Warum beißen Hunde Welpen nicht tot, wohl aber Menschenbabies und Kleinkinder,

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9 Antworten

Das ist falsch, denn es gibt keinen Welpenschutz, wenn überhaupt nur im eigenen Rudel. Es gibt sehr wohl Hunde, die Welpen nicht mögen und nicht zögern würden, zuzubeißen.

Auch Mutterhündinne würden in der Natur ihre Welpen totbeißen, wenn sie diese als nicht überlebensfähig hält oder gar nicht versorgen, gibt es auch.

Hunde verhalten sich anders, sie sehen Menschen als Rudelführer an, vor allem Erwachsene haben eher Führungsqualitäten (aber da gibt es viele Ausnahmen und deren Hunde sind nicht in deren Griff)..

Babies und Kinder stehen im Rang der Hunde oft drunter. Das muß man unterbinden und Hunde am besten von Welpen an auf Kinder gut sozialisieren.Das ist wiederum der Fehler der Menschen, wenn es an der guten Sozialisierung und Erziehung des Hundes mangelt!

Wenn ein Hund VOR einem Baby in der Familie lebt, muß dieser behutsam ans Baby gewöhn werden.

Monasophie17 15.06.2011, 17:18

Danke für den Stern, hast Dich schnell entschieden.

Da kommen sicher noch ein paar interessante Beiträge, wie ich hier einige tolle Hundekenner kenne.

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das stimm nicht ganz. in Rumänien zb gab es einen Fall indem eine Hündin ein etwa 3 Jähriges Mädchen vier Jahre großzog. die Eltern waren Alkoholiker und ihnen war das eigene Kind egal. aus Verzweiflung kroch das Mädchen in die Hundehütte und fand durch den Hund Schutz und wärme. Hunde und auch andere Tiere wie Affen haben eine art Mutterinstinkt auch bei kleinkindern. oft liegt das auch am Kindchenschema das alle Säugetiere als Jungtiere besitzen. Männliche Hunde oder auch anderer Tiere bei sozialen Tieren auch dominante Weichen töten sehrwohl Welpen und Jungtiere die nicht von ihnen gezeugt wurden. dieses Verhaltnen wurde auch bei Affen Erdmännchen, Raubkatzen Zebras und anderen Wildpferden und auch Hyänen schon beobachtet und gefilmt.

Deine Fragestellung impliziert (stellt die Behauptung auf) dass Hunde per se und generell Säuglinge und Kleinkinder des Menschen tot beissen würden aber niemals einen Welpen.

Diese Behauptung in deiner Frage ist falsch!

Alleine in Deutschland gibt es ca. 5 Millionen Hunde. Die meisten der Hunde werden von Familien mit Kindern gehalten. Und alle leben noch!

Genauso wie es sozial verwahrloste oder psychisch erkrankte Menschen gibt, welche Menschenkindern & sogar eigene Säuglinge misshandeln bis zum Tode, so kann es auch Hunde geben, welche - durchaus aus den selben Gründen - einen Säugling oder ein Kleinkind so sehr beissen, dass diese zu Tode kommen.

Betrachtet man aber in welch entsetzlich üblen Bedingungen nicht selten Hunde gezüchtet werden, aufwachsen und verkauft wie gehalten werden - oft ohne jegliche Hilfe von aussen - so muss man sich wundern, dass es - verglichen mit Kindestötungen durch Menschen - zu GottseiDank so wenigen Kindstötungen durch Hunde kommt.

Das solltest Du Dir bitte einmal vor Augen halten.

Hunde sind keine "verstandesbetonten Menschen" welche z.B. eine Schulpflicht haben und durch eine Gesellschaft und durch Jugend- und Sozialämter betreut werden. Es sind Tiere welche Menschen als verantwortliche Halter haben.Kommt ein Säugling oder ein Kleinkind oder ein mensch durch einen Hund ums Leben, so ist die Schuld generell beim Halter des Hundes zu suchen! Nicht beim Hund!

Hunde sind Tiere welche ihresgleichen - z.B. Welpen töten können. In ihrem Artverhalten ist derartiges vorgesehen um Tiere, welche sich sozial völlig abnormal verhalten und damit das Überleben der Gruppe oder Art gefährden könnten "auszumerzen".

