Warum bezeichnen viele Menschen Abtreibung als Mord?

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27 Antworten

  • Der Ausdruck Mord ist nach der deutschen Rechtslage und der allgemein anerkannten Definition des Begriffs nicht korrekt. Nicht jede Tötung ist Mord. Abtreibung ist definitiv kein Mord. 
  • Abtreibungsgegner verwenden diesen Begriff, um psychologischen Druck auszuüben und um die Tat als besonders unmoralisch zu verurteilen. In dem Begriff spiegelt sich also die persönliche Einstellung des Sprechenden wider.
  • Bis zur 12. Woche hat ein Embryo mit Sicherheit KEIN Bewusstsein, keinerlei Gefühle wie Angst und kein Schmerzempfinden. Anhaltspunkte nach Entwicklung: erste Motorik (16. SSW), Schmerzreizweiterleitung (ab 24-28, SSW), Bewusstsein (nicht vor 30. SSW) und Schmerzempfinden (35.-37. SSW)
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen.
  • Meines Erachtens ist ein Kernpunkt der gesellschaftlichen und gesetzlichen Kontroverse zum Schwangerschaftsabbruch die Frage, inwiefern für alle dieselbe Moral zu gelten hat und inwiefern man Bürgern eine bestimmte Moral vorschreiben darf. Als Vertreter der pro-choice-Fraktion setze ich dabei auf Toleranz und Pluralität.
  • Wenn jemand sagt, er könne aus moralischen Gründen nicht abtreiben und er hielte Abbrüche für verwerflich und falsch, so ist das seine freie Wahl und gewiss muss er das Recht haben, nicht an Schwangerschaftsabbrüchen beteiligt zu sein. Ich würde niemals versuchen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, sondern seine Entscheidung und seine Moral tolerieren. Wenn jemand umgekehrt sagt, er könne Schwangerschaftsabbrüche mit seinem Gewissen vereinbaren, so ist auch das seine freie Wahl und gewiss sollte er das Recht haben, Schwangerschaftsabbrüche durchführen zu lassen. Ich würde auch hier niemals versuchen, seine moralische Einschätzung bezüglich Abtreibung zu verurteilen, sondern seine Moral tolerieren.
  • Die Kontroverse hier bei GuteFrage.net, aber auch generell in der Gesellschaft, entsteht vorallem dadurch, dass Abtreibungsgegner partout wollen, dass ihre Ablehnung der Maßstab für alle wird. Umgekehrt fordert aber kein pro-choice-Befürworter, dass jemand abtreibt, der dies nicht will, ja nicht einmal, dass der andere Abtreibung für legitim hält. Die pro-choice-Fraktion möchte nur für sich selbst das Recht haben, nach der eigenen Moral zu entscheiden, andere sollen davon gar nicht betroffen sein.
  • Gerade wenn moralische Ansichten, wie die kategorische Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen, vorrangig auf religiösen Überzeugungen basieren, ist es für mich persönlich nicht akzeptabel, dass Bürger, die eben nicht jene religiöse Überzeugung teilen, ihr Handeln ebenfalls nach den moralischen Maßstäben der religiös motivierten Gegener der Abtreibung richten müssen. Soll doch bitte jeder nach seiner Facon selig werden, aber nicht nach verordneter Moral und Religion.
  • Ich bin fest überzeugt, dass diese Frage des moralischen Maßstabs im Zentrum der Kontroverse liegt. Persönlich bin ich daher der Meinung, dass man bei Fragen nach Schwangerschaftsabbrüchen einerseits stets mit nüchternen Fakten antworten sollte und andererseits betonen sollte, dass die moralische Komponente eine rein persönliche Meinung ist.
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Kommentar von MoBruinne
30.10.2015, 17:57

kurze Frage: woher weißt du, wann das Bewusstsein entsteht, wenn kein Wissenschaftler der Welt sich da festlegt? Und keine Motorik vor der 16. woche? Warst du schon mal schwanger? ;-)

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Weil diese Menschen meinen, sie könnten Ihre Religion oder persönliche Einstellung als moralischen Kompass benutzen..

