Warum bedanken sich Gläubige häufig in Gebeten für Essen und andere Dinge?

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20 Antworten

Ich habe als Buddhist eine sehr einfache Sicht darauf. 

Wenn ich Lebensmittel verbrauche, spreche ich zwar kein Gebet oder ähnliches, bin mir aber immer bewusst, welch großer Aufwand dafür betrieben wurde. Vom Getreidekorn, bis zu Produktion.

Das wars dann aber auch, ich mache daraus kein riesen Thema. Die Welt ist ungerecht, andere Verhungern, das ist nunmal so. Und es war auch immer so. Mich selbst dafür jetzt bei der nächsten Mahlzeit aber einzuschränken, würde wohl kaum irgendetwas bewirken.

Wäre ich glaubig, würde es mich anwidern dem zu danken, der absichtlich Leute verhungern lässt.

Das ist natürlich eine typische warum lässt gott zu .. Frage.

Das Problem bei diesen Fragen jedoch ist, man kann sie nicht einfach so beantworten. Menschen, die an einen Gott glauben, gehen eben davon aus, das sie durch die Güte dessen, die Möglichkeit haben, an jene Lebensmittel zu kommen. (in meinen Augen etwas sehr egoistisch)

Sie folgen im Prinzip, wie sie es selber immer sagen, ja nur dem Willen Gottes.

Das Gott Menschen verhungern lässt, ist genau dasselbe Problem, wie das, das er zulässt, das der französische Pfarrer in seiner Kirche von IS Terroristen getötet wurde.

Warum lässt Gott das zu ? wäre aus deiner Sicht wohl passender.

Warum betet man jemanden an, der Kinder verhungern lässt, Pfarrer (treue Ergebene) in der Kirche sterben lässt, der sogar zulässt das über 6 Millionen Juden getötet werden. 

Du wirst darauf nur keine Antwort bekommen.

Das einzige das ich als Antwort von Gläubigen selbst kenne, ist die Aussage, das wir einen freien Willen haben. 

Durch diesen sind wir deshalb selber Schuld, das die Welt so ist, wie sie ist. Haben aber natürlich auch die Möglichkeit sie zu ändern, auch wenn das vermutlich eher nicht passieren wird, weil Menschen schlicht und ergreifend von Natur aus viel zu egoistisch sind. 

In meinen Augen jedoch, ist das eine unbefriedigende Antwort. Den wäre Gott barmherzig, würde er kleine Kinder trotzdem nicht verhungern lassen, nur weil wir "entschieden" haben, so viele Lebensmittel zu verschwenden, das für die anderen nichts übrig bleibt. 

Sollte das wirklich so ein Gott sein, habe ich eben einen Grund mehr, diesem nicht zu folgen.

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Die Grundhaltung bei der Dankbarkeit ist eine andere. Und zwar genau entgegengesetzt zu dem, was du dir vorstellst.

Der Dankbarkeit liegt das Bewusstsein zu Grunde, dass es eben nicht selbstverständlich ist, dass es einem gut geht. Daraus folgt dann zwangslaufig eine gewisse Demut, Zurückhaltung im eigenen Konsum, ein verantwortlicher Lebensstil und die Mitsorge für eben die, denen es dreckig geht.

Wer für sein täglich Brot dankt, wird weder Wasser, Nahrung oder sonstige Ressourcen verschwenden. Er bekommt einen Blick für das Nötige und Wesentliche im Leben. Er wird Luxus kritisch hinterfragen und sich nicht vom Schein bluffen lassen.

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Kommentar von Giustolisi
15.08.2016, 15:10

Dann ergibt es aber keinen Sinn, einem Gott dafür zu danken. Man könnte sich über den glücklichen Zufall freuen, nicht hungern zu müssen.

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Meine Haltung

Ich bin Buddhist und glaube nicht an einen personifizierten Gott, spreche aber vor den Mahlzeiten dennoch eine Dankesformel.

Diese Dankesformel gilt aber keinem Gott, sondern allen Wesen, die Opfer gebracht und Anstrengungen unternommen haben, damit ich das Brot essen kann.

Der Boden, die Pflanze, der Landwirt, der weiterverarbeitende Betrieb, der Lieferdienst, der Bäcker - so viele Bemühungen für eine Scheibe Brot.

