Warum bezahlen die superreichen nicht unsere Staatsschulden?

15 Antworten

Sie besitzen 6 Billionen€ und könnten locker den deutschen Staat schlagartig komplett entschulden

Der Fehler in Deinem Gedankengang ist, dass du die Art des Reichtums nicht berücksichtigst. Susanne Klatten hat ihr Vermögen i. H. von 20 Milliarden Dollar nicht zu Hause in einer Geldkassette liegen sondern sie besitzt Aktien in dieser Höhe.

Dem Staat ist nicht geholfen, wenn Frau Klatten ihre Aktien der Regierung übereignet, damit diese die BMW Aktien nimmt und damit Schulden bezahlt, die die BRD bei amerikanischen Hedgefonds hat.

Aber grundsätzlich ist das tatsächlich ein Problem, dass es in Deutschland gute Tradition hat, dass Verluste die Gesellschaft trägt und Gewinne der Gewinner einbehält - egal wie die zustande gekommen sind.

Alex

Tatsächlich ist die Frage nur auf den ersten Blick etwas eigenartig.

Auf den zweiten Blick stellt sich die Frage, wieso Verluste verstaatlicht werden und Gewinne nicht. Was ich meine ist die merkwürdige Situation, wie sie sich beispielsweise bei Daimler zugetragen hat.

Einerseits haben sie nämlich mit Kurzarbeitergeld massiv Hilfen abgegriffen und ihre Mitarbeiter teilweise in richtige Probleme geschickt. Andererseits haben sie dann sogar im selben Jahr noch Gewinne ausgeschüttet.

Diese Tricks, denen sich Firmen bedienen, gehören in der Tat abgeschafft. Ein ganz simpler Punkt wäre, dass solche Hilfen nur noch als Kredit gewährt werden oder als Anteil an der Firma. Und wenn es der Firma gut geht, muss es zurückgezahlt werden.

Leider gibt es viele solche Konstrukte, wo immer wieder geweint wird nach staatlichen Hilfen. Manchmal berechtigt, aber in meinen Augen in vielen Punkten eben nicht gerechtfertigt. Und dann, wenn dieselben Unternehmen Gewinne machen, sind sogar die eigenen Mitarbeiter außen vor.

Was natürlich populistischer Unsinn ist, wäre, einfach so zu sagen "Hey, der Reiche da, der soll mehr zahlen". Warum steht hier schon in vielen anderen Antworten.

Warum sollten sie? Sie besitzen Vermögen, das sie nach etlichen diversen Steuerarten erwirtschaftet haben, darunter bereits prohibitiv hohe Steuern, und unter Einsatz von Risiko, Fleiss uvm. Dieses Vermögen steckt u.a. in Unternehmen, wodurch Beschäftigungsverhältnisse gesichert werden, oder anderen Sachwerten. Diese Reichen haben ihren Beitrag zur Allgemeinheit bereits mehr als geleistet. Warum leistest Du nicht mehr, um selbst Vermögen zu erwirtschaften und erwartest von anderen, Dir grundlos etwas von dem ihrigen abzugeben?

Ich bin immer sehr dafür ,dass wenn jemand sehr klug ist und eefolgreich auch Vermögen haben sollen darf,dass ist ja das schöne im Kapitalismus .Man muss aber aufpassen,dass dieses Vermögen im Gesunden Verhältniss zu weniger Vermögenden steht und zum Staatsbesitz.Es geht eben nicht darum,dass reiche reich sind und es nicht sein sollen,dass wäre naive sozialistische bis kommunistische Propagande.Es geht darum ,dass Reiche nicht zu viel ubgenutztes Vermögen irgendwo liegen lassen und es der Gesellschaft/Volkswirtschaft fehlt

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@Tjrovennett
.Es geht darum ,dass Reiche nicht zu viel ubgenutztes Vermögen irgendwo liegen lassen und es der Gesellschaft/Volkswirtschaft fehlt

Du kannst dir sicher sein, dass dieses Geld nicht ungenutzt rumliegt.

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@Interesierter

Ne da kann ich mir nicht sicher sein ein Jeff Bezos kann 233 Milliqrden $ kaum was anfangen,wenn er schon allen Luxus besitzt

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@Tjrovennett

Natürlich kann er.

Das meiste dürften die Anteile am Unternehmen Amazon ausmachen.

Daneben noch Anteile an anderen Unternehmen und Immobilien.

Wie gesagt, deine Fehlannahme liegt darin, dass das keine Geldvermögen sind.

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Sie besitzen Vermögen, das sie nach etlichen diversen Steuerarten erwirtschaftet haben,

Eigentlich haben die meisten Milliardäre ihr Vermögen nicht erarbeitet sondern geerbt.

Diese Reichen haben ihren Beitrag zur Allgemeinheit bereits mehr als geleistet.

eigentlich nicht wirklich. Tatsächlich haben die ihre Verluste sozialisiert und ihre Gewinne privatisiert.

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@EinAlexander

Blödsinn, guck in die Forbes Liste der reichsten Deutschen. Die Mehrheit hat sich das selbst erarbeitet. Schwarz, Albrecht, Kühne, Würth, Otto, usw...

