Warum bekommen Vögel keinen Schlag auf dem Strommast?

9 Antworten

Im Fernsehen wurde einmal gezeigt, wie in Amerika Höchstpannungsleitungen, die in Betrieb sind, gewartet werden.

Dort flog der Techniker im Helikopter an die Leitung ran und wurde abgesetzt. Allein durch die Kapazität zwischen Helokoptergesamtfläche und Erde kam es zu kleinen Funken, die auf die Schutzanzugoberfläche des Technikers prasselten. Ohne Schutzanzug wäre dieser Übergang vom Helikopter, der ja eigentlich nicht mit Erde verbunden ist, mit tödlichen Ausgleichsströmen verbunden. Das liegt ganz einfach an der hohen Spannung der zu wartenden Drähte und Seile. Ein Vogel hat sozusagen nur eine kleine Kapazität und die Potentialdifferenz (Spannung) zwischen den Krallen und Füßen des Tieres ist so gering, daß kein tödlicher Stromfluß über den Körper entsteht. Etwas kitzeln dürfte es dennoch bei 400 Kilovolt-Drähten.

Alles Quatsch! In amerikanischen Filmen explodieren auch Autos, als hätten sie 100 Kilo TNT an Bord. Wohin sollte den der Strom über den Schutzanzug fließen, wenn nicht zur Erde. Schließlich wird der Strom (ich meine jetzt die elektrische Ladung) bei der Erzeugung von der Erde getrennt (Ladungstrennung). Maximal eine statische Aufladung, die bei Abheben von der Erde entsteht(bekannt beim Aussteigen aus dem Auto), kann sich über den Schutzanzug entladen. Die Antwort von casualuser ist vollkommen richtig.

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@JoGerman

Hier noch die Quellenangabe: http://www.electhem.at/stammsei.htm http://www.n24.ch/tv/sendungen/wissen/ N24 Wissen" veranschaulicht Zusammenhänge und Funktionen aus Natur, Wissenschaft und Technik und macht auch Phänomene des Alltags verständlich. Wie wird eine Hochspannungsleitung gewartet? Warum bekommen Vögel keinen Stromschlag? Fragen, die das Wissensmagazin beantwortet und damit einen interessanten Einblick in Alltägliches und Außergewöhnliches aus unserem modernen Leben gibt.

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@JoGerman

Bei rein statischer Betrachtung ist das richtig, daß nur die Ladung, die der Helikopter mit seinem "Erdpotential" hat, beim ersten Übergang sich entlädt. Wir müssen uns aber vor Augen halten, daß diese Leitungen sich im Rhythmus der Netzfrequenz 50 oder 60 mal Pro Sekunde "umpolen" und sich jedesmal bis zum Spitzenwert aufladen. Der Helikopter hätte nun einmal über den Schutzanzug des Arbeiters Kontakt, dann wieder nicht, hätte er im Extremfalle die entgegengesetzt hohe Ladung. Das sich in etwa 30 cm Abstand bereits per Funkenbildung diese Umladungsprozesse ereignen, konnte man im Film gut beobachten. Man sieht auf dem "Südafrikafoto", daß eine permanente Verbindung besteht, die das verhindern soll.

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Fast alle Antworten hier aus dem Bauch "...keine Verbindung zur Erdung" aber hinterfragen tun es die wenigsten. Die Antwort ist: weil der Vogel KLEIN ist.

Der Mensch würde, wenn er sich an die Stromleitung oben setzt (oder besser hängt) genau so einen gewischt bekommen, als wenn er zu hause an die Steckdose fasst. Das hat (im Normalfall) wenig mit seiner Erdung zu tun, als mit seiner Körpergröße (Kapazität) und Wechselstrom. Im Normalfall ist der Mensch zu Hause mit seinen Gummisohlen, Parketboden, Trittschalldämmung, Ziegelsteinen usw. genau so wenig "geerdet", wie wenn er oben an einer Strommast-Leitung hängt.

auf dem mast schon mal garnicht. die masten selbst sind geerdet. hier kann nichts passiren... ich nehme mal an du meinst die blanken Leiterseile...

das ist eigendlich ganz einfach. der vogel berührt nichts anderes als das Leiterseil. desweghen kann der Strom nicht durch den vogel flißen, weil er nirgendwohin abfließt.

lg, Anna

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