Ein Embryo in der 12. Woche hat weder ein eigenes Bewusstsein noch spürt er irgendetwas - gerade Abtreibungsgegner zielen da eindeutig auf Fehlinformationen ab, siehe:

Unpräziser, emotionaler Sprachgebrauch
"Baby" statt Embryo oder Fötus. "Gehirn", "Herz" - wenn erst erste Ansätze dazu vorhanden sind [..]

http://www.svss-uspda.ch/de/facts/biologie.htm

Wenn man sich über die biologischen Fakten informiert, dann sieht man, dass ein Embryo in der 12. Woche weder denken, fühlen noch Schmerzen empfinden kann - man kann einen Embryo daher nicht mit einem Menschen gleichsetzen.

Die rechtliche Lage in Deutschland sieht so aus, dass man - wenn man eine Frau, die abgetrieben hat, "Mörderin" nennt oder einen Arzt der Beihilfe zum Mord bezichtigt - den Straftatbestand einer Verleumdung (StGB § 187 ) erfüllt...

In Deutschland kannst du eine Abtreibung schon allein deswegen nicht Mord nennen, weil der Rechtsanspruch eines Menschen erst mit der Geburt beginnt (BGB § 1 )

Diese Menschen begehen damit in Deutschland eine Straftat - und liegen natürlich auch meilenweit daneben.

Besonders seitens von Religionen wird hier gezielte Desinformation verbreitet, mit Emotionen gespielt und Abtreibungen verteufelt...

Mit solchen Menschen lohnt sich schlichtweg das Diskutieren nicht :)

Lg

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Kommentar von waldfrosch64
24.02.2016, 20:47

_______Unpräziser, emotionaler Sprachgebrauch________

Und du bist  jetzt dann das Mass aller Dinge des Präzisen Sprachgebrauches ?  

Es ist die Fähigkeit zu lieben was den Menschen auszeichnet ,als Ebenbild Gottes .

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Das liegt daran, daß es bei verschiedenen Menschen (und Kulturen) unterschiedliche Ansichten über den Zeitpunkt der Menschwerdung und damit der juristischen oder moralsichen Zuteiling von Lebensrecht gibt. Da gibt es die extremen Positionen und sehr viel dazwischen:

  • Beginnend mit dem Geschlechtsakt
  • Sobald eine Eizelle befruchtet ist
  • Sobald die Zellen beginnen, sich zu spezialisieren und sich eine Zelle nicht mehr teilen lässt, um zwei Embryos zu bekommen
  • Sobald sich ein Nervensystem gebildet hat
  • Sobald das Herz anfängt zu schlagen
  • Sobald ein Embryo Schmerz/Leid empfinden kann
  • Wenn das Kind bei einem Kaiserschnitt mit Gerätemedizin überlebensfähig wäre
  • Wenn das Kind bei einem Kaiserschnitt ohne Gerätemedizin überlebensfähig wäre
  • Zum Zeitpunkt der Geburt
  • Nach der Geburt durch Annahme durch die Mutter
  • Nach der Geburt durch Initiation (Aufnahme in die Gesellschaft)

Egal wo die individuelle Grenze eines Menschen liegt, ein späterer Zeitpunkt wird jeweils als Mord empfunden.

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Kommentar von annemarie37
26.10.2015, 11:58

Mit dem Geschlechtsakt???? lang nicht jeder Geschlechtsakt führt zu einer Befruchtung... :)

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Kommentar von Kajjo
27.10.2015, 12:04

Prinzipiell finde ich es sehr gut, wie du durch die Auflistung die Vielfalt möglicher Definitionen vom Beginn individuellen Lebens beschrieben hast. Das ist wertvoll um zu verstehen, warum Menschen gegenüber Abtreibung so stark unterschiedliche Ansichten haben.

Gleichwohl ist der Kernpunkt der Diskussion doch, warum es eben nicht als Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge oder dergleichen bezeichnet wird, sondern als Mord. Das wiederum liegt meiner Meinung daran, dass Abtreibungsgegner das Thema vorrangig zu einem moralischen Thema machen und es besonders drastisch klingen lassen wollen. 

