Warum bohrt man für das Endlager vom Atommülll nicht einfach einen Tunnel ähnlich dem Gotthard-Basistunnel z.B. in das Zugspitzmassiv der Alpen?

10 Antworten

Du siehst an diesem Querschnitt der Meinungen: Das Problem besteht in den Köpfen der Menschen. Die sicherheitsbedenken sind zumehr als 99,99 % vorgeschoben, politische und Karrieregründe oder Angst.

Eine der Ursachen in Deutschland: die von den Grünen, den ängstlichen Umweltverbesserren und nicht zuletzt der Kehrtwende SPD: Die deutsche Strahlenschutzverordnung.

AKW sind per Definition sehr gefählich, deshalb gelten Grenzwerte für Strahlung und Nuklidfreisetzungen zumeist an oder unterhalb der messtechnischen Nachweisgrenze.

Natur ist naturgegeben und gilt deshalb biss auf wenige Ausnahmen als ungefährlich. Würde in Kernkraftwerken im Kontrollbereich jemand ein Flasche Mineralwasser aus den deutschen Vulkangebieten (schau im Geologieatlas) oder aus dem Rheingraben, dann würde dies wegen mindestens 1000-facher Grenzwertüberschreitung abgeschaltet, stilltgelegt und abgerissen werden. Damit dies nicht jeder Kläranlage oder Einfamilienhäuschen oder öffentlichen Toilette oder … sind die Grenzwerte für in der Natur freigesetzte radioaktive Stoffe (auch Uran und seine Folgeprodukte) mindestens hundert bis tausendfach höher.

Das wird aber alles von der Medizin getoppt. Millionenmal höhere Dosen gibt es nur auf Krankenschein, denn die sind schließlich gesund.

Wir haben in Deutschland die am besten geeigneten geologischen Formationen für Endlager. Die ganze Welt hat uns darum beneidet und schüttelt den Kopf über das Verhalten der Politik in D. In den 80er Jahren wurde eine weltweit angelegte und von Tausenden von Wissenschaftlern, Politikern und betroffenen Bürgern durchgeführte und bewertete Studie über geologische Strukturen in den denen ein Endlager eingerichtet werden könnte in Madrid der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ursprünglich mit ins Gesamtkonzept der Bewertung einbezogenen Salzstockformationen wurden zum Schluss aus der gemeinsamen Bewertung ausgeschlossen. Grund. Sie erfüllten alle Kriterien ums hundert- bis tausendfache besser als Stein, Ton und sonstige geologische Untergründe, einschließlich der Tiefsee.

Ich war bei dieser Präsentation dabei. Die beteiligten massgeblichen Personen aus den weltweit führenden Umweltbewegungen und Parteien sprachen sich alle für Salzstöcke aus, betonten aber das Verursacherprinzip (soll heißen, jeder soll den Dreck, den er erzeugt auch vor der eigenen Tür verbuddeln). Auf die Frage am Biertisch an teilnehmende deutsche "Ober"grüne warum sie dies nicht auch  zu Hause vertreten würden, guckten sie mich ausnahmslos sehr erstaunt wegen meiner Naivität an: Was meinst Du wie lange unsere Partei, Organisation usw. (und der eigene meist sehr gut bezahlte Job) dann noch existieren würde.

Wer dies nachlesen will muss ein wenig recherchieren, in Unibibliotheken, den Veröffentlichungen der Forschungszentren Hahn-Meitner-Institut, Jülich, Karlsruhe und der Bundestagsbibliothek. Denn im internet (das gab es damals noch nicht) findet er nix darüber. Alles was nachträglich z.B. in wikipedia eingebracht wurde, wurde von den Gutmenschen in penetranter Weise wieder entfernt.

Du siehst an diesem Querschnitt der Meinungen: Das Problem besteht in
den Köpfen der Menschen. Die Sicherheitsbedenken sind zumehr als 99,99 %
vorgeschoben, politische und Karrieregründe oder Angst.

Eine
der Ursachen in Deutschland: die von den Grünen, den ängstlichen
Umweltverbesserren und nicht zuletzt der Kehrtwende-SPD: Die deutsche
Strahlenschutzverordnung.