Kommt derartiges unter Hunden, bei uns Menschen und Hundehaltern vor, so hat in den meisten Fällen der Mensch in seiner Verantwortung durch leichtfertige Kenntnislosigkeit, eine Situation zwischen Hunden hervorgerufen, so dass es zu derartigen "Unfällen" kommt.

Bei der Art Hund und bei den Hundeartigen kommt es natürlich niemals vor, dass sich ein 6 Wochen alter Welpe in das Territorium einer völlig fremden Hundefamiliengruppe (z.B.) "verläuft".

Es kommt aber vor in der Menschengesellschaft, dass wegen Profitgier 6 Wochen alte Hundewelpen (und jünger) bereits verkauft werden und zu völlig fremden Hunden und unbedarften Menschen kommen.

Denk einmal nach über das Verhalten von Menschen, welches im Fall von Unfällen mit Hunden zu tödlichen Verletzungen bei jungen & alten Menschen, sowie zu Tötungen von Hunden & Welpen führen kann.

Mach Dir einmal Gedanken wie man derartige Vorfälle - wirkungsvoll - so dass nichts und niemandem etwas passiert - vorbeugen könnte!

Es ist sicher in keiner Weise hilfreich Vorurteile ohne Hintergrundwissen der "Blöd-Zeitung" zu übernehmen und womöglich als Argumente zu führen.

Die - so bedauerlichen - Unfälle mit Kindern & Säuglingen durch Hunde, welche zu tödlichen Verletzungen führen und geführt haben hätten allesamt - bei einem wirkungsvollem Instrument von Kontrolle, Wissen und Haltungsüberprüfungen bei den Halter verhindert werden können.

Normale Hunde beißen keine Kinder tot. Das machen nur sehr aggressive Hunde mit schlechten Herrchen. Diese Hunde würden vielleicht sogar einen Welpen töten. Brave Hunde beißen keine Kinder tot! Außerdem haben Welpen einen speziellen Geruch so das ein Erwachsener Hund ihnen nichts antut.

Bisher hat bei uns noch kein einziger Hund eines unserer oder anderer Babies tot gebissen und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass sie das auch niemals tun würden.Und bei uns hat auch noch kein Hund einen Welpen oder ein Katzenbaby tot gebissen.

Und ich weiß, dass das auch keineswegs nur bei uns so ist, sondern auch bei anderen.Ich finde die Formulierung deiner Frage ziemlich unglücklich gewöhlt, denn es liest sich so, als würden Hunde grundsätzlich öfter mal menschliche oder andere tierische Säuglinge kaputtbeißen - wo es doch erwiesen ist, dass dies nur einige wenige tun.

Monasophie17 15.06.2011, 18:05

Brigitta, es ist ein schwieriges Thema und wenige Vorfälle reichen, um die Gefahr Hund zu pauschalisieren. Das lese ich aber nicht wirklich in der Frage.

Leute, die Hunde nie besessen haben, können da ganz schwer das eigentliche Problem erkennen. Wir Halter wissen es da besser. Meine Tochter wurde mit 5 auch schon angefallen von einem Rotti, aber der Halter ist auch irre und knurrt gern kleine Hunde an, damit sein Hund das auch tut. Hab ihn schon angezeigt, es wurde nichts unternommen, da weder Zeugen, noch weil etwas Ernstes bisher passiert ist.

Nur würde es je in der Zeitung stehen, wenn ein Hund ein Welpe totbeißt? Es gibt schon einige Hunde, die Welpen nicht mögen. Meiner wehrt sich auch gegen Welpen, die zu aufdringlich werden und mit Knurren dann Zähnefletschen immer noch nicht ablassen. Gut in dem Fall, dass er so klein ist, aber er maßregelt Welpen, die zu ungestüm sind. Ob er sie totbeissen würde, wenn er könnte? Ich kann es nicht 100% sagen, nur weil er Welpen in die Schranken verweist. Für mich ist das bis dahin normales Verhalten. Aber für Andere wiederum nicht.