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Mord ist laut Duden eine gezielte Tötung eines Menschen aus niedrigen Beweggründen. Je nachdem wie genau man einen niedrigen Beweggrund definiert (u.a. wird Feigheit aufgeführt) kann man das schon als eine Form von Mord sehen. Ich finde die Begriffsbestimmung aber völlig unerheblich- letztendlich geht es halt um den moralischen Standpunkt - ich persönlich denke, dass es sich viele mit einer Abtreibung zu leicht machen- für bestimmte Fälle bin ich aber trotzdem froh, dass es diese Möglichkeit gibt.

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Warum bezeichnen viele Menschen Abtreibung als Mord?

Weil sie ziemlich gedankenlos daherplappern. Die meisten, die so reden, denken nicht logisch. Weil, wenn man sie dann fragt: und was ist mit Fällen, wo das Leben der Frau auf dem Spiel steht? mit Vergewaltigung? Da machen sie dann eine Ausnahme. Also ist Abtreibung doch nicht Mord?

Mord ist, wenn man "aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln, einen Menschen tötet." 

Und du hast vollkommen Recht: Ein Embryo (d.h. die Frucht von der Empfängnis bis 8 oder 10 Wochen danach) kann garantiert noch keine Schmerzen empfinden und hat kein Bewusstsein - siehe www.svss-uspda.ch/de/facts/biologie.htm . Aber das ist nicht der Hauptgrund, weshalb Schwangerschaftsabbruch legal möglich sein muss. Sondern es geht um elementare Grundrechte der Frau, und sie ist garantiert Mensch und kein Brutkasten, keine Leibeigene!

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Viele Leute sehen Abtreibungen als Mord an, da man einem werdenen 'Lebewesen' das Recht auf Leben nimmt. Besonders religiöse Menschen sehen das so. Einerseits ist das richtig, da jeder ein Recht uf Leben haben sollte. Da dieses 'Lebewesen' allerdings noch keine Gefühle, keine Gedanken und kein Empfinden hat, bin ich der Meinung dass Abtreibung nicht mit Mord gleichzustellen ist. Wie soll man etwas ermorden das noch nicht richtig gelebt hat?

Das kommt allerdings auch auf das Stadium der Schwangerschaft an, da das Kind ab einem bestimmten Alter Dinge wie die Stimmen der Eltern erkennt und langsam Sinne entwickelt. Also in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist Abtreibung in Ordnung, aber nach mehreren Monaten rechtlich sogar umstritten.

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Weil viele Menschen einfach nicht differenzieren(können). Sie verstehen nicht, dass es eben eine Sache ist, einen geborenen Menschen, der dabei Schmerz oder Angst empfindet, der vermutlich noch etwas mit seinem Leben vorhat, tötet. 

Und eine ganze andere Sache ist es, wenn man einen Embryo/Fötus, der noch keinen Schmerz und keine Angst empfindet, der auch noch nicht intelligent genug ist, um irgendwelche Wünsche oder Lebenspläne zu haben, abtötet. 

Die Unfähigkeit, diesen Unterschied zu erkennen, kombiniert z.T. mit Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass "Mord" ein juristischer Begriff ist, führt dann zu solchen Äußerungen. 

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Kommentar von waldfrosch64
24.02.2016, 20:55

_________Weil viele Menschen einfach nicht differenzieren(können)_______

  • Wenn man deine Ansichten nicht teilen möchte, dann kann man also nicht differenzieren ? :  )
  • Es zeugt von einem Mangel an Argumenten wer seinen Kontrahenten die Intelligenz absprechen muss, um  noch Glaubwürdig zu bleiben .
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Bis du dir bei dem was du schreibst sicher? Woher weißt du, dass kein Schmerz empfunden wird. Warum tötenwir nicht einfach alle (Wach)komapatienten, die empfinden doch auch keinen Schmerz.

Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? 