AKW sind per Definition sehr gefählich,
deshalb gelten Grenzwerte für Strahlung und Nuklidfreisetzungen zumeist
an oder unterhalb der messtechnischen Nachweisgrenzen.

Natur ist
naturgegeben und gilt deshalb bis auf wenige Ausnahmen als ungefährlich.
Würde in Kernkraftwerken im Kontrollbereich jemand ein Flasche
Mineralwasser aus den deutschen Vulkangebieten (schau im Geologieatlas)
oder aus dem Rheingraben ins Abwasser ausgeleert werden, dann würde dies
wegen mindestens 1000-facher Grenzwertüberschreitung abgeschaltet,
stillgelegt und abgerissen werden. Damit dies nicht jeder Kläranlage
oder jedem Einfamilienhäuschen oder jeder öffentlichen Toilette oder …
passiert, sind die Grenzwerte für in der Natur vorkommende und durch
menschliche Nutzung aus ihr freigesetzte radioaktive Stoffe (auch Uran
und seine Folgeprodukte) mindestens hundert bis tausendfach höher.

Das
wird aber alles von der Medizin getoppt. Millionenmal höhere Dosen gibt
es nur auf Krankenschein, denn die sind schließlich gesund.

Wir
haben in Deutschland die am besten geeigneten geologischen Formationen
für Endlager. Die ganze Welt hat uns darum beneidet und schüttelt den
Kopf über das Verhalten der Politik in D. In den 80er Jahren wurde eine
weltweit angelegte und von Tausenden von Wissenschaftlern, Politikern
und betroffenen Bürgern durchgeführte und bewertete Studie über
geologische Strukturen in denen ein Endlager eingerichtet werden könnte
in Madrid der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ursprünglich mit ins
Gesamtkonzept der Bewertung einbezogenen Salzstockformationen wurden zum
Schluss aus der gemeinsamen Bewertung ausgeschlossen. Grund: Sie
erfüllten alle Kriterien ums hundert- bis tausendfache besser als Stein,
Ton und sonstige geologische Untergründe, einschließlich der Tiefsee.

Ich
war bei dieser Präsentation dabei. Die beteiligten massgeblichen
Personen aus den weltweit führenden Umweltbewegungen und Parteien
sprachen sich alle für Salzstöcke aus, betonten aber das
Verursacherprinzip (soll heißen, jeder soll den Dreck, den er erzeugt
auch vor der eigenen Tür verbuddeln). Auf die Frage am Biertisch an
teilnehmende deutsche "Ober"grüne warum sie dies nicht auch  zu Hause
vertreten würden, guckten sie mich ausnahmslos sehr erstaunt wegen
meiner Naivität an: Was meinst Du wie lange unsere Partei, Organisation
usw. (und der eigene meist sehr gut bezahlte Job) dann noch existieren
würde?

Wer dies nachlesen will muss ein wenig recherchieren,
in Unibibliotheken, den Veröffentlichungen der Forschungszentren
Hahn-Meitner-Institut, Jülich, Karlsruhe und der Bundestagsbibliothek.
Denn im internet (das gab es damals noch nicht) findet er nix darüber.
Alles was nachträglich z.B. in wikipedia eingebracht wurde, wurde von
den Gutmenschen in penetranter Weise wieder entfernt.

Sorry, das dies zweimal hier steht. Mein erster Veröffentlichungsversuch wurde von Gute Frage abgebrochen.

0

Ein Problem sind sicherlich die Kosten. Also eine ordentliche Enlagerung wäre ernorm teuer, aber selbst dann müsste man einen Ort auswählen, der millonen oder sogar millarden von Jahren stabil bleibt, sowas ist halt schon ernorm anspruchsvoll.

Auch überlegt man, wie man das ganze so vergraben soll, das es wirklich dicht bleibt, das da nix austreten kann, wie müssen die Fässer gebaut werden e.c.t? Aber scheinbar wird da auch irgendwie nicht so wirklich intensiv genug drann geforscht. Niemand will sich des Problems wohl annehmen, je weiter man das also hinaus schieben kann, desto besser für einige.

Es ist natürlich dumm und sicherlich würde es jetzt schon gehen (zumindtestens besser als das, was wir jetzt haben), aber wer würde die Kosten übernehmen?