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Brigitta270755 15.06.2011, 18:33
@Monasophie17

Dessen bin ich mir auch bewusst, Monasophie.
Ich finde dennoch die Fragestellung ziemlich unglücklich ausgedrückt, weil sie dieses Hundeverhalten so pauschalisiert, als wäre es völlig normal, das Hunde Säuglinge töten.

Auch ich kenne zwei oder drei Hunde, denen ich weder einen menschlichen, noch einen tierischen Säugling anvertrauen würde, weil ich ihnen nicht über den Weg trauen würde. Aber nur einer davon ist wirklich so, dass er schon zu knurren anfängt, wenn Babies oder Hunde/Katzenwelpen auch nur anfangen, zu knöttern oder zu fiepen.Und ich kenne auch zwei ganz lammfromme und sehr erfahrene Altdeutsche Schäferhündinnen, die zusammen auf einem Bauergehöft "arbeiten", indem sie z.B. selbsttätig auf Kommando die Rinder von der Weide zum Melken treiben und wieder wegbringen . Diese beiden haben - sie schlafen nachts im Kälberstall - tatsächlich mal ein Kalb totgebissen, weil das zu "dusselig" war, seine eigene Box zu finden und die Hunde es einfach nur von der falschen in die richtige Box treiben wollten, woraufhin das Kalb einfach den Kopf verloren hat und in Panik geraten war.Es war für den Bauern tagelange Puzzlearbeit, herauszufinden, warum die Hündinnen das gemacht hatten und dabei kam ihm eigentlich nur der Zufall zu Hilfe, der ihn erkennen ließ, dass die Ursache das große Pflichtbewusstsein der Hündinnen war.

Das zeigt deutlich, dass es nicht immer auf Anhieb nachvollziehbar ist, warum solche Tragödien eintreten und dass es absolut Sinn macht, einen Hund niemals mit einem menschlichen oder tierischen Säugling oder Kleinkind/Jungtier alleine und unbeaufsichtigt zu lassen.Auch ich würde das niemals tun. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Und wenn erwachsene Hunde Welpen oder Junghunde anknurren oder mal nach ihnen schnappen, dann gehört das zu den Erziehungsmaßnahmen, die das Tier zu Recht anwendet. Solnage nicht wirklich gepackt und gebissen wird, sollte man einem erwachsenen Hund das auch zugestehen, - unter Aufsicht natürlich.Wenn ein erwachsener Chihuahua von einer Horde Schäferhundwelpen zum Spielen und balgen aufgefordert wird, kann ich mir das Desaster lebhaft vorstellen.... und ich finde, in dem Fall hat der Chi auch das Recht, so richtig sauer zu werden, um sich Gehör und Respekt zu verschaffen

Auch das zeigt, dass es nie ratsam ist, automatisch Pazifismus unter allen Umständen vorauszusetzen, - egal, wie firedlich auch im Alltag sein mag. Und das gilt selbstredend auch für mich.

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Monasophie17 15.06.2011, 18:43
@Brigitta270755

Absolut DH, Brigitta!

Ich mach das gerad mit Nachbarn durch, mein Chi hat ihren sehr aufdringlichen, größeren Welpen gemaßregelt. Das Geschrei war groß, sie forderten als 1. Reaktion Wesentest. Da der Welpe danach keineswegs eingeschüchtert noch verletzt war, im Gegenteil, sofort wieder zwickte und auf ihn drauf ging, ist er also keineswegs traumatisiert worden, es war eindeutig Maßregelung, weil er sämtliche Warnungen ignorierte. Aber wie sollte er es auch je (Beißhemmung) im Rudel lernen, er wurde mit 6 Wochen abgegeben....:o(((Er mochte auch die Schäferhündin vom anderen Nachbar als Welpe nicht, die Halter fanden es aber sogar richtig gut, das er sich wehrte. Heute liebt er sie als erwachsenen Hund abgöttisch. Es ist die Ungestümtheit, was er nicht mag, nicht den Welpen selbst.

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Brigitta270755 15.06.2011, 18:51
@Monasophie17

Das kann ich nachvollziehen. Es ist sehr, sehr schade, dass deine Nachbarn die Chance nicht aufgreifen und ihren Welpen von deinem Hund mal ein bisschen zurechtstutzen zu lassen. Nach meiner Erfahrung sind die Hunde von Menschen, die klar im Kopf sind und sich drum bemühen, Hundesprache zu verstehen, in allen Fällen auch selber klar im Kopf.Und es gibt für Welpen nichts Besseres, als von einem freundlichen, aber selbstbewussten Hund erzogen zu werden.

