Warum befassen wir uns mit Gravitationsgesetz?

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8 Antworten

Der einzige Teil der Wirklichkeit, den wir unmittelbar und direkt erkennen können, sind unsere eigenen Gedanken.

Von allem anderen müssen wir uns ein Bild machen. Das Bild heißt in der Physik Modell und passend zu diesem Modell werden Theorien und Gesetze aufgestellt.

Jedes Modell, egal ob nach Newton oder Einstein, ist daher nur ein Bild der Wirklichkeit, nicht aber die Wirklichkeit selber.

Jedes Modell bezieht sich auf bestimmte zu untersuchende Fragestellungen und die Frage ist dann, liefert mir das Modell zuverlässige Ergebnisse der Vorhersage?

Einstein läge zwar dichter bei der Wirklichkeit als Newton, aber Newton ist viel einfacher und bequemer und die Ergebnisse sind für alle Phänomene auf der  Erde genau genug. Da würde die Mühe mit Einstein nicht viel mehr bringen. Braucht man Ergebnisse, die auf die 10. Stelle hinter dem Komma genau sein müssen, dann käme man um Einstein nicht herum.

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Weil Newton funktioniert und einfacher ist. Wir haben mit den Newtonschen Formeln eine Rakete zum Mond geschickt.

Die Formeln von Einstein werden nur unter bestimmten Extrembedingungen relevant und produzieren auch nur dann gravierend andere Ergebnisse als die Formeln von Newton.

Zu sagen "Man kann von einem Tisch springen ohne sich zu verletzen" ist vollkommen richtig. Es gilt aber nur für Tische, die niedriger als 2 Meter sind und für Menschen, die nicht körperlich gebrechlich sind. Wenn einer einen 10 Meter hohen Tisch baut, dann gilt das eben nicht mehr. Das wäre aber eine Extrembedingung, die so normalerweise nicht auftritt. Für den Alltag gilt immer noch, dass ein kontrollierter Sprung von einem Tisch für Menschen ohne körperliche Gebrechen ungefährlich ist."

Genauso ist es mit Newton. Solange wir uns nicht mit annähernd Lichtgeschwindigkeit bewegen oder andere Extrembedingungen herrschen ist Newton vollkommen ausreichend, ja sogar korrekt.

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Neben dem Drang nach der eigentlichen wahren Erkenntnis befriedigt Wissen oder Bildung auch den Drang, sich ganz simpel in der Welt zurechtzufinden.

Auch wenn die Welt häufig nur die Welt der Schule ist.

"Die Schwerkraft drückt dich auf den Stuhl" ist verständlich.

"Du wirst gegen die Beschleunigung des Raums von unten nach oben durch den Stuhl beschleunigt, weil der Stuhl selbst und die Erde darunter nicht komprimiert werden können" klingt da schon unverständlicher.

Selbst wenn du ja den Druck von unten spürst, und gem. f = m * a natürlich auf eine Beschleunigung nach oben schließen MUSST.

Ich hab Massen auch schon mal als "Raumsauger" bezeichnet, weil sie den Raum selbst beschleunigen. Das kann ich mir irgendwie noch vorstellen, der Raum selbst fällt beschleunigt, die Erde samt Stuhl hält=beschleunigt MICH dagegen.

Aber statt einer wachsenden Saugerate des Raums mit Annäherung an das Massezentrum könnte man es auch als verlangsamtes Masseausstoßen auffassen. Oder als beschleunigtes? Werde da immer ganz wirr im Kopf, und mein Gesäß hilft mir auch nicht, es spürt nur eine Kraft von unten.

Es spricht nichts dagegen, Newtons Ansatz zu verwenden, man sollte nur so ehrlich sein, ihn als praktische Krücke zu bezeichnen.
Ich habe auch keinen relativistischen Zollstock.

In diesem Fall mal mit Gruß von սoʇʍəN әɯoɹәԸ sɐաօч⊥

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Warum also wird noch Newton verwendet?

weil's viel (viel!) einfacher ist, und in so gut wie allen situationen (wenn du nicht gerade hoch-praezisionsmessungen machst oder schwarze loecher beobachtest) absolut ausreichend ist.

wer fuer eine rechnung, bei der hundert andere faktoren (wie z.B. luftwiderstand, unsicherheiten in den variablen welche in die rechnung eingehen wie z.B. die masse der erde, die anfangsgeschwindigekeit usw,.... und vieles mehr) wesentlich groessere unsicherheiten liefern als der unterschied zwischen Einstein und Newton, die allgemeine relativitaetstheorie fuer seine berechnungen heranzieht, ist kein genie sondern im gegenteil hat's einfach nicht verstanden wie physik funktioniert.

alles (wirklich alles!!!) in der physik ist nur ein modell, welches die wirklichkeit in gewissen bereichen mehr oder weniger gut beschreibt, und einen begrenzten gueltigkeits bereich hat. welches modell zur beschreibung einer situation am besten geeignet ist, haengt immer davon ab was du betrachtest und welche genauigkeit du erreichen willst.

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Das Newton'sche Gesetz ist eine sehr gute Näherung.

Du kannst gerne auch relativistisch rechnen. Dazu musst du aber ein paar Jahre investieren, bevor du die Feldgleichungen zu lösen vermagst (der Riemann'sche Krümmungstensor hat 20 Freiheitsgrade).

Immerhin kann man aber die Periheldrehung des Merkur nicht klassisch bestimmen.

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Kommentar von SlowPhil
05.03.2017, 02:20

In zweiter Näherung kannst Du es auch mit SCHWARZSCHILD „erschlagen“, damit bekommst Du auch die Periheldrehung in den Griff.

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Das Newtonsche Gravitationsgesetz gilt für "kleine" Massendichten und Geschwindigkeiten, und lässt sich so für die "irdischen" Probleme leicht anwenden.

Die Relativitätstheorie ist eine "Erweiterung", die die restlichen 10% erklärt, welche durch das Newtonsche Gravitationsgesetz nicht erläutert werden können.( Größere Massen/Geschwindigkeiten)

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Weil man Newtons Gleichungen auch verstehen und anwenden kann, ohne Mathematik oder Physik studiert zu haben ...

Und für die meisten Zwecke (bis hin zur Planetenbewegung) reicht Newtons Genauigkeit aus.

(Newtons Gravitationsgesetze sind ja nicht falsch, sondern nur unvollständig und damit ungenau, das aber auch nur in bestimmten Anwendungsgebieten.)

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Weil die Erklärung Einsteins's zwar stimmt, aber in den meisten Fällen sinnlos ist sie anzuwenden. Einsteins Theorie beschreibt eher das Universum und nicht Gesetze welche lediglich auf der Erde relevant sind

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Kommentar von SlowPhil
05.03.2017, 02:17

Das stimmt so nicht, die beschreibt EINSTEINs Theorie auch. Nur ist hier auch die NEWTON'sche Näherung gut anwendbar, und die ist einfacher.

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