Warum bekommen Frauen weniger Gehalt?

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13 Antworten

Sie sind zu wenig selbstbewusst und verlangen nicht mehr/kämpfen nicht richtig darum.

Sie sind nicht konsequent am Karriere verfolgen wie die Männer, sprich sie wechseln den Job nicht bzw drohen es nicht Mal an, wenn sie nicht befördert werden oder nicht mehr Lohn bekommen. Das ist vermutlich einer der wichtigsten Gründe.

Es wird nicht in sie investiert,weil angenommen wird, dass bald Kinder kommen und die Produktivitaet sinkt bzw hohe Kosten und Aerger wegen Mutterschaftsurlaub auf die Firma zu kommt.

Konzentration auf den Nachwuchs statt Karriere, deshalb im Vergleich schlechte Arbeitsleistung.

Mehr Fehlstunden, weil Kindekrippebetreuung nicht funktioniert bzw Frau los geht, wenn Kinder krank sind. Nein Männer sind in der Regel nicht die, die Fehlen, die treiben die Karriere voran. Also wer bringt der Firma mehr?

Frauen entscheiden sich oft gegen höhere Positionen, weil Geld und Karriere weniger wichtig für sie sind wie zb Familie, Kinder, Freizeit.

Hartes Leben als Frau an der Spitze, bewusstes Mobbing und Diskriminierung in bestimmten Berufen und damit Verdammung zu schlechteren Ergebnissen für Durchschnittsfrauen im Vergleich zu Durchschnittsmännern. Sehr talentierte Frauen können trotzdem sehr erfolgreich sein, gerade weil sie eine Frau sind.Sie können die Sache für normale Frauen aber schwieriger machen, weil es dann heisst: Geht doch! Es gibt keine Diskriminierung. Nicht besonders toll, die einsame Kämpferin zu sein. Dennoch öfnen die talentierten Frauen die Türen, weil Männer lieber mit ihr wie Männern zusammenarbeiten (zb wegen höherer Sozialkompetenz, fairerer Zusammenarbeit).

Es gibt wenig weibliche Vorbilder, vor allem solche die Karriere und Kinder unter einen Hut bringen ohne eine Superfrau zu sein. Wer will schon Superwoman spielen.

In der CH: Hinterrücke Sabotage an den Frauen mit fehlenden Ganztagesschulen, perversen Schulzeiten, fehlenden und zu teuren, zeitlich kaum flexiblen Krippen, Kinder die bei Krankheit oft (!) zur Betreuung heimgeschickt werden, undurchdringliche gläserne Decke nach oben, vor allem im Vergleich zu Fortschrittlicheren (also fast alle anderen) westlichen inkl. Macho Länder.

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Lt. statistischem Bundesamt verdienen Frauen durchschnittlich 22 Prozent
weniger als Männer in vergleichbaren Positionen.

Als Ursache für Geschlechterunterschiede beim
Verdienst wird allgemein eine anhaltende Diskriminierung von Frauen auf
dem Arbeitsmarkt angenommen – ähnlich wie in der Diskussion um den
geringen Frauenanteil in Führungspositionen.
Das aber glaube ich persönlich weniger.....

Der geringere Frauenanteil in Führungspositionen
ist nach einer Studie des Frankfurter Soziologen Fabian Ochsenfeld zum
Teil durch die Geschlechtsunterschiede bei der Studienfachwahl zu
erklären.

Junge Frauen studieren tendenziell Fächer, die sie
weniger für Karrieren in der freien Wirtschaft qualifizieren, nämlich
Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften sowie
Lehramtsstudiengänge.

Die „typisch“ weiblichen Berufe (z. B. Sekretärin, Verkäuferin,
Erzieherin) meist zu den Berufen mit den geringsten
Verdienstmöglichkeiten zählen. Hinzu kommt, dass in „frauentypischen“
Berufen (v. a. im Büro- und Dienstleistungsbereich) aufgrund der
überwiegend schulischen Ausbildung kaum Weiterbildungs- und
Aufstiegsmöglichkeiten bestehen. In „männertypischen“ Berufen (z. B. in
Industrie und Handwerk) sind die beruflichen Perspektiven durch die
hauptsächlich betriebliche Ausbildung dagegen deutlich besser.

