Warum besteht die kath. Kirche auf die Jungfräulichkeit Marias?

20 Antworten

Manche betrachten Geschlechtsverkehr für Unreinheit. Aber das ist es sicher nicht. Allerdings ist es für Gott keineswegs ein Problem, Maria Mutter werden zu lassen, und seinen Sohn auf diese Weise in die Welt kommen zu lassen. Das ist auch kein größeres Problem, wie als Schöpfer den Menschen zu schaffen. Entweder man glaubt, dass es einen Gott gibt, der über den Naturgesetzen steht, oder man glaubt nicht an Gott. Dann sind solche Fragen nur Scheinfragen um seinen Unglauben zu rechtfertigen. Ich stimme allerdings zu, wenn man die Besonderheit Marias, so weit sie über die Tatsache, dass sie die Mutter Jesu geworden ist, hinausgeht, keine christliche Grundlage hat. Das sind nur theologische Erfindungen, die der Sache Gottes nur schaden.Sie gehen ins Spiritische hinein, und schon aus diesem Grunde biblisch abzulehnen.

Maria sagt selbst, dass sie von keinem Mann weis (also keinen Geschlechtskontakt hatte) und somit nicht schwanger sein kann. Damit bestätigt sie Gottes Ankündigung einer jungfräulichen Geburt. Das wurde schon hunderte Jahre vorher durch die damaligen Propheten voraus gesagt. Wer an Gott glaubt, glaub auch seinem Wort (die Bibel) und somit ist die Frage der Jungfrauengeburt kein Dogma der kath. Kirche, sondern aller Gläubigen. "Wäre" Jesus nicht als Sohn einer Jungfrau geboren, wäre er nicht Gottes Sohn und somit das ganze neue Testament unglaubwürdig. Ich selbst habe das Glück daran glauben zu können.

Nach meinem (ev.-luth.) Glauben würde sich an der Person Jesus Christus nichts ändern. Jesus Christus kann wahrer Gott und wahrer Mensch sein, auch wenn seine Mutter, biologisch betrachtet, keine Jungfrau war. Die physische Jungfräulichkeit Marias hat sich ohnehin über einen Übertragungsfehler aus dem Alten Testament eingeschlichen: Dort ist (bei Jesaja 9, wenn ich mich recht erinnere) von einer Jungfrau die Rede, hebr. "alma". Dieses Wort kann auch "junge Frau" bedeuten, nämlich eine unverheiratete junge Frau. In der griechischen Übersetzung wurde das Wort "parthenos" dafür verwendet und dieses Wort meint eine tatsächliche Jungfrau. Der Evangelist ging dann selbstverständlich davon aus, daß es hier um eine im biologischen Sinn jungfräuliche junge Frau geht.

Gott kann Mensch werden in einer Jungfrau oder in einer jungen Frau, wie er will. Ich brauche für meinen Glauben nicht den Nachweis eines Wunders, das gar nicht zu beweisen ist. Ich glaube nicht, weil es etwas zu beweisen gäbe, sondern weil mich die Lehre zutiefst überzeugt.

Allerdings ist die jungfräuliche Empfängnis Jesu Christi ein wichtiger Bestandteil der christlichen - nicht nur katholischen - Dogmatik überhaupt und Teil der altkirchlichen Bekenntnisse. Die kann man nicht einfach so ändern, weil einem ein Teilsatz nicht gefällt oder man ihn für überholt hält. Die Gemeinschaft der christlichen Kirchen hat sich auf diese Zeugnisse geeinigt. Wer daran herumpfuscht, stört die mühsam aufgebauten ökumenischen Beziehungen - und das sollte man sich gut überlegen! Gruß, q.

"Dieses Wort kann auch "junge Frau" bedeuten, nämlich eine unverheiratete junge Frau. "

Ach und diese "junge Frau" sagt dann "wie soll das zugehen, wenn ich von keinem Manne weiß" und bekommt zur Antwort "der Heilige Geist wird dies bewirken"?

Ist das wirklich ein Übertragungsfehler oder liegt es doch nahe, aus Marias Aussage abzuleiten, dass die richtige Übersetzung doch "Jungfrau" heißen muss?

Zu " Wer daran herumpfuscht, stört die mühsam aufgebauten ökumenischen Beziehungen - und das sollte man sich gut überlegen! Gruß, q."

Wenn die Bibel ernst nehmen bedeutet, irgendwelche ökumenischen Beziehungen zu stören - dann ist mir die Bibel wichtiger, als die Zustimmung von Leuten, die sich auch Christen nennen. "Man soll Gott mehr gehorchen als Menschen"

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@RFMusiker

Jesaja ist ein Buch des Alten Testaments! Das Neue Testament wurde in Griechisch verfaßt und dort wurde "alma" mit "parthenos" übersetzt. Lies die Texte in Hebräisch und Griechisch doch selber nach, die kannst Du in jedem Buchhandel bestellen oder im Internet nachschauen. Und bevor Du mir das Christentum absprichst, solltest Du Deine eigene Praxis mal überprüfen. Man bricht nicht den Stab über jemand, den und dessen Glauben man gar nicht kennt. DAS steht nämlich auch in der Bibel, Griechisch, Lateinisch oder in der Sprache, die Dir sonst gefällt.

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