Warum bekommen wir die Einkommenssteuer (nicht) zurück?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Mein rotes Auto fährt 130 und mein gelbes Auto fährt 210.....
Merkst du was? Das eine lässt sich mit dem anderen ohne nähere Hintergrundinformationen überhaupt nicht vergleichen.

Es lässt sich nur folgendes erahnen:
1. wenn Du bis Mai 2015 insgesamt 2.500 € verdient hast, dann sind darauf keine Steuern angefallen, ich schließe mal daraus das Du in den restlichen Monaten gute 15.000 € (sehr vage geschätzt) verdient hast und nicht den gröten Teil deiner gesamten gezahlten Steuern zurück bekommen hast, dass Du in dem Fall besser jemanden um Hilfe gebeten hättest der sich mit sowas auskennt. Ein Lohnsteuerhilfeverein macht sowas für 50Euro Jahresbeitrag. Das ist Geld das scih auf jeden fall doppelt und dreifach auszahlt wenn man selbst überhaupt nicht weiß was Steuern überhaupt sind.

2. Das gleiche empfehle ich auch Deinem Freund

3. sofern die Einspruchsfrist (1 Monat + 3 Tage ab Bekanntgabe des Steuerbescheid = das Datum auf dem Steuerbescheid) noch nicht abgelaufen ist, empfehle ich Euch DRINGEND einen unbegründeten Einspruch auszusprechen. Der Einspruch muss schriftlich erfolgen und kann ansonsten formlios sein. 

4. Ihr nehmt beide eine Kopie des Einspruchs, den Steuerbescheid und Eure Unterlagen die ihr Eingereicht habt, sowie alle Belege die vielleicht irgendwas mit der Steuer zu tun haben könnten (Versicherungen, Fahrkarten des Öffentlichen Nahverkehr, Belege über Berufsbekleidung sowie dernen Pflege und Reinigung, Arzt und Arzeneibelege, Kontoauszüge, Telefon- u. Handyrechnungen, kurz alles was auch nur im entferntesten mit Eurem Beruf, Eurer Gesundheit, Eurer Absicherung, Eurer Bildung oder der wahrnehmung Eurer Rechte zu tun haben könnte) und geht zum Lohnsteuerhilfeverein und lasst Euch helfen.

Das Einzige was ihr zuhause lassen könnt sind Kinokarten sofern ihr damit nicht Euren Chef eingeladen habt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich vermute mal - denn bei den wenigen Angaben kann man nur vermuten - dass dein Freund in Steuerklasse 1 ist und keine nennenswerten Ausgaben hatte, die im Zusammenhang mit seiner Arbeit stehen (Werbungskosten). 

In diesem Falle entspricht der Lohnsteuerabzug ziemlich genau der späteren Einkommenssteuerschuld.

Bei dir sah das anders aus. Du hast in fünf Monaten genausoviel Lohnsteuerabzug bekommen, als ob du das Gehalt zwölf Mal bekommen hättest. Du hast aber für das Jahr 2015 weitaus weniger bekommen, also war der Lohnsteuerabzug zu hoch. Bei der Einkommenssteuerermilltung wurde das berücksichtigt, was du im gesamten Jahr 2015 tatsächlich bekommen hast. Die Steuer daraus ist wesentlich geringer als aus dem zwölffachen deines Monatsgehaltes. Die Differenz hast du wiederbekommen.

Bei unterjährigen drastischen Gehaltsveränderungen lohnt sich die Einkommenssteuererklärung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wa soll das denn bedeuten, er bekommt 70 Euro zurück und muss noch 50 Euro bezahlen?

Man kann ja nur entweder was zurück kriegen oder was bezahlen, allenfalls bleibt es bei Null.

Und du hast doch wohl 500 Euro zurück bekommen, wieso schreibst du dann, dass ihr beide nichts zurück bekommt? Das versteht auch keiner.

Da wir eure persönlichen Verhältnisse nicht kennen, wissen wir auch nicht, ob euch eine Rückzahlung zusteht. 

Man kann nur annehmen, dass du nur wenige Monate gearbeitet hast in dem Jahr und daher dein Einkommen auf das gesamte Jahr gerechnet so niedrig war, dass gar keine oder nur wenig Steuern zu zahlen waren. Die Folge ist, dass du alles oder das meiste raus bekommst. 

Dein Freund hingegen hat wohl das ganze Jahr gearbeitet und hat wohl auch nicht wirklich viel abzusetzen. Daher war die Steuer ja bereits richtig entrichtet und dann gibt es ja auch keinen Grund für eine Erstattung. Er liegt zwar ganz knapp an der Grenze zur Steuer, vermutlich hat er auch gar nicht viel Steuern bezahlt. Dann kann man auch nicht viel raus kriegen. 

Die Steuer wird monatlich abgerechnet und es wird davon ausgegangen, dass man jeden Monat so viel verdient. Daher wird die Steuer bereits korrekt abgeführt, daher keine Erstattung. 

Hier kann man eben nur was zurück bekommen, wenn man Sachen abzusetzen hat, hohe Fahrtkosten z.B. (1000 Euro im Jahr an Fahrkosten sind bereits berücksichtigt, daher wirst sich nur alles darüber hinaus aus), Weiterbildungskosten, sehr hohe Krankheitskosten (auch hier gibt es ein hohe Eigenbeteiligung). 

Bei dir lag der Fall ja komplett anders. Monatlich muss man ab ca 970 Euro brutto Steuern zahlen,das war bei dir wohl der Fall. Wenn du dein Monatseinkommen x 5 nimmst und durch 12 teilst, bleibst du wahrscheinlich drunter oder bist nur knapp drüber. Folglich musstest du keine Steuern zahlen. Folge: du kriegst viel raus.

Für genaueres braucht man aber wirklich genauere Zahlen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei 12.000 € Jahresgehalt fallen kaum Lohnsteuern an, dementsprechend kann dein Freund auch kaum Steuern erstattet bekommen. Habt ihr ggf. die Steuererklärungen nicht richtig ausgefüllt, kann es auch zu Nachzahlungen kommen.

Leider blicke ich da gar nicht durch. 

Das ist wohl das Grundproblem. Wer lieber selber wurschtelt, dem ist auch nicht zu helfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es kommt darauf an, wieviel Kilometer man fährt. Und ab 9600€/ Jahr muss man auch mehr zahlen, dann ist es nämlich kein midijob mehr. Wenn man einen Job in der Nähe hat und normales Gehalt lohnt sich der Jahresausgleich nie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kevin1905
20.08.2016, 15:09

Das Einkommensteuergesetz kennt keine Midijobs.

Das ist ein Thema der Sozialversicherung.

3

Naja, die Einkommenssteuer die monatlich bedingt durch die Steuerklasse abgezogen wird, ist sowas wie eine vorauszahlung.

Man hat im Jahr einen Freibetrag von ~8000€, auf dem man keine Einkommenssteuer zahlen muss, da du vermutlich die voraus zahlung geleistet hast, hast du diese wieder zurück bekommen.

Dein Freund ist über dem Betrag und muss deswegen Steuern zahlen.

Ich hoffe ich konnte das halbwegs verständlich und fehlerfrei erklären.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Lohnsteuerabzug wird immer so vorgenommen als ob der Monatsverdienst jeden Monat eines Jahres erzielt würde.

Wenn man nur unterjährig arbeitet, ist die Chance dass man unter dem Grundfreibetrag bleibt natürlich größer, als wenn man 12 Monate ein gleichbleibendes Gehalt bekommen hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?