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@affa110
guck in die Forbes Liste der reichsten Deutschen

hab ich.

Die Mehrheit hat sich das selbst erarbeitet

Hier die 30 reichsten Deutschen. 8 davon haben sich ihr Vermögen selbst erarbeitet. Das sist sicher nicht "die Mehrheit". Denn die restlichen 22 haben geerbt:

  •  Dieter Schwarz (Selfmade)
  •  Klaus-Michael Kühne (Erbe)
  •  Beate Heister & Karl Albrecht junior (Erben)
  •  Susanne Klatten (Erbin)
  •  Stefan Quandt (Erbe): 19 Milliarden Euro
  •  Reinhold Würth (Selfmade)
  •  Theo Albrecht junior & Familie (Erben)
  •  Thomas Strüngmann & Familie (Erben)
  •  Andreas Strüngmann & Familie (Erbe)
  •  Alexander Otto (Erbe)
  •  Andreas von Bechtolsheim (Selfmade)
  •  Michael Otto (Erbe)
  •  Friedhelm Loh (Erbe)
  •  Francine von Finck & Familie (Erbin)
  •  Georg Schaeffler (Erbe)
  •  Hasso Plattner & Familie (Selfmade)
  •  Horst Julius Pudwill (Selfmade)
  •  Axel Oberwelland (Erbe)
  •  Juergen Blickle (Erbe)
  •  Renate Reimann-Hass (Erbin)
  •  Stefan Reimann-Andersen (Erbe)
  •  Matthias Reimann-Andersen (Erbe)
  •  Wolfgang Reimann (Erbe)
  •  Ludwig Merckle (Erbe)
  •  Rainer Blickle (Erbe)
  •  Erich Wesjohann (Erbe)
  •  Ugur Sahin (Selfmade)
  •  Dietmar Hopp & Familie (Selfmade)
  •  Wolfgang Marguerre & Familie (Selfmade)
  •  Maximilian Viessmann (Erbe)
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@EinAlexander

Wasn das für eine blödsinnige Logik? Klar ging zB Aldi an die Kinder über, die Gründer sind ja auch schon verstorben. Trozudem haben die es aufgebaut. Soll man die Firma jz in Insolvenz schicken weil die Gründer leider nicht ewig leben? Boy, ich komm vor lachen nicht mehr raus.

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@affa110
Klar ging zB Aldi an die Kinder über,

Sag ich doch - Erben.

Trozudem haben die es aufgebaut.

Natürlich hat irgendjemand immer irgendwann irgendetwas aufgebaut. Aber deswegen kann man nicht Leute wie die Familie Thurn und Taxis als Selfmademilliardäre bezeichnen.

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@EinAlexander

Also soll man jz deiner Meinung nach ein erfolgreiches Unternehmen in die Pleite schicken sobald die Gründer gestorben sind? Das ist das härtest was ich heute gehört hab und ich hab heute schon viel Stuss gehört :D :D :D

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@affa110
Also soll man jz deiner Meinung nach ein erfolgreiches Unternehmen in die Pleite schicken sobald die Gründer gestorben sind?

Nein, hab ich das gefordert? Ich halte einfach nur die Aussage, "Sie [die Reichen] besitzen Vermögen, das sie nach etlichen diversen Steuerarten erwirtschaftet haben" für blauäugig und falsch.

Das Vermögen der meisten Milliardäre stammt daher, dass sie ihre Gewinne privatisieren, ihre Verluste aber sozialisieren lassen.

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Da sollte man sich schon mal ansehen, wie viele dieser Superreichen zu ihrem Vermögen kamen. Nämlich mit dem erheblichen Einsatz von Steuermitteln, d.H. z.B. über den Erhalt von teilweise hohen steuerlichen Subventionen, die in nicht wenigen Fällen sogar zum Abbau von Arbeitsplätzen führten.
Mit der Risikobereitschaft hört es häufig dann auf, wenn Verluste drohen. Ein gutes Beispiel ist der Energiesektor, der über Jahre hohen Milliardengewinne einfuhr. Die strichen dann einige wenige ein. Jetzt wo Verluste drohen, werde diese über Umlagen etc. auf die Allgemeinheit abgewälzt. Mit Risikobeireitschaft hat dies nichts zu tun .
Dies sind hier nur mal zwei Aspekte zum Thema Superreiche und deren Vermögen. Das Thema ist so komplex, da kann man ganze Doktorarbeit darüber schreiben...!

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Das ist meine persönliche beste Frage des Tages.

Leider weiss ich keine Antwort darauf - ausser: Sie wollen das "Volk" eben verhungern und verrotten lassen, um mehr von der Welt für sich alleine zu haben.

Superreich heißt doch in erster Linie einmal Macht.
Solche Leute können auch sehr schnell mal etwas für 100.000 € kaufen.
Ihr Reichtum ist aber Vermögen, dass sie in Immobilien, Werkhallen, Maschinen ... angelegt haben.
Wenn sie damit, wie du möchtest, die Staatsschulden bezahlen sollten, müssten sie für diese Dinge erst mal einen Käufer finden.
Wer aber wird heute ein Kohlekraftwerk oder all das was Aldi hat, kaufen?

So einfach ist es mit Staatsschulden dann doch nicht.

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