Warum bekommen ostdeutsche Renter mehr Rente als Westdeutsche?

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11 Antworten

Der Osten bekommt schon über 25!Jahren mehr Rente als der Westen. Solidaritätsbeitrag wird auch nur für den Osten verwendet. Was wollen die noch alles? Möchte nicht wissen wieviel Milliarden der Osten uns schon gekostet hat. Meine Meinung.

Es ist wirklich so, dass über 80% der Frauen im Osten voll erwerbstätig waren und deshalb heute so viel Rente bekommen. Und die Männer sowieso. Arbeitslosigkeit gab es in der DDR nicht - im Gegenteil: wer nicht gearbeitet hat und dadurch z.B. seine Unterhaltspflichten nicht erüllt hat, wurde wegen asozialen Verhaltens verurteilt.

Hallo Edgar Niklaus,

ich vermute mal die kennst die Antwort selbst und willst nur etwas nachdenken lostreten, deinen sonstigen Finanzantworten zeugen ja von sehr viel Sachverstand;-)

Soweit ich weiß, haben die Ostdeutschen einfach mehr Beitragsjahre. Speziell die Frauen waren im Osten vor dem Mauerfall viel länger und häufiger Berufstätig. Und in die Berechnung für die Zeit vor der Vereinigung kann man ja schlecht einen Malus einrechnen, der die Ostarbeit niedriger bewerten als die Arbeit im Westen!

Zukünftig wird sich das aber (wie ich finde leider) ändern. Da im Osten derzeit deutlich weniger verdient wird, werden eben auch die Renten zukünftig niedriger ausfallen.

Grüße vinoveritas

Das mit dem Verdienst ist nicht ganz richtig.

Siehe hier: Wirtschaftsexperten erwarten keinen Aufschwung der Wirtschaft in den neuen Bundesländern. Eine Angleichung an die Wirtschaftskraft Westdeutschlands halten die Wirtschaftswissenschaftler für sehr unwahrscheinlich. Der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, vergleicht Ostdeutschland mit der Region Mezzogiorno in Süditalien. Auch diese Region ist seit Jahrzehnten von der wirtschaftlichen Entwicklung in Italien abgekoppelt. Besonders das hohe Lohnniveau, im Verhältnis zur Wirtschaftskraft, wird als Ursache genannt. Kaufkraft bereinigt liegen die Löhne in Ostdeutschland laut dem Institut für Wirtschaftsforschung in Halle bei 90 % des Westniveaus.

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@Niklaus

ich glaube du hast seine Antwort nicht richtig gelesen!

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@Mismid

Du hast meinen Kommentar nicht gelesen. In meinem Kommentar beziehe ich mich auf die Aussagen bezüglich des Verdienstes im letzten Satz.

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... Rentner in den neuen Ländern haben bei Eintritt in den Ruhestand im Schnitt 45,1 Jahre gearbeitet, im Westen 40,3 Jahre. Bei Rentnerinnen sind es 37 Berufsjahre im Osten, im Westen nur 26,1 Jahre. ...

Allerdings seien die Renten in Deutschland beim direkten Vergleich von zwei Arbeitnehmern mit 45 Beitragsjahren und Durchschnittsverdienst im Westen immer noch 142,20 Euro im Monat höher als in Ostdeutschland, wo ein entsprechender Beitragszahler auf einen Rentenanspruch auf 1033,65 Euro Standardrente im Monat kommt.
Quelle: dpa

Ich weiß nur, dass die Frauen in der ehem. DDR häufiger und länger berufstätig waren als im Westen und dass sie im Durchschnitt auch besser ausgebildet waren. Klar, dass dann am Ende eine höhere Rente herauskommt.

Zu der gestellten Frage wurde sicherlich schon genügend gesagt. Liest man die Antworten und Kommentare, habe ich den Eindruck, dass die Mauer in unseren Köpfen wieder da ist bzw. nie verschwunden war und momentan auf beiden Seiten noch höher wird. Nehme mich selbst dabei nicht aus und muss mich zügeln, den einen oder anderen aus den neuen Bundesländern nicht persönlich zu nahe zu treten. Vielleicht wäre es besser gewesen, es wären zwei deutsche Staaten geblieben, beide auf demokratischen Füßen. Evtl. würden die Menschen aus Ost und West sich heute besser verstehen. Die Bürger aus den neuen Bundesländern müssten sich dann allerdings einen anderen Buhmann als die Wessis aussuchen, wenn etwas im Argen liegt! Eins noch: Fest steht, dass unsere Eltern für unseren Wohlstand sehr hart gearbeitet haben, auch uns ist nichts geschenkt worden. Hier wurde gesagt, die BRD ler hätten einfach nur Glück gehabt. Das stimmt nur insofern, dass wir in einer Demokratie aufwachsen konnten, was aber nicht heisst, dass wir bis zur Wiedervereinigung in einem Schlaraffenland lebten. Tatsache ist allerdings auch, dass es uns noch nie so schlecht ging wie heute!! Bezüglich der Berufsbezeichnungen hat JoachimRadünzel Recht! Komme im Moment nicht auf die jeweiligen Berufe!