Durch die Dankesformel mache ich mir bewusst, dass selbst diese Scheibe Brot nichts selbstverständliches ist, das im Brotkorb aus dem Nichts erscheint.

Gerade weil es Menschen gibt, die womöglich nichts zu essen haben, kann man ein Gefühl der Dankbarkeit empfinden, so privilegiert zu sein.

Gottesbild

Wenn man nun womöglich auch noch an einen Schöpfer glaubt, der Himmel und Erde gemacht hat, dürfte die Ehrfurcht und Dankbarkeit noch größer sein.

Natürlich könnte man sich fragen, weshalb Gott mir das Brot durch diese ganze Arbeit zukommen lässt, während Tiere und Menschen anderswo verhungern.

Wer kann sich aber schon anmaßen, den Willen und die Weisheit eines Gottes nachvollziehen zu können? Da bleibt wohl nur das Gefühl der Demut.

Viel Leiden hat der Mensch zudem durch sein Handeln selbst verschuldet und kann dafür keinen Gott verantwortlich machen.

Letztlich bleibt das vertrauensvolle "Dein Wille geschehe..." der Mensch unterwirft sich der Weisheit Gottes und vertraut in die Sinnhaftigkeit der Dinge, die sein Verständnis übersteigen.

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Kommentar von Giustolisi
15.08.2016, 15:12

Der Boden, die Pflanze, der Landwirt, der weiterverarbeitende Betrieb, der Lieferdienst, der Bäcker - so viele Bemühungen für eine Scheibe Brot.
Boden und Pflanzen können mit Dank nichts anfangen, Bauer und alle anderen Leute in der Wertschöpfungskette bekommen von deinem Dank nichts mit und werden außerdem mit Geld entlohnt.

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Kommentar von Kheber
15.08.2016, 18:00

Danke für Deine Zeilen. Du hast es aber sehr gut an "an dfen Mann "  gebracht. Aber wahrscheinlich nur für die, die es ernsthaft und ehrlich meinen. Und wenn da Menschen von Zufall schreiben oder sprechen, dann gebe ich ihnen gerne recht. All die Dinge sind mir von dem Schöpfer allen Lebens zugefallen.

Sicherlich bin ich auch sehr sehr traurig, wenn ich sehe, wie andere Menschen Not leiden und hungern müssen. Aber hier gibt es zwei Punkte, die für gläubige wichtig sind:

wir sind verpflichtet, und ich denke, die ehrlich dankbar sind, tun es auch gerne, den anderen Menschen zu helfen. Und damit meine ich nicht, dass ich da mal 5 Euro hinspende, wo schon 4 Euro in die Verwaltung verschwendet werden. GOTT hat uns geboten, den Zehnten Teil unseres Ertrages zu geben. Und hier spricht ER in  in Maleachi 3: "Prüfet mich!" Und glaubt mir, ich hatte uach schon Zeiten durchleben müssen, wo ich nicht einen Euro erhielt, auch nicht einen Cent UNterstützung vom Staat. Ich schwebte wegen Krankheit einfach in der Luft, konnte nichts einkaufen und auf dem Finanzamt wurde mir gesagt: "das ist mir doch egal" Aber da kamen Gläubige Menschen, die uns essen brachten, ja, selbst ein 12 jähriger Bub zerschlug seine Spaarbüchse und brachte uns sein Ersparnis von 12 Euro. Wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich wieder nasse Augen, ABER so schwer es mir auch gefallen ist, hier "danke" zu sagen, ich habe infach die Hilfe Gottes erfahren. ich darf mich schon über 40 Jahre "sein Kind" nennen, habe es noch nicht einen Tag bereut, denn ER sorgt für seine Kinder. Und wenn wir uns die armen Menschen vor Augen halten, denke ich, wenn jeder seinen Zehnt geben würde, sehe es auch anders aus. Und hier beginnt der Gehorsam Gott gegenüber. Ich kann doch Gott nicht für Missären verantwortlich machen, die ich selbst verschulde.. Oder machst du den Verkehrsminister verantwortlich, wenn du einen Unfall verursachst, nur weil du vielleicht die 30 km nicht eingehalten hast? Für den Schaden ist  doch der verantwortlich, der sich nicht an die Vorschriften und Gesetze hält. So sehe ich auch die Beziehung zwischen den Menschen und dem Schöpfergott allen Lebens!