Noch entscheidender als die Fächerwahl ist nach
Ochsenfeld aber etwas anderes: Die meisten Frauen reduzieren mit der
Geburt von Kindern ihr berufliches Engagement zu Gunsten der Familie.
Dazu kommt: Traditionell förderte die Familienpolitik in Deutschland das
Fernbleiben von Müttern aus der Arbeitswelt

Ein bedeutende Ursache für die Einkommensunterschiede sind die
beruflichen Unterbrechungen von Frauen in der Familienphase. Frauen
erreichen deshalb oft keine derart lange Betriebszugehörigkeit wie
Männer und erhalten kaum die Möglichkeit, in eine obere Gehaltsstufe zu
kommen. Auch die Elternzeit-Regelung für Männer ändert an diesem Umstand bislang nichts: Denn in den meisten Familien ist es selbstverständlich, dass der besser verdienende Partner – also der Mann – weiterhin arbeiten geht, um Einkommenseinbußen für die Familie zu vermeiden.

Des Weiteren verhalten sich Frauen in Gehaltsverhandlungen
zurückhaltender und wechseln seltener ihre Arbeitsstelle, um ein
besseres Gehalt zu bekommen. Frauen sind deshalb aber nicht generell
unflexibler als Männer. Grund dafür ist vielmehr, dass die meisten
Frauen froh sind, eine Stelle gefunden zu haben, bei der sie
Berufstätigkeit und Familienleben vereinbaren können, und diesen Vorteil
nicht verlieren wollen.

Einer der Gründe für den Lohnunterschied sind eineinhalb Jahrhunderte konservativer Gesetzgebung in Deutschland. Sowohl bei Bismarck im Deutschen Kaiserreich als auch unter 
Adenauer nach dem Zweiten Weltkrieg sahen die Gesetze und auch die Gesellschaft den Mann als Alleinverdiener vor. Frauen überbrückten die Zeit bis zur Heirat mit sozialen Berufen ohne Karriereperspektive.

Unter anderem sehe ich persönlich jedoch auch eigene Überzeugungen von Frauen über den Wert ihrer Arbeit und Person als sehr entscheidend und wirkungsvoll.
Frauen bewerten sich und ihre Arbeit selbst oftmals bzw. zu häufig als zu minderwertig.
Liest sich weniger geschmeidig, aber etwas Eigenverantwortung sollten wir Frauen vielleicht schon auch übernehmen, nicht nur einfach Schulzuweisungen machen, Schuldige suchen, denn mit Eigenverantwortung hätten wir höhere Chancen an den unerwünschten Umständen etwas zu ändern!!!

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Die Bestrebungen um Emanzipation sind, je nach dem wie man rechnet, erst 100 - 200 Jahre im Gange.
Dafür sind wir schon ziemlich weit gekommen. Also Geduld. Wir kommen langsam aber gewaltig und unaufhaltsam.

Wie gesagt, die Emanzipation der Frauen ist schon ein gutes Stück weit gekommen, aber mit der Efrauzipation der Männer hapert es noch.
Vielleicht sollten sie mehr Männergruppen bilden, um sich auszuheulen. So haben Frauen das auch gemacht und das war sehr erfolgreich.

Emanzipation ist nahe der Verwirklichung, wenn nicht die außergewöhnlich befähigte und leistungsbereite Frau in den Vorstand von DAX Unternehmen aufsteigt, sondern eine Lusche von Frau so selbstverständlich da sitzt, wie die Lusche von Mann, über den sich keiner aufregt.