Ich bin jetzt wirklich neugierig. Bitte überlege noch mal und sag mal paar solche Berufsbezeichnungen. Ich lerne immer gern noch was dazu. Bist Du möglicherweise der Meinung das im "Osten" nicht hart gearbeitet werden musste (muss) ?

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@Franzjaeger39

Absolut nicht! Will auch wirklich niemandem zu nahe treten! Wegen der Berufsbezeichnungen melde ich mich noch mal! Sind ja nun auch inzwischen viele Jahre vergangen! Weiss es von Verwandten in Thüringen! Evtl. muss ich dort noch mal nachfragen!

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Ich bin bei der Wende in den Osten gezogen und lebe jetzt hier.
Schon nach kürzester Zeit habe ich festgestellt, dass die imposanten alten Berufsbezeichnungen bei den Rentenanpassungen in vielen Fällen viel zu hoch bewertet wurden.
Wenn Ihr mal nachfragt, werdet Ihr schnell merken, wie übertrieben die Berufsbezeichnungen hier klingen. Meine häufige Reaktion war und ist : "Donnerwetter, was ist das denn für eine Tätigkeit?"

Kannst Du mal ein Beispiel geben was das für Berufsbezeichnungen sein sollen. Es ist doch nichts hochtrabender als das was aus dem Westen gekommen ist.

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@Franzjaeger39

Also wenn ich heute höre das man aus der guten alten Krankenschwester eine Gesundheitspflegerin gemacht hat, dann denke ich das eher andersrum ist.

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ich muss erst einmal dem beitrag von vinoveritas recht geben.

außerdem habe ich langsam den anschein, du willst mit deinen vielen fragen nach ost- und westdeutsch hier eindeutig provozieren.

ich kann dir aber trotzdem noch einen entscheidenden punkt nennen, den auch erendi bereits genannt hat, nämlich dass die frauen der ehemaligen ddr gearbeitet haben und nicht nur zu hause gehockt haben und ihr leben auf kosten ihrer männer genossen haben.

diese frauen haben nebenbei noch kinder, die heute steuerzahler und rentenbeitragszahler sind, großgezogen.

sie haben sich ihre jetzige rente selber verdient, sie bekommen nichts geschenkt!

dann gab es in der damaligen ddr die möglichkeit, durch eine sog. zusatzrente einen erheblichen mehrbetrag für die spätere rente einzuzahlen.

dieser mehrbetrag macht sich natürlich bei der rente bemerkbar und ist mit zahlungen belegt und kein geschenk!

außerdem werden renten auch nach beitragsjahren errechnet und diese menschen haben eben mehr beitragsjahre, weil sie früher begonnen haben zu arbeiten und länger gearbeitet haben.

ich finde das vollkommen in ordnung, dass jeder seine rent bekommt, so wie er sie sich erarbeitet hat.

egal woher jemand stammt!

Wer gibt dir das Recht mich hierzu beurteilen? Lass bitte deine Pauschalierungen und bleibe sachlich . Wieso viele Fragen? Ich habe gestern eine Frage nach der Einheit in den Köpfen gefragt.

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@Niklaus

edagr,aus deinen fragen sehe ich eindeutig heraus, dass du eine abneigung gegen die ehemaligen ddr-bürger hast.

mal fragst du nach, für was wir eigentlich solizuschlag bezahlen, dann was der solidarpakt und der solizuschlag gemeinsam haben oder unterscheidet, immer in richtung ehemalige ddr. das sogar mehrfach, dass es ja keiner übersieht.

jetzt bemängelst du einen angeblichen rentenunterschied.

ich finde einfach, man sollte nach der zeit endlich mal akzeptieren, dass es so ist und damit basta.

die leute haben sich ihr schicksal nicht ausgesucht, es hätte ebenso gut die bayern treffen können.

alle die in der brd aufgewachsen sind und gelebt haben hatten einfach glück, mehr nicht. selbst dazu getan hat keiner was, es hätte auch anders herum kommen können. das sollte jeder bedenken!

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@xyungeloest

Ich habe keine Abneigungen gegen die ehemaligen DDR Bürger. Ich habe nur etwas gegen Ungerechtigkeit. Der Solidaritätszuschlag wird im Osten verfassungswidrig verbraucht und die Rentner bekommen Rente aus einer Kasse in die sie nichts eingezahlt haben. Dann auch noch mehr als die die Zeche bezahlt haben. Ist das gerecht?.

