Warum beschränken Zeugen Jehovas bei der Grenfell Tower Katastrophe humanitäre Hilfe nur auf die eigenen Mitglieder?

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5 Antworten

Mir wurde auf Nachfrage gesagt: 

'ZJ verkünden kein soziales Evangelium.'

Dabei heißt es doch von Jesus, wo immer her hinkam, da heilte er Kranke, brachte Trost, Segen, Hilfe und Freude mit.

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Kommentar von ManfredFS
01.07.2017, 15:47

Es gab mal einen Wachtturm, vielleicht weiss jemand genau welcher das war, da stand sinngemäß drin, dass es Zeitverschwendung sei, durch soziale Aktivitäten das "böse System dieser Welt" zu verbessern und man als ZJ daher seine Zeit und sein Geld lieber der WTG geben sollte um "Menschen zu retten". Es wurde der Vergleich gebracht dass Verbrecher ja auch für die ihren sorgen und dass noch lange nicht bedeutet, dass sie gute Werke tun....

Dabei muss man immer unterscheiden. Der einzelne Zeuge Jehovas handelt zum einen als Mitglied aber auch zum anderen als Mensch. Je nachdem wie stark er noch Verbindungen "zur Welt" hat und was für ein Elternhaus er hat, wird er mehr oder weniger als einzelner sozial aktiv sein.

Was solche Art von Nächstenliebe erschwert ist das Verbot seitens der WTG, sich "politisch" zu betätigen. Dazu zählt die WTG nämlich auch Vereine, Verbände usw. - Zu meiner Zeit durfte man nicht mal Klassensprecher werden oder in der Schule aktiv. Wenn ein ZJ also als Mensch, nicht als ZJ hilfsbereit ist, dann ändert das nichts daran, dass die Organisation, der er angehört keinesfalls sozial ist.

Bestes Beispiel: 

Das Schicksal von Phelicity Sneesby

http://www.bruderinfo-aktuell.de/index.php/das-schicksal-von-phelicity-sneesby-was-der-broadcast-verschwieg/

Zu Beginn des Videos wird gezeigt, wie sich die 13 jährige Phelicity taufen lässt. Sie dient der WTG als ein positives Beispiel dafür wie sich junge Menschen, fast noch Kinder, taufen lassen und ein Mitglied der vom „Geist geleiteten Organisation Gottes“ werden.

Das Mädchen war schwer krank. Weil die WTG eine Behandlung bei der Blut verwendet wird ablehnt, verbrauchten die Eltern alles was sie hatten um mit dem Kind in die USA zu fliegen. 

Die WTG nutzt das Schicksal des Kindes für Werbung. Seht her, schon Kinder lieben Jehova und auch wenn du krank bist, geh predigen. Was die WTG verschweigt: Sie selbst hat keinen Cent gegeben, um dem Mädchen zu helfen, obwohl die von ihr gemachten Gesetze die Eltern gezwungen hat, in die USA zu fliegen. Als man dann feststellte, auch dort konnte nicht geholfen werden, fehlte das Geld für den Rückflug, damit das Kind in der Heimat sterben kann. 150.000 USD - unmöglich für die Eltern. Während die WTG ohne Zögern Millionen USD ausgibt, um sich mit Händen und Füssen vor Gericht mit Missbrauchsopfern zu streiten, rührt man keinen Finger. Was haben die Eltern gemacht?
Sie haben eine GoFound Kampagne gestartet und über 200.000 USD eingesammelt, überwiegend von den bösen Weltmenschen, wenn natürlich auch ZJ dabei waren die das Kind kannten oder davon gehört haben. Die WTG selbst hat nicht einen CENT dazugegeben. Hätte sie das gemacht, dann hätte sie darüber berichtet.