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Ja, das ist das Mysterium der Gläubigen. Sie stellen überhaupt keine Ansprüche an ihren Gott. Ganz egal was er tut, sie finden es gut.

Sie danken ihm für das, was sie sich mit ihrer eigenen Hände erarbeitet haben. Aber wenn Hagel die Ernte vernichtet, für die sie auch gearbeitet haben, machen sie ihm keinen Vorwurf. Der liebe Gott darf das.

Ich war als Kind und in der frühen Jugend auch sehr gläubig, aber diese Denkweise habe ich schon damals abgelehnt. Meine Mutter wollte, dass ich Gott dafür danke, dass ich eine Krankheit überstanden habe, an der meine Schwester zeitgleich gestorben ist. Ich wagte es zwar nicht, Gott deshalb eines Vorwurf zu machen, war aber auch nicht bereit, ihm zu danken, obwohl ich damals noch ein Kind war. Ich sagte zu meiner Mutter: "Wenn ein Mörder eines deiner Kinder tötet, bist du ihm dann auch dankbar, dass er nicht alle getötet hat?" Wie sollte ich Gott danken, dass er nicht mich, sondern meine Schwester sterben liess?  

Inzwischen bin ich ungläubig (nicht deshalb) und habe dieses Dilemma nicht mehr.

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du kannst das rein philosophisch betrachten: man hat Tendenz, dinge, die zum "Alltag" gehören, für selbstverständlich zu nehmen, und sie erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.

Indem man ständig einer übersinnlichen Macht für das dankt, was andere für selbstverständlich nehmen, lernt man, es zu schätzen und das, was man nicht hat, dazu in Relation zu setzen, insofern als den meisten Menschen mehr Gutes als Schlechtes im Leben geschieht. Nur ist das schlechte oft so einschneidend, dass man sich dann an das Gute nicht erinnert, wenn man es sich nicht ständig bewusst macht...

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Weil man sie so erzogen hat.

Da steckt die Idee des personalisierten Gottes dahinter, der uns beobachtet und individuell steuernd auf der Erde eingreift. Dieser Gott wird daher für Gutes zur Belohnung und Schlechtes zur Strafe verantwortlich gemacht. Im Prinzip ist das antikes religiöses Denken, das sich in die heutige Zeit gerettet hat.

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Gläubige Menschen unterliegen dem Irrglauben das Universum sowie Gott gäbe es ausschließlich für sie selbst. Sie sind in ihrer Meinung der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Wesens dass nach ihrer Aussage die gesamte Existenz erschaffen haben soll.

Klar dass sie dann ohne nachzudenken sich für derartige Banalitäten bedanken. Immerhin ist Gott ja nur da um ihnen Essen auf den Tisch zu bringen.

Ich habe mal einen Pfarrer in seiner Predigt sagen gehört, dass er nur dank Gottes Hilfe seinen Autoschlüssel rechtzeitig gefunden hätte.

Sportler bedanken sich bei Gott für Erfolge in ihren Sportgebieten.

Niemand von diesen Menschen denkt dabei daran wie respektlos diese Einstellung gegenüber Menschen ist, denen es nicht so gut geht, die hungernd, obdachlos, leidend, erkrankt, verunglückt, unglücklich oder psychisch krank sind.

Gott hilft bei der Suche nach Schlüsseln, bringt Essen auf den Tisch und gewährt das entscheindende 1:0, aber Kinder in Afrika verhungern und werde von Parasiten von innen heraus zerfressen.

Wahrhaft göttlich.

Aber von Gläubigen zu erwarten dass sie denken würden, ist zu viel verlangt, immerhin erstickt ihre Religion die Neugier, sowie die Fähigkeit kritisch zu hinterfragen.

Wer glaubt, denkt nicht.

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Kommentar von hankey
15.08.2016, 14:40

Damit bezeichnest Du - pauschal - ALLE gläubigen Menschen als Idioten, die nicht selbständig denken können.

Natürlich ist die Einstellung, Gott sei für Fussballergebnisse verantwortlich, banal.

Die Botschaft lautet doch eher, dass der Gläubige durchaus in der Lage ist, sich mit seiner Rolle im Universum auseinanderzusetzen und demütig einzugestehen, dass man selbst als relativ wohlhabender Mensch vor vielen anderen Menschen privilegiert ist. Und dass man sich deshalb nicht auf dem vielen was man hat etwas einbilden darf, stattdessen zeigt man Dankbarkeit und zeigt demütig auf, dass es auch durchaus anders hätte kommen können. Eben WEIL es nicht selbstverständlich ist.