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Kommentar von Leniie
26.10.2015, 08:47

Ob (Wach)Koma Patienten keinen Schmerz empfinden würde ich auch nicht behaupten. Sie können ihn vielleicht einfach nicht zeigen durch ihren Zustand. Wie oft hat man schon gehört, dass Koma Patienten sehr wohl so einiges mitbekommen haben was in deren Umfeld passiert ist?!

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Kommentar von Eirene2007
26.10.2015, 08:48

Du kannst ja mal in ein Forschungslabor gehen und Stammzellen malträtieren und dir von einem Wissenschaftler erklären lassen ob die Zelle Schmerzen empfindet!

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Kommentar von annemarie37
26.10.2015, 12:26

Wo kein entwickeltes Nervensystem und Gehirn ist, ist auch kein Schmerz möglich.

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Wenn man schwanger wird, obwohl verhütet und dem Kind keine gesicherte und glückliche Zukunft schenken kann, ja ich würde abtreiben, wenn das Kind mir mein Leben ruinieren würde, weil ich noch nicht bereit dazu bin, für einen Menschen die volle Verantwortung zu übernehmen. Wenn es allerdings nicht mehr abzutreiben geht (in DE nur bis zur 12. Schwangerschaftswoche [stimmts?]) dann würde ich es zur Adoption freigeben... :) 

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Kommentar von habakuk63
26.10.2015, 08:54

Hallo Eireen2007,

solltest du je in die Lage einer (ungewollten) Schwangerschaft kommen, so treibe bitte nicht ab. Du kannst anonym entbinden und dein Kind ( ein unschuldiges Wesen) sofort zur Adoption frei geben. Du wirst unterstützt und betreut aber nicht bestraft oder amtlich gemeldet. Deinem Kind gibst du so die Möglichkeit ein schönes Leben zu erhalten, mit viel Liebe und Zuwendung ohne dass du belastet wirst oder zukünftig Verantwortung übernehmen muss. Anders als ein freiwilliger Samenspender.

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Kommentar von annemarie37
26.10.2015, 12:31

Fristenregelung in DE: bis 14. Schwangerschaftswoche (= 12 Wochen am Empfängnis). :)

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Warum bezeichnen viele Menschen Abtreibung als Mord?

Weil man damit ein arg- und wehrloses Leben beendet. Per Definition ist das also ein Mord, nur mit dem einzigen Unterschied, dass es sich um ein noch nicht geborenes Leben bezieht. 

Eine Abtreibung ist nur eine moderne Art, die Verantwortung loszuwerden, über die man sich keine Gedanken gemacht hat, wenn man beim Sex auf Verhütung verzichtet hat. Für mich ist nur dann eine Abtreibung verständlich, wenn die Zeugung eine Folge einer Vergewaltigung ist und auch nur dann. Wenn es sich allein um gesundheitliche Probleme handelt, beispielsweise wenn eine Schwangerschaft das Leben von Mutter und Kind gefährdet, dann kann man darüber genauso gut vor einer eventuellen Zeugung nachdenken und entsprechend vorbeugen. Sorry, wenn das hart klingt, aber die Gesellschaft ist entsprechend aufgeklärt und es gibt genug Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu vermeiden. 

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Kommentar von annemarie37
27.10.2015, 11:31

Du scheinst wenig Ahnung zu haben. Per gesetzlicher Definition ist Abtreibung eben gerade NICHT Mord. Bekanntlich kann jede Verhütung mal versagen... Gesundheitliche Probleme können während der Schwangerschaft (und WEGEN ihr) entstehen...

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Weil es eben ein ganz bestimmter Mensch ist, und wenn er getötet wird, wird genau dieser Mensch niemals leben. Es wird kein anderer kommen, um seinen Platz einzunehmen. Er ist unersetzbar. 

Es ist noch kein fertiger Mensch? Natürlich nicht. Aber wann ist ein Mensch denn fertig? Bei der Geburt? Nein. Mit einem Jahr? Mit 2? Noch lange nicht. (--> siehe Entwicklung des Kindes) Das ganze Leben ist eine Entwicklung. Aber ist ein 2-Jähriger deswegen kein Mensch? Und was ist, wenn jemand eine Behinderung hat? Ist er dann kein Mensch? Und wenn jemand ein Organ oder einen Körperteil verliert? Hört er dann auf ein Mensch zu sein? Wo ist die Grenze?

