Warum bekomme ich so unfassbar schlecht Luft und das Atmen fällt mir schwer?

7 Antworten

WICHTIG: Lass das nicht auf sich beruhen, gehe zu anderen Ärzten oder ins Krankenhaus (mehrere Fachärzte auf einem Haufen)! Wenn der zweite Arzt nichts findet, gehe zum dritten. Manchmal kommen Ärzte nicht auf bestimmte Diagnosen und Untersuchungsergebnisse können auch falsch sein.

 In einem Fall vermute ich, dass eine Zahl vertauscht wurde (Sauerstoffsättigung im Blut sollte bei 95% liegen, zwei Monate später verstarb der Betroffene an Sauerstoffmangel - ich vermute, dass die Sauerstoffsättigung im Blut, die immer schon schlecht gewesen war, bei der Untersuchung bei 59% lag und entweder jemand die Zahl falsch abgelesen hat oder nicht glauben konnte, dass das Ergebnis so niedrig war und die Zahl daher gedreht hat).

Ich selbst brauchte ein Jahr und drei Anläufe, um eine Diagnose zu finden (Arzt 1: Sie simulieren! Arzt 2: Sie simulieren nicht, aber ich finde auch nichts. Arzt 3: Verkanteter Wirbel, ich renke Sie kurz wieder ein - da waren die Symptome dann weg. Vorher konnte ich teilweise vor Schmerzen nicht schlafen oder plötzlich nur langsam oder gekrümmt laufen. Bis ich mich überwand, Arzt 3 aufzusuchen, habe ich sehr an meiner Wahrnehmung gezweifelt, daher: Immer weiter suchen! Und  - nicht am Montag kommen. Dann könntest du als jemand angesehen werden, der sein Wochenende verlängern möchte. :-/).

ich vermute, dass die Sauerstoffsättigung im Blut, die immer schonschlecht gewesen war, bei der Untersuchung bei 59% lag und entweder jemand die Zahl falsch abgelesen hat oder nicht glauben konnte

Dein Gefühl in allen Ehren, aber das ist nun wirklich Blödsinn. Bei 59% Sauerstoffsättigung braucht selbst ein Laie kein Gerät, um zu erkennen, dass es gerade akut um Leben und Tod geht. Und ganz bestimmt nicht erst in zwei Monaten.

Die Symptome der FS sind völlig anders als deine. Mit dem Tipp zu radikaler Überdiagnostik kann man sehr viel Schaden anrichten.

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@Maxxismo

In dem Fall handelte es sich um meinen Bruder. Der hatte wohl schon immer ein Problem mit der Sauerstoffsättigung und war einmal vorher deshalb im Krankenhaus. Da war die normale Sauerstoffsättigung bei ca. 70% (plus/ minus) und wenn er lachte oder schrie stieg sie auf bis zu 90%. Er hatte Downsyndrom und mehrere Stunden am Tag spielte er mit Playmobilmännchen, die er lautstark kommentierte mit Schreien, Johlen, Glucksen, Grunzen etc. Das gleiche beim Fernsehen. Nach diesem ersten Krankenhausaufenthalt im Alter von 17 Jahren (!) nahmen wir an, dass diese lauten Geräusche ein unbewusster Versuch waren, mehr Luft zu bekommen. Er bekam dann ab diesem Zeitpunkt Medikamente, die der Problematik entgegen wirken sollten (Oxis, Pulmicort etc.). Es gab im Nachhinein gesehen viele Symptome,die auch mit Atemproblematik bzw. Sauerstoffmangel zu tun hatten, die wir aber gar nicht so einordneten, sondern als "Eigenheiten" ansahen: Öfter kalte Hände, nachts immer aufstehen und auf Toilette gehen, nicht ins Bett gehen Wollen, Schlafen immer wieder sofort im Sitzen im Auto oder "bei Langeweile" - beim Warten unterwegs, in der Kirche, im Kino, wenn der Film langweilig war. Eventuell auch Schielen. Man sieht auf einigen Fotos, dass seine Pupillen "wegrutschen". Außerdem hatte er "eine Macke", sich mit der Hand oder einer Fliegenklatsche gegen das Kinn zu schlagen - wir nehmen an, dass das auch ein unbewusster Versuch war, mehr Luft zu bekommen, weil dabei der Mund immer auf geöffnet wurde.

Jedenfalls wäre 95% Sauerstoffsättigung für ihn zu diesem Zeitpunkt ein phänomenaler Wert gewesen. Die Untersuchung wurde anberaumt, weil er öfter mal laut atmete, als ob er schlief und bei der Arbeit (geschützte Werkstatt, monotone Tätigkeit im Sitzen) öfter eingeschlafen war, was aber weder die Betreuer noch wir damals auf eine Krankheit schoben (meine Eltern wurden gebeten, ihn früher ins Bett zu schicken). Aufgrund des Wertes taten wir nichts weiter und waren erleichtert, dass doch im Prinzip alles "gut" war. 

Zwei Monate später fuhren wir auf Verdacht - er schaffte es nicht mal mehr ca. 10 m vom Zimmer zum Auto - ins Krankenhaus, wo die Sauerstoffsättigung im Blut im Mittel bei 60 lag, zunehmend (3 Wochen Krankenhausaufenthalt) trotz leichter (Nasenbrille) oder schwerer (Ganzkopf-) Atemmaske und am Schluss auf unter 50% sank (Gliedmaßen wurden unzureichend mit Sauerstoff versorgt, was zu Zittern und Kontrollverlust führte - und letztendlich dann leider zum Tod mit 30 Jahren).

Da die Symptome massiv seit ca. 4 bis 5 Monaten vor seinem Tod bestanden (vorher auch schon, aber nicht so bemerkt worden waren bzw. nicht ganz so massiv gezeigt worden waren), vermute ich, dass der Wert, der uns so beruhigte eben nicht 95% gewesen sein kann. Meine einzige Erklärung wäre ein Vertauschen der Ziffern. Denn zu dem Zeitpunkt bestand schon das Problem mit dem hörbaren Atmen und insbesondere massiv ein Problem mit der Kondition (starkes Übergewicht, aber im Vergleich zu den Vorjahren massiver Leistungsabfall - 20 m waren oft schon zu anstrengend zu laufen). Seit 6 bis 9 Monaten vor seinem Tod bestand "eine Bronchitis" (die evtl. keine war, sondern das Grundproblem, das nicht gesehen wurde) und es kündigte sich das schwere Atmen an. Wenn er im Auto hinter einem saß oder man ihm den Rücken zudrehte, glaubte man anhand des Atmens oft, er sei eingeschlafen. Und dann kam tatsächliches Einschlafen in zahlreichen Situationen dazu, z.B. kurz Warten auf Sessel im Einkaufszentrum, mitten im Gottesdienst oder im Kino.

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Deine Symptome sind unter Jugendlichen ziemlich häufig und meistens gibt sich das nach einiger Zeit von allein wieder.

Wenn der Arzt nach einer Untersuchung festgestellt hat, dass alles in Ordnung ist, dann solltest du das erstmal auf sich beruhen lassen.

Falls du tatsächlich schlecht Luft bekommst oder in einigen Wochen immer noch das komische Gefühl hast, geh nochmal zu deinem Arzt und erzähl ihm davon. Er wird dann wahrscheinlich die Diagnostik vorsichtshalber etwas ausweiten. Ich würde mich da jetzt erstmal nicht weiter sorgen.

Bist du gerade angespannt, hast du Stress oder bist belastet? Raubt dir eine Situation buchstäblich den Atem? Ich würde diesen psychosomatischen Aspekt neben einer Untersuchung bedenken.

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