warum bekommt man krämpfe wenn man tollwut hat wenn man nur ein glas wasser sieht?

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4 Antworten

Das Virus moechte doch weiter verbreitet werden. Da sich im infektioesen Stadium die Viren vor allem im Speichel der infizierten Warmblueter befindet, waere es kontraproduktiv, wenn der infizierte Wirt Wasser trinken wuerde. Damit wuerde der Speichel verduennt und eine Uebertragung unwahrscheinlicher. Wird der infizierte Wirt davon abgehalten, Wasser zu trinken, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus im Falle eines Bisses uebertragen wird. Das Virus steuert sozusagen seinen Wirt so wie es zu seinem Fortbestand am guenstigsten ist.

all mächt wie in einem horrorfilm :O

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Pschyologische Studien an Tollwutkranken sind nicht möglich. FrauAntwort liegt wahrscheinlich richtig. Durst ,Erregung und beeinträchtigte Hirnfunktionen führen zu unkontrollierbaren Reaktionen. Betrachte es als Chaos im Gehirn, solange man nichts Genaueres weiss.

Du kannst im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit nicht mehr Schlucken. Das führt natürlich zu Durst. Siehst du dann Wasser, beginnt sofort der Speichel zu fließen, den du nicht schlucken kannst. Das führt zu Krämpfen im ?Kehlkopf, glaube ich.

Hab selbst noch mal geschaut, und habe diese erklärung bei Wikipedia gefunden: Die Lähmung der hinteren Hirnnerven (Nervus glossopharyngeus, Nervus vagus) führt zu einer Rachenlähmung, verbunden mit einer Unfähigkeit zu sprechen oder zu schlucken – dies ist während späterer Phasen der Krankheit typisch. Der Anblick von Wasser kann Anfälle mit Krämpfen des Rachens und Kehlkopfs hervorrufen. Der produzierte Speichel kann nicht mehr abgeschluckt werden und bildet Schaum vor dem Mund. Die Hydrophobie und die Schluckbehinderung verhindern die Verdünnung des Virus, was seine Virulenz erhöht.

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