(Mit diesem Text sind selbstverständlich Menschen jeden Geschlechts gemeint!)

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Kommentar von annemarie37
26.10.2015, 13:45

Was ist mit den 60% befruchteten Eizellen, die sich nicht einnisten können? mit den etwa 20% eingenisteten Embryonen, die spontan abgehen (oft so früh, dass frau gar nichts merkt davon)? Die werden auch nie leben. Alles verstorbene "Menschen"?

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Das Recht auf Leben hängt nicht davon ab, ob jemand Schmerz empfindet oder bei Bewusstsein ist. Sonst würde es ja auch nicht für jemanden gelten, der in Vollnarkose versetzt wurde.

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Kommentar von annemarie37
26.10.2015, 12:29

Das Recht auf Leben hängt vom Geborensein ab. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 1: "Alle Menschen sind ... gleich an ... Rechten geboren."

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HirnvomHimmel hat ja dargestellt ab wann in verschiedenen Kulturen Leben beginnt und damit schon mal aufgezeigt dass hier schon die Schwierigkeit beginnt Abtreibung zu definieren. Und darauf aufbauend dann Mord. 

Ich persönlich habe einen anderen Grund um Abtreibung als Mord zu bezeichnen. Wenn ich hier sehr oft lese dass jungen Menschen dringendst zu Abtreibung geraten wird weil sie angeblich zu jung für Elternschaft sind und sich damit angeblich ihr ganzes Leben versauen dann nehme ich solchen Rat als Aufforderung zu einer Straftat wahr. Denn tatsächlich gibt es in unserer Gesellschaft durchaus manche Hilfe die ermöglicht den Schulabschluss trotz Elternschaft zu schaffen, anschließend Ausbildung oder Studium. Die Behauptung die Zukunft würde dadurch verbaut dass das Kind ein Recht auf Leben hat ist also eine Lüge die aus Unwissenheit / Desinteresse entstanden ist. Gerne sind es die gleichen Subjekte welche sehr jungen Menschen raten so früh als möglich sexuellen Verkehr auch gegen den ausdrücklichen Willen der Eltern zu haben. Für mich ist ein solches Verhalten nicht nur verantwortungslos und teilweise auch verfassungswidrig sondern menschenverachtend. Da fehlt es für mich an jeglicher Achtung den Mitmenschen gegenüber. Da lese ich nur heraus die Umwelt solle gefälligst nach einer abstrusen Schablone funktionieren. Einer Schablone die den Wert von Leben nicht kennt. 

Ich sehe auch keinen Grund vorliegen ein sogenanntes behindertes Kind vor der Geburt abzutreiben wie z.B. Trisomie 21. In anderen Kulturen sind solche Menschen mit den Göttern verbunden. Es handelt sich also lediglich um eine Einstellungssache. Hinzu kommt dass alleine der Defekt nicht darauf verweist dass solche Menschen immer auf fremde Hilfe angewiesen sein müssen. Es gibt zahlreiche gegenteilige Beispiele. Beispiele die für die Gesellschaft einen Mehrwert nachweisen. 

Ich würde mich allerdings niemals dagegen stellen wenn eine vergewaltigte Frau eine Abtreibung möchte. Oder ein vergewaltigter Mann. Was durchaus auch vorkommt. 

Die Bezeichnung Mord ist für mich immer dann angebracht wenn es zu einer Tötung kommt um einer modischen Schablone gerecht zu werden. Leben passt in keine Schablone. Nicht mal in viele verschiedene Schablonen. 

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Die Forschung bezüglich der Wahrnehmungsmöglichkeiten von Embryonen steckt noch in den Kinderschuhen. Da können wir uns auf den Kopf stellen und rückwärts einen Berg hochlaufen: Es ändert an dieser Tatsache Nichts. Und weil sie noch in den Kinderschuhen steckt gibt es eben auch manche unterschiedliche jeweils "wissenschaftlich" begründete Ansicht zum Thema. 

