Warum bekommen Eltern keine Unterlagen über den aufenthalt der Tochter in der Kinderpsychatrie

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10 Antworten

Kläre das mit deiner Krankenkasse! Oft meinen die Ärzte auch, Röntgenbilder würden in die Praxis gehören. Falsch! Nach einem Anruf bei meiner Krankenkasse stand fest, die Unterlagen gehören mir (immerhin zahlt sie die Krankenkasse für mich!). So wird es sich auch mit den Unterlagen eures Kindes verhalten. Die Krankenkasse hilft euch!

Für bestimmte Teile der Akte wie Röntgenbilder stimmt das auch. Aber selbst verfasste Texte in der Akte sind Eigentum des Verfassers! Aber der Inhalt darf nicht verschwiegen werden. So ist auf Antrag eine Akteneinsicht möglich. Auch Arztberichte können angefordert werden.

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Die Herausgabe ist tatsächlich nicht gestattet. Du hast aber das Recht auf EINSICHT in die Akte. Normal bekommt der Kinderarzt einen Bericht von der Klinik. In diesem sollte eigentlich alles wichtige stehen. Wenn dieser Bericht für die Testung wichtig sein sollte, dann holen sich die Leute den selber. Dfür musst du nur eine Erklärung über die Entbindung der Schweigepflicht ausfüllen und unterschreiben.

Die Eltern bzw. das ab 16-jährige Kind entscheiden, wer einen Arztbericht bekommt und wer nicht. Das gilt auch für den Erstbericht. Der kann - muss aber nicht - an den Kinderarzt geschickt werden. Es kann auch der Hausarzt sein oder ein Facharzt für Psychiatrie usw. Die Klinik darf nicht einfach irgendwohin den Arztbericht schicken, sondern muss vorher fragen, wer ihn bekommen darf und wer nicht. Und die Eltern sollte auch einen Durchschrift verlangen! Man kann - muss aber nicht von der ärztlichen Schweigepflicht entbinden. Man kann auch den Arztbericht selber individuell weitergeben.

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Die Einsicht in die Befunde des Kindes kann den Eltern nur versagt werden, wenn es dem Kind schaden würde. Es muss doch wenigstens einen Arztbrief für den Hausarzt geben bzw. kann von diesem angefordert werden, den die Eltern dann einsehen könnten. Ansonsten ist die Haltung der Klinik schon ungewöhnlich.

Die Einsicht in die Befunde des Kindes kann den Eltern nur versagt werden, wenn es dem Kind schaden würde.

Gibt es solch einen Passus im Gesetz? Und wer entscheidet dann, was dem Kind schaden würde? Die Haltung der Klinik ist keineswegs ungewöhnlich, sondern üblich.

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@FrauMutter

Schweigepflicht bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen

Die noch vereinzelt vertretene Ansicht, bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen bestehe keine Schweigepflicht gegenüber Eltern bzw. gesetzlichen VertreterInnen oder Schweigepflichtsentbindungen gegenüber Dritten könnten nur von den Eltern erteilt werden (z.B. Berns 1998, S. 412) ist insoweit unzutreffend, als sie pauschal für Minderjährige formuliert wird. Zwar besteht eine aus dem Erziehungsrecht der Eltern (vgl. Art 6 Grundgesetz, §§ 1626, 1631 Bürgerliches Gesetzbuch) abgeleitete Offenbarungspflicht der schweigepflichtigen Personen im Hinblick auf die ihnen von Minderjährigen anvertrauten Informationen, diese ist jedoch durch das Selbstbestimmungsrecht des Kindes – welches ab dem 14. Lebensjahr einsetzt – begrenzt (vgl. Pulverich 1996, S. 273; BverfG 1982, S. 387 ff). Da die hierfür notwendige Einsichts- und Urteilsfähigkeit in diesem Alter in der Regel vorliegt, ist die Weitergabe von Informationen und Geheimnissen an Eltern oder dritte Personen nur mit ihrer ausdrücklichen oder konkludenten Einwilligung zulässig. Der verfassungsrechtlich geschützte Informationsanspruch der Eltern (abgeleitet aus Art. 6 Abs. 2 Satz 12 Grundgesetz) tritt hier mit der zunehmenden Fähigkeit des Kindes über die es betreffenden Angelegenheiten selbständig zu bestimmen zurück. In Ausnahmefällen wird man dies auch für jüngere Kinder annehmen können, wenn durch die Information der Eltern oder eines Elternteils das Kindeswohl gefährdet ist. Dann "(...) kann es im Interesse des Kindes geboten sein, daß der Berater auch den Eltern gegenüber schweigt, um den Heilerfolg nicht zu gefährden und das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem Kinde nicht in Frage zu stellen" (BverfG 1982, S. 384) [2]. Wie grundlegend die Frage der Einwilligungsfähigkeit ist, macht ein (juristischer) Aufsatz aus dem Jahr 1999 deutlich (Rothärmel et al. 1999), der die Benachteiligung Minderjähriger durch das Informed-Consent-Konzept und die daraus resultierende Mißachtung ihres Persönlichkeitsschutzes problematisiert.