PS: Ich habe während des Studiums u.a. als Putzfrau gearbeitet. Selbst da haben die wenigen Männer mehr verdient, als die Frauen und sie stiegen ohne sichtbare Mehrleistung schnell zum Vorarbeiter auf.

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Kommentar von 2AlexH2
08.03.2017, 11:09

Nein das sehe ich nicht so. KEINE Geduld. Ich kenne viele Frauen die bekommen einen ausgezeichneten Lohn. Diese haben ihn aber ganz einfach knallhart gefordert, weil sie der Meinung sind sie verdienen es.
Das ist die Haltung praktisch aller Männer.

Genauso wenig forder Frauen eine Beförderung. Die kommt nicht alleine, genauso wenig wie die Gehaltserhöhung. Frauen diskriminieren sich durch ihre lauen Forderungen selber. Bosse wissen sehr wohl was sie an den Frauen haben und freuen sich, dass diese extrem gut arbeiten und noch dazu keine angemessenen Löhne und Stellungen fordern.

Die Mehrheit der Frauen akzeptieren aber tiefe und frech tiefe Löhne OHNE zu Murren, obwohl mehr möglich waere.

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Weil wir eben immer noch weit davon entfernt sind, dass tatsächlich Gleichberechtigung vorhanden ist.

Frauen müssen auch weit leistungsfähiger in ihrem Job sein, wenn sie eine Führungsposition begleiten möchten.

lg Lilo

Da brauche ich nur in die Autowerkstatt zu fahren, da wird man als Frau komisch angeguckt, wenn man sagt, es liegt am Lüfter, dass das Auto so heiß wird. Sagt das ein Mann, glaubt man ihm das sofort.

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Im Grunde ist es eine gewachsene Sache vermute ich. Frauen lassen sich viel zu schnell auf die Schiene bringen unendlich dankbar zu sein überhaupt Geld verdienen zu dürfen. Sie gehen hin und verlangen weniger - prinzipiell schon einmal. Das mag nicht bei jeder Frau so sein und auch nicht immer aber der Großteil. Wenn Arbeitgeber merken, dass selbst Qualifikation zum besseren Preis zu haben ist dann halt so. Wobei man natürlich für das Risiko das Frau Kinder kriegen könnte natürlich auch noch gefühlt etwas abzieht. Alles nicht so einfach.
Es wäre absolut schön, wenn auch Arbeitgeber an die Zukunft denken würden. Denn natürlich sind Kinder die gezeugt werden hinkünftig auch potentielle Kunden und/oder Mitarbeiter. Aber natürlich nur, wenn sie Ausbildung genießen dürfen.
Meiner Meinung nach wird das Alles noch eine Weile dauern. Es wird noch dauern bis auch in den Köpfen der Frau selbst angekommen ist, dass sie ebenso wertvoll in ihrem Job sind wie ein gleich ausgebildeter Mann - AUCH und vor allem deswegen weil sie auch Kinder kriegen könnten. Es gibt Länder, wo diese Weisheit schon angekommen ist - dort ist auch der Einkommensunterschied bei weitem nicht so groß.

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Kommentar von Emma60
08.03.2017, 13:56

Und welche Länder sind das im speziellen?

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Ist das überhaupt so?

Bei gleichen Voraussetzungen und gleicher Arbeit wage ich zu bestreiten, dass Frauen wirklich grundsätzlich weniger Gehalt bekommen.

Bei der Masse an Frauen gegenüber der Masse an Männern wird das aber so sein. Dafür gibt es viele Gründe.

- Frauen arbeiten häufig in sogenannten Frauenberufen. Die sind überdurchschnittlich schlecht bezahlt. Hier müsste gehandelt werden.

- Frauen arbeiten deutlich mehr in Teilzeit. Teilzeit bedeutet natürlich auch weniger Gehalt.

- Frauen haben häufiger Unterbrechungen (wegen der Kinder), was sich natürlich auch auswirkt

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Kommentar von Dackodil
08.03.2017, 08:25

Ja, das ist so.

