drehbuch oder was auch immer ) dann gehört er eben dahin .............. Citizin Kane z.B......oder 2001 , mittlerweile auch schon historisch.............

Ein Film ist nicht dadurch gut, dass etwas so wahnsinnig schön explodiert (besonders wenn es etwas ist, das normalerweise eigentlich überhaupt nicht explodieren kann). So viel vorweg.

Ein Film kann zum Beipiel gut sein, weil man beim Ansehen an tausend andere Dinge denken mag. Er kann es auch sein, weil er keine überflüssigen Einstellungen, Kamerabewegungen oder Schnitte hat, und dieses Kriterium erfüllt heute fast KEIN Film mehr. Man betrachte aber mal einen Hitchcock unter diesem Blickwinkel ... Ein Film konnte früher, in seiner Zeit auch durch eine besondere Mobilität der Kamera hervorstechen ("A bout de souffle", ca. 1960; "Blade Runner", ca. 1980 ...)

Es gibt auch Schauspieler, die echt spielen können. Nicht, dass es sie nicht mehr gäbe ... Aber gerade ältere Filme, die nicht so viel Wert auf Action legen, haben manchmal Schauspieler, die - dem Rahmen entsprechend (Totale ... Großaufnahme) mit ihrem Gesicht oder ihrer Gestik kompakte Zusammenhänge transportieren können.

Und weißt du, unter solchen Kriterien fallen praktisch alle Kinorenner der letzten ... ich möchte fast sagen einhundert Jahre raus, insbesondere Fetzen wie "Star Wars", egal welcher Teil.

Vor allem aber gibt es Filme, die eine ganze Zeit oder die große gesellschaftliche Tendenz einer Zeit erfassen ("Casablanca", übrigens von 1942, falls du den in deiner Frage meinst). Oder aber geniale, mitreißende Werke wie "Panzerkreuzer Potemkin" von Anfang der 20er. Auch davon gibt es ganz schön viele, und so entstehen Klassiker- oder Best-Movie-Listen mit der Zeit.

Qualitätsantwort!

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Du hast offensichtlich keinen dieser Klassiker gesehen, denn sonst hättest du diese Frage gar nicht erst gestellt, weil dann wissen würdest, dass Filme wie Citizen Kane, Psycho, Die zwölf Geschworenen, Die sieben Samurai oder Casablanca aktuelle Filme locker in die Tasche stecken.

Warum sollte sich die Qualität der Filme mit der Zeit verschlechtert haben, obwohl der Markt so stark gewachsen ist?

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@LucaRoeder

Nicht obwohl, sondern gerade weil der Markt stärker wurde als das Qualitätsbewußtsein.

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Der "historische Bonus" gehört in die Bewertung.

Würde man das nicht tun, wäre der neuste Star Wars-Film der beste in der Reihe. Genauso wäre es mit den aktuellen Harry Potter-Filmen. Aber ist das so?

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