Warum beschaeftigt es jemand,wie er stirbt?

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6 Antworten

Die Frage weshalb wir Angst vor dem Sterben haben ist ziemlich eindeutig beantwortbar. Das ganze ist eine instinktive Veranlagung die in der präoperationalen Phase (nach piaget) gebildet wird. Kinder unter 3 Jahren beschäftigen sich garnicht mit dem Thema Tod oder eher das sie überhaupt sterben könnten. Meine Freundin studiert Psychologie und meint dazu,dass es zur "Theory of mind" oder eben dem Konzept der nativen Theorie gehört,nachdem ein Individuum erst einmal ein Bewusstsein für das eigene Gehirn entwickeln muss, bevor es darüber reflektieren kann,was richtig und was falsch ist. Zusammen mit dem Bewusstseinsfindungsprozess findet auch die Ausprägung des bewussten Überlebensinstinkt statt, sodass man immer davor Angst hat zu sterben,da es die Veranlagung des Menschen und jedem Säugetier ist zu überleben. Dabei ist es unabhängig davon wie man stirbt. Es geht auch weniger um die Angst davor,dass es weh tun wird als viel eher um die Angst des ungewissen. Also was nach dem Tod passiert.

Interessant ist noch zu erwähnen,das natürlich auch Kinder unter 3 Jahren einen ausgeprägten Überlebensinstinkt haben.Allerdings kommt dieser nur dann zum Vorschein,wenn es um Leben und Tod geht. Kleinkinder sind nicht in der Lage zu hinterfragen,was denn wäre,wenn sie in einer solchen Situation wären und können daher auch noch nicht die Angst entwickeln vor dem Prozess des Sterbens,da sie eben noch nicht so weit nach vorne schauen können.

Im übrigen ist es auch nicht möglich für ein Tier eine solche Angst vor dem Sterben zu entwickeln,da kein Tier Selbstreflexion betreiben kann. Selbst Menschenaffen wie der Groilla Koko,welcher mehr als 2000 Wörter in Zeichensprache beherrschte, war nicht in der Lage eine Frage zu stellen. Kein Tier hat je eine Frage gestellt. Somit erübrigt sich der Prozess des "hinterfragens" seines eigenen Bewusstseins und seiner eigenen Position im Leben.

Es gibt einen berühmten Test, um festzustellen ob ein Kind schon ein Gefühl für sein eigenes Gehirn entwickelt hat. (Sally-Anne Test) Sofern ein Individuum diesen Test nicht besteht, geht man davon auch aus,dass solche überhaupt garnicht auf dei Idee kommen solche Fragen zu stellen.

Naja das ganze was ich geschrieben hat geht mehr auf den Aspekt ein,weshalb jeder ein würdevolles Leben haben will oder eher weshalb niemand das Gefühl hat bereit ist zu Sterben.

Wenn du dich aber mehr fragst weshalb Leute leiden müssen und andere nicht. das kann man so nicht beantworten viel mehr als :So ist die Natur,fällt mir da spontan nicht zu ein und dementsprechend ist dies auch nicht beeinflussbar.

Aber für eine korrekte Psychologische oder Philosophische Betrachtung bin ich nicht ganz der richtige :)

Lg

hertajess 04.10.2015, 02:13

 Kein Tier hat je eine Frage gestellt.

Das ist falsch! Viele Vögel haben schon Fragen gestellt. Ernsthafte Fragen. Aber gut: Die Frage nach der Todesart wurde nach meiner Erinnerung bisher nur dann gestellt wenn der Tod durch menschliches Experiment herbei geführt wurde. Bei Tieren. - Was auch nicht so ganz stimmt: Manches Tier zieht es vor von einer Klippe zu springen anstatt von einem Raubtier getötet zu werden. 

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Auch ein Neugeborenes kann mit der Geburt bereits seine Lebensaufgabe erfüllt haben. Da wir Menschen nicht fähig sind die jeweilige Lebensaufgabe auch nur andeutungsweise wahrzunehmen können wir uns dazu kein Urteil erlauben. 