Handelt so eine christliche Organisation, die sich selbst als Gottes Organisation bezeichnet? Ganz sicher nicht. Wenn es um Geld geht, dann gibt es nur eine Richtung, zu der WTG. Freiwillig gibt sie kein Geld aus. Schon gar nicht für einzelne Mitglieder. Bei Katastrophen wird daher fast immer auch erneut um Spenden gebeten. 

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Ich habe im Wachtturm vom 1.6.1983 einige interessante Aussagen gefunden, die sehr gut passen. Dort heißt es Auszugsweise:

"Leute, die Jesus lächerlich machen wollten, bauschten oft ganz banale Dine zu großen Streifragen auf. Sie warfen Jesus vor, er sei ein Fresser und Säufer und verkehre mit Steuereinnehmern und Sündern (Matthäus 11:19).

Wie reagierte Jesus auf Personen, die sich ihm widersetzten? Zu seinen Aposteln sagte er einmal: "Lasst sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen" (Matthäus 15:14).

Sie mögen behaupten, Gott wünsche lediglich, dass wir gute Menschen seien, uns um das physische Wohl anderer kümmerten und unsere Mitmenschen liebten.

Personen, die gegnerisch eingestellt sind, vergessen oft, dass Jehova, unser Vater, auch gesagt hat -- und zwar hauptsächlich durch seinen Sohn Jesus Christus --, dass wir Jünger machen sollten, indem wir die Menschen belehren und die "gute Botschaft vom Königreich" in aller Welt zu einem Zeugnis predigen (Matthäus 24:14; Johannes 15:17-27).

Lass dich durch diese Gegner nicht beunruhigen. Ihr Verhalten wird der Wahrheit nicht schaden, und es wird Jehova auch nicht hindern, das auszuführen, was er in seinem Wort verheißen hat."

Ende des Zitats.

Diese und andere Fragen, die von einem kleinen Kreis von völlig Unbelehrbaren seit einiger Zeit hier gestellt werden, dienen allein dem Zweck, Jehovas Zeugen und damit auch den Gott, den sie anbeten, zu verunglimpfen. Was anders soll auch diese Frage bedeuten. Jeder, der das Jahrbuch der Zeugen Jehovas oder ihre Webseite lesen kann weiß, dass durchaus von Jehovas Zeugen humanitäre Hilfe geleistet wird -- sowohl ihren Glaubensbrüdern gegenüber, als auch Andersgläubigen. Da es bei diesen Fragen nicht darum geht, aufrichtig eine Information zu erhalten, hat es auch keinerlei Zweck, mit diesen "Fragestellern" zu diskutieren. Jedem, der aufrichtig wünscht zu erfahren, was Zeugen Jehovas in humanitärer Hinsicht weltweit leisten, sei die offizielle Webseite von Jehovas Zeugen (jw.org) empfohlen.

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Kommentar von OhNobody
30.06.2017, 09:19

Auszug aus Online Focus:

>Die Stadt London will einige Einwohner des abgebrannten Grenfell Towers umsiedeln – in leerstehende Luxusapartments. Für die Brandopfer hat die Stadt 68 Luxuswohnungen in einem Apartmentkomplex im Londoner Nobelviertel Kensington gekauft.<

Offensichtlich sind die Betroffenen sehr gut versorgt, so dass sich niemand Gedanken machen muss, um weitere Hilfsmassnahmen.

Trotzdem sind einige bisherige Bewohner dieser Luxusvillen von ihren neuen Mietern nicht begeistert:

>„Wir haben eine Menge Geld bezahlt, um hier wohnen zu können, und wir haben hart dafür gearbeitet“, sagte eine Anwohnerin dem „Guardian“. „Und jetzt kommen diese Leute und müssen nicht einmal die Service-Gebühr bezahlen“.
„Die Wohnungen werden jetzt an Wert verlieren“<

http://www.focus.de/immobilien/wohnen/nach-dem-brand-des-grenfell-towers-opfer-des-abgebrannten-hochhauses-sollen-jetzt-in-luxuswohnungen-ziehen\_id\_7278798.html