Deutschen Fachärzten wird begründet durch Fakten vorgeworfen Eltern nur einseitig zu beraten. Und zwar Richtung Abtreibung. Wobei oft genug von Beratung nicht die Schreibe sein kann denn es wird häufig sehr großer Druck auf die Eltern ausgeübt damit sie einer Abtreibung zustimmen. Dieses Recht spreche ich sogenannten Ärzten ab. 

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Kommentar von ditchwich
23.02.2016, 11:10

Subjekte welche sehr jungen Menschen raten so früh als möglich sexuellen Verkehr zu haben

So jemand ist mir noch nie begegnet...

Die Forschung bezüglich der Wahrnehmungsmöglichkeiten von Embryonen steckt noch in den Kinderschuhen

Das ist total falsch. Diese Forschung gibt es seit mindestens 70 Jahren. Und betr. die ersten Entwicklungswochen sind die Resultate absolut klar: da ist keine Wahrnehmung möglich. Oder behauptest du etwa auch, es sei nicht erwiesen, dass der Salatkopf, den du abhaust, nicht Angst und Schmerz empfindet dabei?

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Heii. :)

Überleg doch mal: Sobald das Herz schlägt (welches eins der aller ersten Funktionen ist) lebt es. Egal ob es ein Bewusstsein hat über Existenz oder dergleichen.
Und da es ein lebendes Wesen ist, egal in welchem Entwicklungsstadium, wird es getötet (hart ausgedrückt ermordet) sobald es abgerieben wird.
Das ist der Gedanke dahinter.

Lg Leniie :)

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Kommentar von Eirene2007
26.10.2015, 08:53

Aber bei den ersten Zellteilung hat der Zellhaufen kein Herz ausgebildet! Nach ca. 5 Wochen bildet der Embryo-Zellhaufen eine Form und es wird festgelegt, welches Organ wo zu sitzen hat. Da bilden sich Herz und die anderen wichtigen Organe...
http://www.alles-ueber-kinder.net/entwicklung_embryo.htm

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Kommentar von annemarie37
26.10.2015, 11:52

Das Herz ist erst nach 8 Wochen richtig ausgebildet. Vorher pulsiert das Blut, aber es ist noch nicht wirklich ein "Herz". Die Lunge ist erst viel später ausgebildet. Eine Frühgebürtchen kann daher vor der 20 Woche auch mit Intensivmedizin nicht überleben.

Eine Ei- und eine Samenzelle sind auch lebendig... ein befruchtetes ei in der Petrischale auch. "Mord"? wenn man dieses Ei nicht einer Frau einpflanzt? Übrigens: "Tötung" und "Mord" sind nicht gleich bedeutend...

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Kommentar von Lennister
23.02.2016, 13:12

Überleg doch mal: Sobald das Herz schlägt (welches eins der aller ersten Funktionen ist) lebt es

Wenn Leben an sich einen Wert hat, dann solltest du dir z.B. mal überlegen, was es für das Leben des Grases bedeutet, wenn du es mähst. 

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Mord oder nicht Mord.

Da ist ein Baby entstanden. Was dieses Baby schon denkt / fühlt / wahrnimmt weiß kein Mensch so richtig. Erst kürzlich haben Wissenschaftler gesagt, dass es eben keinen Punkt gibt, den man bestimmen könnte, an dem ein Bewusstsein einsetzt. Fazit der Wissenschaftler: entweder man betrachtet jedes Baby (auch jeden Embryo) als Leben, oder fände es auch noch ok, ein Baby nach der Geburt zu töten. Ich fand das sehr interessant, sowas mal von Wissenschaftlern zu hören.

Alle Organe eines Babys sind nach wenigen Wochen angelegt, das Herz schlägt... es muss "nur noch" wachsen. Und dann kommt da ein Erwachsener daher und entscheidet sich, dieses Leben nicht nur nicht mehr zu unterstützen, sondern aktiv zu beenden.