Der Sterbeprozess verläuft nun mal je nach Erkrankung und je nach eigener Konditionierung unterschiedlich. Ich erinnere eine Krebspatientin die trotz höchster Dosis an Schmerzmitteln stundenlang vor Schmerzen schrie. Am Ende wurde sie erlöst. In einem solchen Fall kann nicht von einer Tötung gesprochen werden wenn ich gefragt werden sondern von Wahrung der Menschenwürde. Selbstverständlich im Einverständnis mit der betroffenen Person. Im geschilderten Fall wäre die Medizin fähig gewesen sie noch Jahre am Leben zu erhalten, aber unfähig ihr ihre Schmerzen zu nehmen. 

Hier handelt es sich um ein Extrembeispiel welches die Angst vor dem Sterbeprozess rechtfertigt. Nicht erst seit heute sondern seit es Altenheime gibt ist auch die Angst vor der Behandlung mehr als gerechtfertigt. Schläge waren schon vor Jahrzehnten Normalität in solchen Heimen. Heute gibt es relativ aktuelle Berichte über solche Zustände.  Am Bett gefesselt dahin zu vegetieren, vollgestopft mit Drogen unterschiedlichster Art und zwar so lange bis der Platz gebraucht wird um weiter verdienen zu können ist äußerst unlustig. Und damit beschreibe ich nicht den Ausnahmefall sondern deutschen Alltag. Einen Alltag der nur möglich ist weil deutsche Ärzte ihn möglich machen in Zusammenarbeit mit Subjekten die ebenfalls dadurch Geld verdienen. 

Angesichts geschriebener Fakten spielt es also zunächst mal keine Rolle ob wir Menschen eine natürliche Angst vor Unbekanntem haben oder nicht. Die zu erwartenden Umstände geben zu denken. Und Möglichkeiten diese Umstände abzustellen erscheinen entweder nicht vorhanden oder so kompliziert dass es der Besteigung des Mount Everest gleich kommt sie abstellen zu wollen. Und zwar einer Besteigung bei sehr ungünstigen Wetterverhältnissen. 

Hinzu kommt aber die natürliche Angst vor Unbekanntem. Diese ist von der Natur dazu vorgesehen uns vor Gefahr zu schützen. Sie lässt sich durchaus überwinden. Wer dazu fähig ist kann bei diesem Thema Glauben als Angstüberwindungshilfe nutzen. Glauben verhindert nachgewiesener maßen manches Schmerzempfinden. 

 

Ich denke, dass das WIE eine Möglichkeit des Menschen ist, sich überhaupt mit der Tatsache abzufinden, sterben zu müssen. Nach dem Motto: Wenn schon, dann am besten so!

Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass dem Tode nahe Menschen so gut wie nie die Fehler, die sie im Leben gemacht haben, bereuen. Sondern eher mit ungenutzten Chancen hadern. 

Kinder haben generell eine andere Einstellung zum Sterben. Es gehört für sie selbstverständlich zum Leben dazu und sie definieren ein würdevolles Leben nicht an dessen Länge sondern an intensiv erlebten, positiven Beziehungen.

ich sehe es so: die die angst zu sterben haben, haben jemanden oder etwas was sie vermissen/verlassen würden. Oder (so wie ich) möchten sie noch etwas erledigen vor dem abnippeln. Die art wie man oder nicht sterben möchte ist einfach die angst dass es schlimm wird

Wie Hanspetri schreibt haben alle ein Überlebenswillen, Kinder noch mehr als Erwachsene. Kinder haben auch noch anderen Schutz z.B. gegen Sonnenbrand. Bei erwachsenen werden einzelne Körperteile im Ernstfall mehr geschützt als Andere und es gibt auch Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Bei Männer werden die Füße mehr geschützt als bei Frauen, daß stammt noch aus der Steinzeit, deshalb haben Frauen auch mehr kalte Füße.

Aber Angst vorm sterben hat man wohl das erste Mal, bei einer echten Gefahr fürs Leben und ab dann macht man sich öfters und mehr Gedanken darüber. Aber Einfluß wie man stirbt hat man wohl nicht, obwohl das manchmal behauptet wird. Besonders Personen die ihren Geist zu 100% kontrollieren können, hätten so eine Einfluß. Z.B alte Japanische oder chinesischen Klosterbrüder und ähnliche Personen sollen das können.

sicherlich nciht ,,,dennoch ist es der weg des lebens ,,,das sterben ,,,wie wann und wo ist kaum selber zu bestimmen 

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