Alle Opfer sind versorgt. Viele haben dazu einen Beitrag geleistet — auch Zeugen Jehovas. ZJ haben sogar spirituelle Hilfe geleistet. Das ist in solchen Momenten auch sehr wichtig.
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Als wir ca. 200 km von meinem Wohnort entfernt ein Hochwasser hatten, sind viele meiner Glaubensbrüder ohne Aufforderung dorthin. Ich war mit meiner Frau auch dabei. Wir sind dort auf Glaubensbrüder anderer Versammlungen gestoßen, die ALLE humanitäre Hilfe geleistet haben: Sandsäcke befüllt und weitertransportiert, und Bewohnern geholfen.

Anschließend haben einige von uns beim Sanieren und Wiederaufbau von Wohnungen / Häusern geholfen. Dabei waren Häuser von Nicht-Zeugen.
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Telemann ist nicht aufrichtig, sondern hinterlistig und verschlagen. Satan ist bestimmt stolz auf Ihn!

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Kommentar von EXInkassoMA
30.06.2017, 09:55

@apfelwerfer :Stimmt nicht was Du hier schreibt und Du weist das auch. Ergo : Du "flunkerst"ganz einfach nur.

Kein Mensch kritisiert Gott, Jesus oder die Heilige Schrift.

Die US Führung der Zeugen Jehovas Religionsgemeinschaft wird  kritisiert. Es geht also lediglich um Das ominöse Bibelverständnis von 7 älteren US Herren welche über sich selbst sagen angeblich der einzige legitime Mitteilungskanal Gottes auf Erden zu sein !!!!!


Die angebliche humanitäre Hilfe der Milliarden Dollar schweren Wachturm Gesellschaft ist ein Witz.

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Kommentar von ManfredFS
01.07.2017, 16:06

Nenn mir einen Fall, wo ein Christ hier, mich eingeschlossen, JESUS CHRISTUS LÄCHERLICH GEMACHT HAT?

Oder die JESUS CHRISTUS ABLEHNEN`?

Ist es nicht so, dass jemand, der Gott zu einem Engel macht, Gott bzw. Jesus lächerlich macht?

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Kommentar von ManfredFS
03.07.2017, 15:19

gäähhnn wird langsam langweilig immer alle Kritik auf die ach so bösen Ausgeschlossenen zu schieben....

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Da soll mal wieder Stimmung gegen Jehovas Zeugen gemacht wurde, wie gewohnt.

Telemann, beruhige dich und denke klar und logisch. Im Katastrophenfall ist es selbstverständlich, sich um eigene Angehörige in erster Linie zu kümmern. Andernfalls hättest du berechtigten Grund zu Vorwürfen.

Offensichtlich waren genügend Helfer zur Stelle (wurde auch in den Medien berichtet, es wurden von der Bevölkerung Unterkünfte, Versorgungsgüter etc. in großem Maße bereitgestellt), so daß es in diesem Falle gar nicht nötig war, weitere Schritte zu unternehmen. 

Jehovas Zeugen sind dafür bekannt, daß sie meist als erste am Ort sind und gerne jedem helfen, der der Hilfe bedarf, keinesfalls nur den Zeugen.

Dein "Zitat" bzw. der link ist einfach nur ein Bericht, wahrscheinlich sogar ein interner. Wo du diese Infos nur immer her hast.....

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Kommentar von juste55
29.06.2017, 22:35

Ente, danke, daß du das so gut klar gestellt hast. Dem ist nichts hinzuzufügen!!!

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Kommentar von ManfredFS
30.06.2017, 00:27

Jehovas Zeugen sind dafür bekannt, daß sie meist als erste am Ort sind und gerne jedem helfen, der der Hilfe bedarf, keinesfalls nur den Zeugen.