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Kommentar von Aleqasina
15.08.2016, 15:01

Klar dass sie dann ohne nachzudenken sich für derartige Banalitäten bedanken.

Drei Tage Hunger, und du wirst niemals wieder eine Mahlzeit als Banalität bezeichnen.

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Hallo! Dein Gedankengang zeigt dass du die Dankbarkeit von gläubigen Menschen gegenüber Gott falsch verstehst.

Ja, aus meiner Sicht (Christ) ist Gott letztendlich dafür veranwortlich dass ich täglich Essen auf dem Tisch habe, ein Dach über dem Kopf und meine Rechnungen zahlen kann.

Aber das heisst doch nicht dass ich mich freue dass ich nicht zur anderen "Personengruppe" gehöre! Genausowenig bedeutet es dass Gott absichtlich Menschen verhungern lässt (jedenfalls sehe ich das nicht so).

Ich bin einfach dankbar dafür dass es mir gut geht. Ausserdem helfe ich mit damit es auch anderen Menschen besser geht, ich ruhe mich nicht auf meinem Wohlstand aus. Ich nehme meine Verantwortung für andere Menschen wahr und dadurch wirkt Gott!

Es ging mir auch finanziell schon um einiges schlechter, und aktuell sieht meine Situation auch nicht so rosig aus. Aber genau dadurch habe ich gelernt dass nichts selbstverständlich ist, ich bin viel dankbarer für Kleinigkeiten geworden. Dass ich zur Schule gehen durfte, dass ich jeden Tag etwas zu essen habe und so vieles mehr, ist nicht selbstverständlich! Ich halte es nicht für einen Zufall dass ich gerade dort aufwachsen konnte wo es mir gut geht - und eben, daraus erwächst die Verantwortung, sich um diejenigen zu kümmern die nicht dieses Vorrecht haben.

Ich habe Kontakt zu Christen in Afrika. Die haben nicht den Wohlstand den ich habe, und trotzdem sind sie dankbar für das was sie haben! Auch wenn dies weit weniger ist als wir! Sie schätzen das Wenige mehr als wir das Viele.

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Kommentar von nutzer131
15.08.2016, 14:49
Ich halte es nicht für einen Zufall dass ich gerade dort aufwachsen konnte wo es mir gut geht

Dann hälst du es ja sicher auch nicht für einen Zufall, dass andere gerade dort aufwachsen wo es ihnen schlecht geht, oder?

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Kommentar von Giustolisi
15.08.2016, 15:13

Ja, aus meiner Sicht (Christ) ist Gott letztendlich dafür veranwortlich dass ich täglich Essen auf dem Tisch habe, ein Dach über dem Kopf und meine Rechnungen zahlen kann.
Dann stellt sich doch die Frage, warum er dieser Verantwotung nur bei einem verhältnismäßig kleinen teil der Menschheit nachkommt.

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Ich habe das selbe Problem mit Religion und bin daher für mich selbst zu der Annahme gekommen, dass wir wohl doch eher allein und auf uns selbst gestellt sind. Und es gibt 1000 solche Beispiele. Ich komm damit auch nicht zurecht. Obwohl ich mir wünschen würde, es möge einen Gott geben.

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Religionen unterliegen auch einer Evolution.

Die Looser-Religionen sterben bald aus, wie z.B. der Glaube an Die Vier oder an Stochast *ssw*.

Andere, die Winner-Religionen, haben dagegen millionen Anhänger, teils hunderte davon, von den Millionen.

Und da ist es von all den leidvollen Ereignissen, Kriegen und Völkermorden, mal abgesehen auch ein bisschen Raffinesse, oder Fingerspitzengefühl oder Soziale Kompetenz, die eine Religion erfolgreich macht.

Die Menschen früher hatten wohl eher ein schlechteres Leben als heute, und auch keine Nachrichten oder Internet.
Die waren auf gut deutsch froh, wenn sie nicht verhungert sind.

Da setzt dann eben die Religion an, man verdankt eben Gott das Leben, im doppelten Sinne:
1. Dass er die Welt und Menschheit erschaffen hat
2. Dass er einen ganz persönlich und aktuell nicht hat verecken lassen
Es geht nicht darum, was realistisch ist, sondern was man in solchen Lagen zu denken/glauben bereit ist.