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Monasophie17 15.06.2011, 19:05
@Brigitta270755

Das will ich hoffen, das wir klar im Kopp sind....LACH!!! ;o)))

Aber Thema Nachbarn und Welpe ist momentan ein Thema für sich. Die Lage entspannt sich aber langsam. Vor allem sind die Männer neulich mit unseren Hunden allein ohne uns Frauen rausgegangen und mein Chi hat sich null für den Welpen interessiert, also ist da keine weitere Aggression ihm gegenüber, solange der fern bleibt. Da er Rüde ist, kann sich das Blatt bei Reife wenden, ich hoffe nicht zu unseren Ungunsten, da er viel größer wird.

Je entspannter die Halter sind, umso weniger passiert da auch. Mein Mann ist da noch gelassener als ich, das war schon vor 3 Jahren ein Denkanstoss für mich und habe an mich gearbeitet. Wir Frauen denken zu viel und haben mehr Beschützerinstinkt, was für unsere Hunde aber nicht gut ist, im Gegenteil.

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Hunde beißen Welpen sehr wohl tot - besonders fremde Hündinnen machen das - meine ist auch so ein Kandidat! Es gibt nämlich keinen Welpenschutz - ich find es wirklich nervig, dass immer noch so viele Leute denken, es gebe ihn und lassen dann ihren Welpen zu jedem fremden Hund hinrennen - das kann böse enden!

Im Übrigen beißt ein Hund ein Menschenkind nicht bewusst und gewollt tot, es ist oftmals ein Unfall unglücklicher Zufälle und Fehler der Eltern!

(Übrigens sterben jährlich 0,1 Menschen bei Angriffen von Hunden - es ist 760 Mal wahrscheinlicher von Mitmenschen getötet zu werden - also keine Panik!)

Monasophie17 15.06.2011, 18:21

Kinder sterben leider häufiger im Verkehr durch Unfälle zudem.:o(

Guter Vergleich, BlackCloud!

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YarlungTsangpo 15.06.2011, 20:09
@Monasophie17

Ein jedes Kind welches durch einen Hund zu Tode kommt, schwere Verletzungen & Traumatisierung erleidet ist eines zu viel!!

Einen nicht geringen Teil an Mitverschulden trägt unsere Gesellschaft, weil diese nichts wirklich wirkungsvolles gegen die Ausbeutung durch Handel & Misshandlung von Hunden unternimmt!

Das ist im Strassenverkehr anders. Hier gibt es Vorbeugungs- und Sicherheitsmassnahmen

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BlackCloud 15.06.2011, 20:26
@YarlungTsangpo

Natürlich, jeder Vorfall ist einer zuviel.

Aber dennoch: ich finde es sehr traurig, dass bei jedem Vorfall so ein Hype gemacht wird. Wenn aber täglich Menschen bei Verkehrsunfällen sterben - das hingegen wird einfach hingenommen - arme Welt ...

Einen Schwerverletzten bei einem Autounfall, den ich vllt sogar reanimieren muss, finde ich persönlich wesentlich schlimmer, als ein Mensch, der in den Finger gebissen wurde von einem Hund - dennoch steht der kleine Vorfall mit dem Hund auf Seite 1 der Zeitung, während die Menschen, die wirklich um ihr Leben kämpfen, nur einen 5-Zeiler auf der letzten Seite rechts unten bekommen ...

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YarlungTsangpo 15.06.2011, 20:39
@BlackCloud

DH!! Ja es ist eine wirklich scheinheilige Menschengesellschaft welche Leben unterschiedlich bewertet!

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Ganz einfach:

Weil der Hund ein verdammt dummes Herrchen/Frauchen hat, deswegen gibt es auch den Begriff "Kampfhund"! Die Hunde werden in den falschen Händen zur Waffe und so werden sie auch einfach abgestempelt!

Welpen werden sehr wohl auch totgebissen. Da kräht nur kein Hahn nach.

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