WArum bestätigen Ausnahmen die Regel?

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6 Antworten

Na, da können wir wohl heiß den Rest des Abends dikutieren... Ich interpretiere es so: Eine Regel ist nach dem Duden wie folgt definiert: Eine Regel ist eine aus bestimmten Regelmäßigkeiten abgeleitete, aus Erfahrungen und Erkenntnissen gewonnene, in Übereinkunft festgelegte, für einen bestimmten Bereich als verbindlich geltende Richtlinie. Das will wohl heißen: eine Regel ist das, was als allgemein gültig angesehen wird, es ist aber nciht unumstößlich. Wenn ich sage "in der Regel" bedeutet das: in den allermeisten Fällen ist es so. Es gibt aber auch Ausnahmen. In der Regel sind Polizeiautos blau-silber. Es gibt aber noch einige wenige grün-weiße, also eine Ausnahme. In der Regel isst man Rosenkohl, wenn er einmal Frost abbekommen hat. Wenn man will kann man es aber auch vorher tun. Basketballspieler sind in der Regel sehr groß, aber eben auch nciht alle. Die Norm ist die Regel, aber es gibt Abweichungen. Wenn etwas ausnahmslos gültig ist, ist es keine Regel mehr sondern eine Tatsache - alle Dinge werden von der Schwerkraft auf den Boden gezogen. Punkt. Alle Menschen atmen Sauerstoff. Niemand würde auf die Idee kommen zu sagen " in der Regel atmen Menschen Sauerstoff", denn allein die Aussage "in der Regel" würde eine Ausnahme erlauben, und die gibt es nicht. Insofern erklärt sich die Redewendung "Ausnahmen bestätigen die Regel".

Also fassen wir das doch einmal zusammen damit so Normalsterbliche wie ich das auch verstehen. Viele, die meisten gehen bei grün über die Straße, eigentlich sollten aber alle bei grün über die Straße aber ein paar Ausnahmen gehen in der Regel, weil Ausnahmen ja auch nach Regeln über die Straße gehen, bei rot über die Straße. 100 grün-20 rot. Welche Regel bestätigt jetzt die andere? Wenn die Regel , die Regel bestätigt, ist das eigentlich eine Tatsache und die erlaubt keine Regel. Tatsache ist, einige gehen immer bei grün andere bei rot. Nur das Verhältnis ist schräg zu einander. Ausnahmen bestätigen eigentlich keine Regel sondern eine Tatsache, die aus unterschiedlichen Regeln besteht. Puh, kann das sein? HAbe ich das jetzt echt verstanden? :)) NR

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@NealRavenUSA

Naja, du darfst natürlich nicht die Ausnahmen von einer Regelautomatisch als Gegenregel nehmen. Sie sind eben die Ausnahme. Außerdem ist eine Regel nicht an Zahlen festzumachen, sondern eine Regel ist das, was als allgemein gültig gilt. Es ist gültig: Bei grün geht man, bei Rot geht man nicht. Das ist die Regel. Die, die sich daran nicht halten, sind Ausnahmen, keine neue Regel.

Übrigens: Der Spruch "Ausnahmen bestätigen die Regel" ist somit auch eine Regel, denn es ist die Norm, dass es Ausnahmen bei Regeln geben kann. Es muss aber nciht.

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@DoktorNoth

Wenn man natürlich die Definition einer Regel weit genug fasst, gibt es keine Ausnahmen die, die Regel bestätigen. Also gibt es keine Regel und keine Ausnahmen. Es ist wie immer eine Sache der Auslegung, Perspektive und Definition. Der Mensch definiert sich selber, vergisst sich aber oftmals dabei. Danke für die Diskussion. :) NR

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Weil es ohne Ausnahme, keine 'Regel' wäre! Gäbe es keine Ausnahmen, dann wäre es auch nicht 'die Regel' sondern eine Gesetzmäßigkeit, dass 'es immer so ist'! :)

Das ist doch nur eine Redewendung. Wissenschaftlich ist das absolut nicht haltbar :D!

Ja, aber wer denkt sich so etwas aus? Keiner weiß, wo es her kommt und was es letztendlich bedeutet aber alle plappern es nach. Eine sogenannte Herdentrieb-Redewendung ohne Herde. :) Danke NR

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@NealRavenUSA

Ich meine, jedes einzelne Wort und jede einzelne Redewendung unserer Sprache hat sich irgendwann mal irgenjemand ausgedacht. Und wir alle plappern es nach :D. Das ist wohl das Schicksal der Menschheit :P!

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Eine Redewendung die, wie viele andere auch, einfach nachgeplappert wird.

Ja, zu dem Schluss komme ich auch. Danke. NR

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Vielleicht, weil das was selten ist, auffälliger ist?

Nimm an, Menschen würden im Durchschnitt 60 kg wiegen. Dann würden in einer Menge von 100 Leuten 2, die 100kg wiegen, herausragen

Rein statistisch gesehen wären die Ausnahmen die Ausreißer re. und li. auf der Gaußschen Verteilungskurve

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@adavan

Wenn die Regel = Normalität ist, die Ausnahmen keine Normalität sind. Warum bestätigen die dann die Norm obwohl sie unnormal sind? DAnn müssten die Ausnahmen die Regel und umgekehrt sein. Also eigentlich alles gleich. Ähm- Vielleicht wird einfach, wie die anderen Antworter annehmen, einfach nur viel Quark erzählt. :)) Danke NR

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@NealRavenUSA

Die Ausnahme bestätigt sich ja nicht selbst als Normalität, sondern unnormale Ausnahmefälle weisen auf das Normale hin. Verstehst?

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@adavan

Nur weil es Ausnahmen von der Regel gibt, heißt das noch nicht, dass die Regel falsch ist; Wenn man etwas als Ausnahme deklariert, bedeutet das, dass es eine Regel geben muss, dessen Inhalt der Ausnahme widerspricht

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@adavan

Dann ist die Ausnahme auch eine Regel und somit keine Ausnahme mehr, vielleicht eine Ausnahmeregel. Zwei Regeln, die eigentlich konträr sind bestätigen sich gegenseitig. Wer soll das denn eigentlich verstehn? Oh Mann, ich glaube darüber kann man stunden- wenn nicht jahrelang nachdenken und dann findet sich immer noch ein loses Ende. Danke:D NR

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