Religiöse Menschen machen sich wahrscheinlich um vieles Gedanken, z.B. ob sie lieber heute oder morgen Geld vom Automaten holen.
Heute (was dann ein Spaziergang wäre) oder lieber morgen auf dem Heimweg (was dann bequemer wäre, aber wo man nie weiß, ob man einen Parkplatz kriegt).
Wenn es um Religion geht, bekommen sie keinen runden Gedanken mehr auf die Kette, eauderseau.

Vergleiche mal die Größe einer Nervenzelle mit der eines Kopfes.
Da haben jede Menge verworrener Gedankengänge Platz satt.
Und sie nutzen ihn!

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Gute Frage.

Aber ich bin Atheist, und kann da nicht viel zu sagen, außer das du von der Logik her wohl recht hast.

Die zig tausend Kinder die täglich verhungern waren dann wohl irgendwie böse und haben Gott so verärgert das sie sterben müssen bevor sie überhaupt richtig gelebt haben.

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Kommentar von chinly
15.08.2016, 21:17

Nein, sie waren nicht böse. Aber der Mensch erkennt das Gute nur durch das Böse, und im besten Fall lernt er daraus, was man  in deinem Beispiel leider noch nicht erkennen kann. Es müsste nirgendwo Hunger geben!

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Frage beim nächsten Tischgebet Deine Sitznachbarn ! Aber wundere Dich nicht über dessen Antwort .

Jeder soll nach seiner Gesinnung glücklich werden ! 

Möchtest speziell Du dies ändern ? :((

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Kommentar von Giustolisi
15.08.2016, 15:18

Frage beim nächsten Tischgebet Deine Sitznachbarn 

Ich kenne niemanden, der Tischgebete spricht. Ich fände es auch merkwürdig wenn ich für meine Gäste koche und am Ende einem Gott dafür gedankt wird.

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Es gibt auch Atheisten, die gegen den Hunger in der Welt etwas tun.. - und es gibt auch welche, die daran arbeiten, dankbare Menschen zu werden. 

Übrigens: Danken hilft, etwas als nicht selbstverständlich zu nehmen. 

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Das ganze hast Du offensichtlich falsch verstanden. Man dankt Gott nicht für das Essen an sich, sondern für den Umstand dass sie überhaupt in der Lage sind sich das Essen leisten zu können. Das ist eine Demutsbezeugung mit der man Gott mitteilen möchte, dass es für die Betenden alles andere als selbstverständlich ist, dass sie haben was sie haben.

Und Gott hält niemandem Essen vor. All die Ungerechtigkeiten auf der Welt, auch Hungernde, sind nicht auf Gottes Mist gewachsen, sondern auf dem der Menschen. Warum soll denn Gott jedesmal aktiv eingreifen, wenn irgend jemand in Gefahr oder Not gerät? Die Menschheit muss in sich wachsen, geistig und ethisch. Würde Gott aktiv eingreifen, würden die Menschen sich immer wieder darauf verlassen und mit der Zeit darauf ausruhen. Stattdessen lässt er schreckliche Dinge zu, da er ihnen einen freien Willen gegeben hat und somit die Menschheit die Konsequenzen ihrer eigenen Taten tragen muss.

Nochmal: nicht Gott ist für Leid Elend aus Katastrophen und Kriegen verantwortlich. So wie Eltern nicht für die Taten ihrer volljährigen Kinder verantwortlich sind.

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Kommentar von nutzer131
15.08.2016, 14:29
Und Gott hält niemandem Essen vor.

Wenn Gott nichts damit zu tun hat, ob man Essen bekommt oder nicht, warum bedankt man sich dann bei ihm für Essen?

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Kommentar von ThomasJNewton
15.08.2016, 21:59

Und Gott hat das Geld vor Jagd, Ackerbau, Viehzucht und dem Wetter erfunden?

Echt widerlich, deine Antwort.

Und dein Vergleich mit der Verantwortung von Eltern ist mehr als widerlich.
Menschenverachtend ist sie.

So fasse ich sie jedenfalls auf, deine Beiträge.

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Unterstelle bitte religiösen Menschen nicht Blödheit, nur weil du nicht sofort alles nachvollziehen kannst. Kurz ab mit einem Urteil... So einfach ist das nicht.