Im Sozialgesetzbuch können Minderjährige rechtserhebliche Erklärungen abgeben, soweit sie über die notwendige Einsichts- und Urteilfähigkeit verfügen (siehe oben), spätestens jedoch, wenn sie das 15. Lebensjahr vollendet haben (§§ 36 Abs. 1 i.V.m. 33a SGB 1; Gerlach 2004 b, S. 328).

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wenn das kind nicht volljährig ist hat die klinik die unterlagen zur einsicht zur verfügung zu stellen.rede noch einmal mit der klinik und wenn das nicht hilft dann drohe damit das du dich an die kk wendest und an die ärztekammer.

Wie alt ist denn die Tochter? Ab 16 besteht die Schweigepflicht der Ärzte auch den Eltern gegenüber. Ansonsten kann man einen Arztbericht verlangen, aber nicht die Herausgabe der Akte (selbstverfasste Texte, Arztberichte, Befunde etc), da diese Eigentum der Klinik ist.

die akte ist nicht eigentum der klinik sondern des "auftraggebers". das sind hier die eltern.

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@mathias041966

Ich hatte das Problem auch einmal. Röntgenbilder usw. gehören dem Patienten. Aber alles, was durch die Angestellten der Klinik selber verfasst wurde, ist deren Eigentum. So muss die Akte selber nicht herausgerückt werden, aber der Inhalt darf natürlich nicht verschiegen werden. Bestenfalls kann man die Einsicht beantragen! Bei ab 16-jährigen Kindern müssen diese aber zustimmen!

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an die eltern muessen die unterlagen herausgegeben werden. macht die klinik das nicht am besten über einen anwalt anfordern.

auch kopien der befund sind von der klinik anzufertigen die aber dann eventuell kosten verursachen.

Das kann nicht sein...ihr seit die Eltern, somit die gesetzlichen Betreuer. Die müssen die Unterlagen rausrücken.

müssen sie nicht. Die Sind Eigentum der Klinik. EINSICHT ist gestattet --- mehr nicht

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@beast

Natürlich haben die Eltern von unter 16-jährigen Kindern ein Recht auf Infos! Das wäre ja noch schöner, wenn gerade sie hier nichts erfahren dürften. Sie haben ein Recht auf Akteneinsicht und auf die Herausgabe einer Kopie des Arztberichtes. Auch bestimmte Inhalte der Akte (z.B. Röntgenbilder) müssen herausgegeben werden. Aber die Akte selbst ist und bleibt Eigentum der Klinik.

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geh zum anwalt und lass akteneinsicht beantragen

Akteneinsicht kann man auch ohne Anwalt beantragen.

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Am bestenst fragst den Arzt der deine Tochter behandelt habe.Ich kann mich aber nicht vorstellen ,dassda so ein Gesetz gibt.

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