Das richtet sich nicht gegen die Bürger sondern gegen die Politiker die dies zu verantworten haben.

Was mich allerdings aufbringt, ist die Ostalgie mit 30 % Wählerstimmen für die PDS.

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@Niklaus

Das hat mit Ostalgie nichts zu tun, jeder hat das Recht eine legal gegründete und bestehende Partei zu wählen (siehe Grundgesetz), wenn er der Meinung ist, sie vertritt seine Interessen am besten. Die CDU/CSU-Wähler werden ja auch nicht verurteilt, nur weil die Kirche in der Vergangenheit Krieg gegen andere Religionen geführt hat.

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@Salems

@Salems: SED, PDS, Linke ich muss mich wundern. Alles vergessen - oder? Schießbefehl, Bespitzelung durch Stasi, eingeschränkte Reisefreiheit.... reicht das?

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@Niklaus

Edgar, lass gut sein. Du verrennst Dich boes daneben. Was haben Renten mit Schiessbefehl zu tun. Gestern war. Heute ist heute.

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@Bruno

@ Bruno: In meinem Kommentar ging es um die Ostalgie

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@Niklaus

„Hexenhammer“, Inquisition, Verstrickung der katholischen Kirche in den Holocaust (Shoah), Kreuzzüge... reicht dir das? willst du sagen, dass auch alle ehem. WASG-Mitglieder für die Stasi gearbeitet haben?

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@Niklaus

edgar, von welcher zeche und von welcher ungerechtigkei sprichst du?

es ist ja nicht so, dass die ddr gar nix in die einheit eingebracht hätte, auch da gab es produktionstätten, wissenschaftler ect.

oder was meinst du wer für quelle, neckermann und co. die billigen waren produziert hat, die in der brd mit begeisterung gekauft wurden?

leider wurde dies ja von einigen cleveren brd- geschätsleuten alles platt gemacht und es wurde sich schamlos gesundgestoßen.

eine zeche hat die ddr schon weit früher abgezahlt, für sie gab es nämlich nach dem 2. weltkrieg ( der ja wohl von gesamtdeutschland ausging ) keinen marshallplan.

die ddr muste die reparationskosten an die alliierten alleine schultern, als bereits in der brd der wirtschaftsboom voll im gange war.

in der zeit wurde die ddr zur wiedergutmachung der kriegsschulden ausgeblutet,z. bsp. die erzminen und das uran wurde genommen. und was gab die brd? nix !

im gegenteil sie bekamen hilfe.

bezüglich der wählerstimmen für die pds, kann ich dir versichern, dass diese stimmen nicht nur aus dem ostlager kommen.

ich habe 3 jahre in baden-württemberg in einer gemeinde gearbeitet.

dort war ich u. a. zur letzten bundestagswahl auch als wahlhelferin eingesetzt.

du wirst es nicht für möglich halten, aber dort stimmte ein sehr großer teil der bevölkerung für die linken. und das waren keine neubundesbürger, es waren einheimische.

was die sich wohl dabei gedacht haben ?

ich will mich auch nicht mit dir streiten, es hat jeder seine meinung, aber man sollte für die jetzige lage der republik, nicht alleine den ostdeutschen die schuld zuweisen.

und etwas mehr toleranz und nicht so viel futterneid und missgunste stünden jedem zu gesicht.

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Warum reagierst Du so aggressiv? Findest Du die Frage unberechtigt?

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Hab ich noch nie gehört, ich denke die bekommen noch weniger.

Ost-Renten im Schnitt höher Die tatsächlich ausbezahlten Renten von Ostdeutschen waren im Vergleich zu denen von Westdeutschen noch nie so hoch wie im vergangenen Jahr Ostdeutsche Männer bekamen bei einem Renteneintritt von 65 Jahren im Jahr 2005 durchschnittlich eine „Regelaltersrente“ von 1127 Euro ausgezahlt, während es bei westdeutschen Männern 781 Euro waren, wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Daten des Deutschen Rentenversicherungs Bundes berichtete. Das ist ein Unterschied von 44,3 Prozent. Bei den Frauen habe der Abstand sogar 72,7 Prozent betragen. Quelle: Focus Money Finanzen

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@Niklaus

Ich werde Dir morgen oder übermorgen darauf antworten. Die Zahlen scheinen mir etwas "merkwürdig"

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@Niklaus

Also, ich habe vor einiger Zeit Zahlen gelesen, die aber ganz anders aussahen. Leider finde ich nicht mehr, wo das stand. Aber ich selber bin jetzt mit 60 in den Ruhestand gegangen und bekomme weitaus mehr als Ihr Durchschnitt bei 65. Gruß HelmutRn

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Ist das so? Ich habe da aber andere Erfahrungswerte.

Die bekommen weniger, weil es die Politik so bestimmt hat.

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