Warum bevorzugen die meisten Radfahrer eine Kettenschaltung?

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5 Antworten

http://www.biketrekking.de/ausruestung/kettenschaltung_nabenschaltung.htm

Ganz unten.

Die Reibung bei Kettenschaltungen ist geringer, deshalb haben sie einen höheren Wirkungsgrad, sind also effizienter.

Kettenschaltungen sind auch einfach billiger.

Ich persönlich kenne es auch nicht anders. Als Mountainbiker brauche ich aber auch die Kettenschaltung, um am Berg unter Belastung schalten zu können.

Und wenn doch mal was ist, kommt man da auch leichter an die Komponenten ran. 

Bei einer Nabenschaltung müsste man erstmal die Nabe hierfür öffnen.

Was für dich besser bzw. sinnvoller ist, musst du entsprechend der Nutzung deines Fahrrades entscheiden.

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Kommentar von Stachelkaktus
29.08.2016, 19:50

Vielen Dank für den sehr informativen Link! 

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Ganz einfach: weil sie nichts anderes kennen.

Man möchte ein Fahrrad, schaut sich um und sieht eigentlich nur Fahrräder mit Kettenschaltungen. Vermutlich, weil die sich am billigsten produzieren lassen und somit die Gewinnspanne am höchsten ist.

Und dann fahren sie los, ohne Ahnung, welche Tücken eine Kettenschaltung hat, dass man VOR der Steigung oder Ampel schalten muss, sich viele Gänge überschneiden und die Kette nicht diagonal laufen sollte.

Von Kettenpflege, Kontrolle und Austausch der Teile oder auch nur Einstellung der Schaltung keinen blassen Schimmer. 

Für mich geht nichts über Getriebeschaltungen, sei es Alfine, Rohloff oder Pinion; die Vorteile überwiegen einfach.

Besonders Pinion ist mMn groß im kommen. 

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Kommentar von Stachelkaktus
09.12.2016, 15:15

Danke für deine Antwort! Ich sehe das genauso wie du und werde der Nabenschaltung treu bleiben. Ich habe mich nur echt gefragt, ob ich da irgendwie auf dem Holzweg bin, eben weil man fast nur Kettenschaltung sieht. Selbst im Fahrradladen haben sie mich angeschaut, als käme ich vom Mars, weil ich mich nach Trekkingrädern mit Nabenschaltung erkundigt habe.... 😉 Hatten die nicht mal im Laden! Wurde dann extra für mich bestellt, und deine Antwort bestätigt mich jetzt nochmal, dass meine Entscheidung richtig war. Vielen Dank dafür! 

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Bei der Kettenschaltung fährst mit gleicher Kraft schneller oder brauchst weniger Kraft für gleiche Geschwindigkeit.

Muss man für den Transport das Hinterrad ausbauen stehen viele, vor allem für den Einbau, vor einem unlösbaren Problem.

Es ist relativ einfach die Übersetzungsverhältnisse zu ändern.

Schalten unter Extremverhältnissen geht einfacher.

Schalten geht schneller, vor allem gleich über mehrere Gänge

Man kann wesentlich feinere Abstufungen erreichen.

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Kommentar von Franek
10.12.2016, 21:32

"Bei der Kettenschaltung fährst mit gleicher Kraft schneller oder brauchst weniger Kraft für gleiche Geschwindigkeit."
-aber auch nur, wenn bei der Kettenschaltung die Kette nicht diagonal läuft.
Der Kraftverlust ist zudem gering.

"Muss man für den Transport das Hinterrad ausbauen stehen viele, vor allem für den Einbau, vor einem unlösbaren Problem."
-Könnte blutigen Laien je nach Art der Nabenschaltung passieren.

"Es ist relativ einfach die Übersetzungsverhältnisse zu ändern."
-genau wie bei der Nabenschaltung: Einfach das Kettenblatt und / oder das Ritzel wechseln und * tadaa *

"Schalten unter Extremverhältnissen geht einfacher."
-stimmt weitgehend, ist aber (trotzdem) Materialmord

"Schalten geht schneller, vor allem gleich über mehrere Gänge"
-ja, mit der Nabenschaltung nämlich. Den Druck vom Pedal nehmen oder es ganz kurz stillstehen lassen und man kann bei der Nabenschaltung beliebig viele Gänge schalten bzw. überspringen, bis hin vom 1. in den letzten Gang bzw. anders herum.

"Man kann wesentlich feinere Abstufungen erreichen."
-kommt darauf an, was man mit was vergleicht. Davon abgesehen, dass man auch bei der Kettenschaltung gern mehr als einen Gang auf einmal bzw. mehrere kurz hintereinander schaltet, überschneiden sich bei ihr dermaßen viele Gänge bzw. sollten nicht benutzt werden (damit die Kette nicht diagonal läuft bzw. der Kettenspanner zu nahe an eine Anschlagposition kommt), dass sich der Vorteil relativiert.

Das Pinion P1.18 dürfte mit seiner Spreizung von 636% und der (konstanten!) Abstufung von 11,5% sowohl in Bandbreite als auch in der Abstufung einer 3x10 Kettenschaltung mindestens ebenbürtig (eher: überlegen) sein.

Selbst die C/P1.12 mit 600% Spreizung und 17,7% Abstufung von Gang zu Gang dürfte Kettenschaltungen bereits das Fürchten lehren.

Weitere Vorteile der Nabenschaltung:
-Die Kette läuft immer gerade (weniger Verschleiß)

-es baumelt kein empfindliches Schaltwerk herum (kein Schaltauge, welches verbiegen oder abreißen kann); bei Hardtails mit waagerechten Ausfallenden wird nichtmal ein Kettenspaner benötigt (cleane Optik)

-die Gänge wechseln sofort und nicht erst mit den Verzögerungen von Trigger, Schaltwerk, Wandern der Kette auf ein anderes Zahnrad

-man muss nicht überlegen, ob man evtl. vorn oder hinten oder beides schalten muss -einfach tun, fertig (intuitiv).

:-)

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Sportliche Fahrräder (auch die, die diese Bezeichnung bestimmt nicht verdienen) zeichnen sich dadurch aus, das mehrere Gänge zur Verfügung stehen.

Das geht auch durch Nabenschaltung. Nur diese sind sehr teuer, wenn es um 8-fach, 11-fach oder sogar 14-fach Schaltsysteme geht. Dafür sind Nabenschaltungen wartungsärmer.

Viele Gänge, aber möglichst günstig anbieten - das geht am besten über Kettenschaltung. Hier können auch die vielen verbauten Komponenten gemixt und der billigste Anbieter genommen werden. Daher sind sportliche Fahrräder meistens mit einer Kettenschaltung ausgestattet.

Das geht bei Fahrrädern mit Nabenschaltung hingegen nicht: Nabe, Ritzen, Schalter und Seilzug kommen von ein und dem selben Hersteller. Diese sind meist Shimano oder Sram, seltner Rohloff und Nuvinci.

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Eine Nabenschaltung ist teurer und man ist weniger flexibel falls man doch mal etwas anderes fahrt. Allein das ist reicht mir schon als Ausschlusskriterium, da macht der kleiner Wartungsaufwand auch nichts mehr aus.

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