Bei Vergleichen, die um alle von dir genannten Faktoren bereinigt sind, stellt man fest, daß Frauen bei gleicher Position, gleicher Arbeitszeit, gleicher Ausbildung usw. durchschnittlich 23 % weniger verdienen Punkt

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Die Gleichberechtigung der Frau ist bei den Gehältern immer  noch nicht angekommen.

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Das hat sicher viele Gründe. Der im konkreten Fall Wichtigste, ist vermutlich, dass sie es mit sich machen lassen.

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Kommentar von LiselotteHerz
08.03.2017, 08:08

Das ist nun wirklich Unsinn, was soll Frau denn machen, wenn sie dringend einen Job braucht und ihr wird beispielsweise ein Stundenlohn von 20,- Euro angeboten und später erfährt sie von männlichen Kollegen, dass diese für die gleiche Tätigkeit 5,- Euro mehr bekommen. Kündigen? Dann hat sie keinen Job mehr.

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Frauen bekommen nicht weniger Gehalt.

Die Löhne sind gesetzlich und tariflich geregelt. Frauen und Männer bekommen für die gleiche Arbeit also das gleiche Geld.

Aber viele Frauen arbeiten nur halbtags.

Und es gibt Berufe, die sehr hart und/oder gefährlich sind und deswegen entsprechend gut bezahlt werden. In diesen Berufen arbeiten aber fast nur Männer.

Im Durchschnitt sieht es dann auf den ersten Blick so aus, dass Frauen weniger Gehalt bekommen.

Das stimmt aber nicht.

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Kapitalismus ist so: entweder du nimmst die Arbeit und die Bedingungen an oder nicht. In der DDR gab diese Probleme nicht, aber das will ja keiner wissen.

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Kommentar von 2AlexH2
08.03.2017, 11:17

Das war das beste am Kommunismus, die tatsächliche Gleichberechtigung inkl. zur Verfügung gestellte Krippe und Ganztagesschulen.

Im Prinzip ist das ein Rückschritt. Bitte ddr ler bringt euch in die Politik ein, ein bischen mehr davon könnte die Welt brauchen.

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jammern auf hohem Niveau. Vielleicht sollte man erstmal West und Ost gleich setzten vom Gehalt.... Danach gleich an zweiter Stelle kommen die Frauen gerne drann.

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Kommentar von 2AlexH2
08.03.2017, 11:14

Ich seh schon klare Prioritaeten wie man das von einem Mann typischerweise erwarten darf.

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Kommentar von Franzmann0815
08.03.2017, 12:05

In Sachsen (in meiner Region) bekommt man durchschnittlich 50% weniger Gehalt für die selbe Arbeit als im Westen. Würde man das Angleichen hätten die Frauen genauso was davon. Daher liegt meine Priorität nicht bei der gleichberechtigung von man und frau, sondern bei der Gleichstellung von West und Ost.

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..weil Frauen eigentlich nicht dazu da sind, um zu arbeiten. Sie sollten sich um den Haushalt und um die Kinder führen. Wenn sie irgendwann genau so viel wie die Männer kriegen würden, dann würden manche lieber arbeiten gehen und dann den Haushalt etc. vernachlässigen!

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Kommentar von Dackodil
08.03.2017, 08:42

Laß mich raten, du bist im vorletzten Jahrtausend geboren.

Haushalt usw. ist für dich also keine Arbeit?!

Sie gehen arbeiten, obwohl sie weniger kriegen, als die Männer und machen den Haushalt zu 90% auch noch mit.

Sollte doch Ehrensache für die Kerle sein, daß sie dem "schwachen" Geschlecht nach Kräften die schwere Arbeit erleichtern.
Dann ist aber komischer Weise nicht mehr vom schwachen Geschlecht  die Rede.

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Kommentar von Kitharea
08.03.2017, 10:00

Wie alt bist du ? 78?

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Weil sie es lange gewöhnt sind, gar kein Geld für ihre Arbeit zu bekommen.

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