Das ist eine Phrase ohne Gehalt. Wo sind die Berichte darüber? Wo sind die ZJ bei den aktuellen humanitären Katastrophen in Jemen, im Sudan, in Somalia? Wie viel Geld hat die WTG bisher gespendet um den Hungertod von bis zu 20 Mio. Menschen in Afrika abzuwenden? 

Und wo sind die neutralen Berichte, dass ZJ bei den letzten großen Erdbeben, Überflutungen, Brände usw. zuerst am Tatort waren noch vor Feuerwehr und Rettungskräfte?

Und im Katastrophenfall ist es nicht selbstverständlich, dass Helfer sich zuerst um ihre Angehörigen kümmern Das wäre eine Katastrophe. Helfer kümmern sich um die, welche am dringendsten Hilfe brauchen.

Die WTG prahlt immer gerne mit ihren Hilfen. Interessant ist, dass man allerdings entgegen der obigen Behauptung, man würde JEDEM GERN helfen komischerweise immer nur die Zahlen nennt mit denen man den eigenen Mitgliedern geholfen hat.

Tritt ein Notfall ein, etwa bei einer Naturkatastrophe, ist es ihnen ein Bedürfnis und eine Ehre, den Betroffenen zu Hilfe zu kommen. Nachdem zum Beispiel der Süden der Vereinigten Staaten von den Wirbelstürmen Katrina, Rita und Wilma heimgesucht worden war, strömten viele Tausend Helfer in die Katastrophengebiete, um die Opfer zu versorgen und den Wiederaufbau zu unterstützen. Koordiniert von örtlichen Hilfskomitees, wurden über 5 600 Eigenheime von Zeugen Jehovas und 90 Königreichssäle instand gesetzt oder wiederaufgebaut — praktisch alle beschädigten Gebäude.

https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102008167

Wenn es stimmen würde, dass man auch Nichtzeugen hilft, dann verwundert es schon, dass darüber nie berichtet wird. Was sagt die Bibel:

Mt 5,46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?

Dabei liebt die WTG nicht einmal die, welche sich für die Organisation aufgeopfert haben. Vor kurzem hat man mehrere tausend Bethelmitarbeiter vor die Tür gesetzt. Das sind die, welche für ein Taschengeld die Literatur drucken usw.

Diese langjährigen Mitarbeiter bekamen weder eine Abfindung noch Starthilfe noch Arbeitslosengeld da man wenn möglich keine notwendigen Steuern gezahlt hat. Das funktionierte so, dass man einen Orden gründete und ein Armutsgelübte unterschreiben lies.

Jetzt wurden sie nicht mehr gebraucht. Die angebliche Organisation Gottes war schlimmer als jede normale Firma. Sie überlies den Mitglieder die Versorgung der Entsorgten.

Man stelle sich vor, jemand dient 40 Jahre umsonst der Organisation Gottes und dann steht man mit knapp 60 auf der Straße und hat nichts, keine Rente, keine Unterstützung nichts. Da zeigt sich das wahre Gesicht dieser WTG.

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Kommentar von telemann2000
30.06.2017, 06:59

Hallo ente. 

Es handelt sich nicht um eine interne Mitteilung sondern um die offizielle Website von Zeugen Jehovas. Das ist oben angegebenen. 

Hier noch mal: 

jw.org/en/news/releases/by-region/united-kingdom/fire-20170627/

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Kommentar von Hyperhaes
30.06.2017, 08:18

Mal eine Frage an die Zeugen Jehovas hier (würde mich wirklich interessieren):

Nehmen wir mal an es gäbe eine Katastrophe und ihr wärt als Ersthelfer vor Ort... Würdet ihr einem Ehemaligen (ob "Abtrünnig" oder "Ausgeschlossen" ist egal) ZJ auch materielle Hilfe zukommen lassen, wenn ihr ihn/sie erkennen würdet, oder er/sie euch als solchen zu erkennen gibt?

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Da hier inzwischen ständig behauptet wird, man hetzt, hier ein offizielles Video der Untersuchung in Australien, Gast ein Mitglied der LK

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