Definition "Mord" bei Wikipedia:

Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

Ich finde, da ist alles gegeben. Jedenfalls in den allermeisten Fällen: niedriger Beweggrund: das Baby passt mir gerade einfach nicht in den Kram (und das ist leider der häufigste Abtreibungsgrund). Grausam: ja, jeder der mal gelesen hat, was bei einer Abtreibung passiert stellt das nicht mehr in Frage. Töten: eindeutig.

Die Frage ist also nur, ob man ein Embryo als Mensch betrachtet oder nicht. Ich tu es, weil eben kein Mensch der Welt sagen kann, wann Leben sonst beginnt - für  mich ist ein Baby ein Baby. Von Woche 1 an. Aber das muss eben jeder für sich selbst entscheiden.

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Kommentar von kuhnel
23.02.2016, 10:30

jeder der mal gelesen hat, was bei einer Abtreibung passiert

Da hast du dich offensichtlich am falschen Ort "informiert". Grausam kann ja nur etwas sein, das einem fühlenden Wesen zugefügt wird. Entgegen deiner Behauptung ist es wissenschaftlich eindeutig, dass in den ersten Wochen der Schwangerschaft, wo der allergrösste Teil der Abtreibungen vorgenommen wird, Bewusstsein noch nicht möglich ist.

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Kommentar von Lennister
23.02.2016, 14:00

Was du findest, ist egal. Nach geltendem Recht ist es kein Mord; fertig. 

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Weil diese Menschen anderen ein schlechtes Gewissen machen wollen, nur weil sie andere moralische / ethische Vorstellungen haben. Wenn man sich die Definition von Mord genau überlegt, hat Abtreibung aber nichts damit zu tun. Jeder muss sich sowas selbst überlegen, da gibt es kein richtig oder falsch. Ausserdem kann man noch so grosse Töne spucken, aber wenn man selbst in der Situation ist, sieht dann wieder alles ganz anders aus. 

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Es gibt keinen Beweis dafür, ob es etwas empfindet oder nicht. Es ist eine moralische Frage, die jeder Mensch anders sieht. Für gewöhnlich bin ich auch kein Freund davon, aber Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung oder bei gesundheitlicher Gefährdung sollte man schon überlegen, ob man das Kind austrägt.

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Weil das Herz schon in der 6. Woche anfängt zu schlagen, es also nachweislich lebt. Die meisten Abtreibungen finden erst danach statt. Man weis ja erst in der 5. Woche das man schwanger ist, wenn man abtreiben will muss man zu einer Beratungsstelle und dann dauert es noch mal etwas bis zum Termin.

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Währendder legalen Abtreibungszeit lebt der Baby noch nicht aber wenn ich ein Mädchen währe und schwanger währe würde ich es austragen und danu zur Adoption freigegeben wegen den Paaren die keine bekommen können aber ich würde in diesen Fall auch ein Besuchs recht einräumen falls du es mal sehen willst. Nach meiner Meinung ist es totschlag denn für mord muss eine eigene Befriedigung stattfinden.

Hoffe ich konnte dir helfen 

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Kommentar von julchen1984
26.10.2015, 08:48

Das Baby lebt sehrwohl schon in der legalen Abtreibungszeit. Die geht bis zur 12. Woche und das Herz beginnt in der 6. Woche zu schlagen.

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Kommentar von waldfrosch64
21.02.2016, 13:46

Während der legalen Abtreibungszeit lebt der Baby noch nicht aber 

  • Was für ein Unsinn in diversen Ländern sind ganz andere Fristen als 12 Wochen vorhanden ..Das hat mit der Definition von Leben nichts zu tun .Es musste einfach eine Frist gesetzt werden...
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ganz einfach, es ist ein Lebewesen was im Bauch entsteht.

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Kommentar von Moooses
27.10.2015, 18:42

Es ist mehr als ein Lebewesen. Das ist doch keine Schnecke, die da ranwächst, es wird ein Mensch. Ein Mensch im Anfangstadium, aber schon mit allem ausgestattet. Hast du schon mal ein Embryo gesehen? Alles ist dran. Einen Menschen töten, das ist nun mal MORD.

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