Warum beißt unser Hund mich immer wenn Frauchen schläft?

7 Antworten

Ohne das Verhalten direkt gesehen zu haben würde ich meinen, dass er ein extremes Schutzverhalten an den Tag legt. Gerade, wenn deine Schwester schläft und sich in den Augen des Hundes selbst nicht wehren kann, übernimmt er das.

Es ist durchaus möglich, ihm das abzugewöhnen, da muss man aber von Grund auf überlegen, warum er dieses Verhalten zeigt. Deine Schwester muss ihm klare Grenzen setzen. Die erste wäre, dass der hund nicht mehr neben ihr liegt, wenn sie schläft.

Das Problem ist, sobald ich mich schon von weitem blicke lasse, fängt er an sehr stark zu knurren. Warum das so ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wir haben es ihm schon versucht abzugewöhnen indem ich mich z.B langsam mit ein wenig Leckerli genähert habe oder meine Schwester ihn festgehalten hat, doch leider ohne einen Erfolg. 
 

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@mit19900

Es ist ein Fehler, wenn deine Schwester ihn auch noch festhält. Das ist aber leider bei vielen Hundehaltern so. Ich empfehle, dass ihr euhc einen guten Hundetrainer sucht und das Verhalten mit ihm angeht.

Es bringt nichts, wenn du dich mit Leckerchen näherst, denn das Gefühl des Hundes, deine Schwester schützen zu müssen, wird dadurch nicht schwächer.

Es ist wichtig, dass der Hund lernt, dass er eben nicht auf deine Schwester achten und sie kontrollieren muss, sondern dass sie die Fäden in der Hand hält.

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Beschützerinstinkt. Schlafen bedeutet für ein Tier Wehrlosigkeit und im Rudel gibt es keine wahre Freundschaft , eher Konkurrenzkampf.

Ein angeborener Instinkt. Versucht ihm zu zeigen, dass es keine Gefahrensituation ist.

Du schreibst das schon so richtig: Der Hund meiner Schwester...

Wieso näherst Du Dich dem Hund dann "zum Gassi gehen" an, wenn Deine Schwester ausgerechnet schläft oder sich zurück gezogen hat?

Dazu gibt es sogar ein altes Sprichwort:

"Ein Hund kann nicht mehreren Herren dienen"

Höre einfach auf den Hund Deiner Schwester zu tretzen wenn sie schläft, dann wirst Du auch nicht mehr gezwickt!

 (gebissen gibt tiefe, medizinisch dringend zu versorgende Fleischwunden)

Das Problem ist, sobald ich mich schon von weitem blicke lasse, fängt er an sehr stark zu knurren. Warum das so ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wir haben es ihm schon versucht abzugewöhnen indem ich mich langsam mit ein wenig Leckerli genähert habe oder meine Schwester ihn festgehalten hat, doch leider ohne einen Erfolg. 

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@mit19900

Hallo mit 19900, 

ich werde Dir mal mit einer Parabel antworten.

Stell Dir vor Du begegnest einem Riesen, der Dich bis Du ein Angstgefühl bekommst ärgert. Dir in die Augen starrt und du wirst von Deiner Mama auch noch festgehalten....

Wenn der Riese Dir dann irgendwann nahe kommt und Dich anstarrt, dann wirst Du ihm sicher keinen Kaffee anbieten, sondern ihm drohen näher an Dich heran zu kommen!

So geht es Deinem Hund! Mit Dir!

Lass den Hund einfach in Ruhe. Mach einen deutlichen Bogen um ihn, sprech ihn nicht an. Schau ihn nicht an. Dränge Dich dem Hund nicht auf.

Wenn ein Mädchen keinen Kuss von Dir will kannst Du sie doch auch nicht vergewaltigen!

Bevor ihr nun weitere "dumme Erziehungsversuche" unternehmt möchte ich Dir und Deiner Schwester raten ein Buch zu lesen, damit ihr verstehen lernt wie und warum Hunde sich so und nicht anders verhalten.

Buchtipp:

Mit dem Hund auf Du - Zum Verständnis seines Wesens und Verhaltens ( Eberhard Trumler)

Das Buch liest sich leicht und ist erheiternd, weil man sich selbst erkennen lernt.

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Ich verstehe deinen Standpunkt und bin ebenfalls der Meinung dass ein Hund immer eine primäre Bezugsperson haben sollte. Aber trotzdem kann das ja nicht die Lösung sein. Wäre dem so, gäbe es ja gar keine Familienhunde. Mein Hund ist auch sehr auf mich fixiert, trotzdem kann er auch ohne Probleme mal mit anderen spazieren gehen, auch wenn ich schlafe oder krank bin oder sonst was. Also normal ist das für mich keinesfalls. 

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@skjonii

@skjonii, deswegen schreibe ich ja auch, daß der Fragesteller es sein lassen soll den Hund zu tretzen (piesacken)!

Ohne Grund verhält sich kein Hund so - innerhalb der Sozialgruppe und Familie.

Da muß es schon eine Ursache geben.

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Also meiner Meinung nach treffen hier gleich 2 Probleme aufeinander, 

Wie schon viele gesagt haben, versucht er wohl zu beschützen. Und das ist eben aus 2 Gründen verkehrt. 

1. Ist es falsch, dass er das Gefühl hat deine Schwester beschützen zu müssen. Eigentlich sollte sie diejenige sein, die ihm Sicherheit vermittelt. Nicht andersherum!

2. Sieht er dich als potentielle Bedrohung. Das ist genau so verkehrt. 

Da kannst du persönlich jetzt erstmal herzlich wenig dran ändern. Deine Schwester ist hier diejenige, die dem Hund vermitteln muss, was in Ordnung ist und was nicht. Und auch, wer für Sicherheit sorgt und wer nicht. Ein Hund, der sich bei seinem Halter wirklich sicher fühlt, wird auch nicht wenn dieser schläft das Gefühl haben, selbst dafür sorgen zu müssen. 

Ich glaube um Hundeschule oder Trainer kommt ihr hier nicht herum, dafür ist das ganze zu komplex. Alternative ist natürlich, du lässt ihn in Ruhe ;)

Nach deinen Schilderungen würde ich sagen, dass er sie verteidigt.
Das ist ein Problem, an dem ihr gemeinsam und mit Unterstützung eines kompetenten (!) Hundetrainers arbeiten solltet.

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