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Kommentar von rawierawie
15.08.2016, 14:13

Sehr gut gesagt! Leider sind viele Atheisten so drauf und denken, sie wären es!

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Gläubige bedanken sich dafür das Gott die Welt so eingerichtet hat das es ihnen möglich ist etwas zu Essen zu bekommen.

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Kommentar von Giustolisi
15.08.2016, 15:24

Das bedeutet aber auch dass er die Welt so eingerichtet hat, dass es Anderen nicht möglich ist, was zu Essen zu bekommen.

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Kommentar von siggiiii
15.08.2016, 16:05

Stimmt das liegt aber nicht an Gott sondern an den Menschen. Niemand wird einen Platzwart für den Ausgang eines Fußballspiel verantwortlich machen.

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Man dankt dafür weil es eben nicht selbstverständlich ist Essen zu haben.

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Kommentar von Giustolisi
17.08.2016, 23:05

Eben das ist ja der Punkt. Wenn man einem Gott dankt, der dann ja offensichtlich etwas damit zu tun haben muss, dann muss man sich fragen, warum er nicht dafür sorgt, dass zumindest so etwas Grundlegendes wie Essen selbstverständlich ist. Dieses Wesen ist offenbar so bösartig, dass es manchem menschen Nahrung in Überfluss besteht, Andere fast verhungern lässt und wiederum andere tatsächlich verhungern lässt. Würden die Leute nicht glauben, dass Gott etwas damit zu tun hätte, hätten sie ja keinen Grund, ihm dafür zu danken.

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Kommentar von MoseRosental
17.08.2016, 23:53

Stell dir vor ein Mann gibt einem Bettler 2€ der Bettler kann sich so etwas zu essen kaufen aber der Bettler 2m neben dem anderen hat nichts bekommen. Würde der eine Bettler von seinen 2€ etwas abgeben könnten beide überleben nur tut er das nicht und der andere stirbt. Wir Menschen sind so Egoistisch. Wenn wir den armen Menschen von unserem Überfluss geben würden würden sie überleben. Also ist nicht Gott schuld sondern wir Menschen gehen mit dem Falsch um was er uns gibt.

Der Mensch geht an seiner eigenen Dummheit zugrunde, aber ist dann zornig auf den HERRN.

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Sie danken Gott, dass sie ein gutes Leben führen können. Beispielsweise für das Essen, da das nicht jeder hat

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Kommentar von Zicke52
15.08.2016, 14:35

@fighght4day: Klar hat nicht jeder Essen, aber genau da liegt das Problem: Wenn Gott dafür verantwortlich ist, dass man eins hat, dann ist er auch verantwortlich dafür, dass man keines hat. Also für die Hungertoten.

Oder er ist für keines von beiden verantwortlich, dann gibt es aber auch keinen Grund, ihm zu danken.

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"Und es kommt kein Zeichen von den Zeichen ihres Herrn zu ihnen, ohne daß sie sich davon abwenden.
Und wenn zu ihnen gesprochen wird: ""Spendet von dem, was Allah euch gegeben hat"", sagen die Ungläubigen zu den Gläubigen: ""Sollen wir einen speisen, den Allah hätte speisen können, wenn Er es gewollt hätte? Ihr befindet euch da zweifellos in einem offenkundigen Irrtum." 36:46-47

Die Armen sind für uns ein Grund für uns zu spenden. Wenn jeder reich wäre, gebe es so eine gute Sache wie das Spenden nicht. Zumal, wenn jeder reiche spenden würde, also nach dem Islam handeln würde, gebe es keine Hungersnöte.

Das Problem ist also nicht Gott, wie du denkst... sondern wir Menschen; genauer... die Reichen...

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Kommentar von hankey
15.08.2016, 21:29

Zumal, wenn jeder reiche spenden würde, also nach dem Islam handeln würde, gebe es keine Hungersnöte.

Dieses humanitäre Prinzip beansprucht übrigens nicht nur der Islam für sich :)

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Weil man Gott dankt, dass Gott es ermöglicht hat etwas Essen zu bekommen.

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Kommentar von Giustolisi
15.08.2016, 15:25

Man dank aber auch gleichzeitig dem Gott, der es anderen Menschen eben nicht ermöglicht, etwas zu Essen zu bekommen

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