Warum beachten so viele Christen ihre Religion nicht?

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Warum beachten so viele Christen ihre Religion nicht?

Die Frage ist recht einfach zu beantworten: Weil so viele Christen als Kleinkinder getauft wurden und ihnen damit etwas aufgedrängt worden ist, was nicht ihre Entscheidung war, dieses anzunehmen.

Wer sich aus eigener Entscheidung taufen lässt, kennt, je nach entsprechendem Verständnis für die Ausmaße dieser Entscheidung auch die Erfordernisse, die damit eigentlich verbunden sind. Man kann auch von einem bis zu 14-jährigen Kind normalerweise nicht erwarten, dass es alle Ausmaße einer Entscheidung zur Taufe versteht - das mit dem GV ist heutzutage eine Sache, aber da kommt noch wesentlich mehr dazu.

Was mich angeht, so hatte ich ein Leben zwischen meiner aktiven Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche bis zu meinem Alter von 15 Jahren und zwischen meinem Beitritt in die "Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage" im Alter von 30 Jahren. Dass ich während meiner aktiven Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche keinen GV hatte und auch kaum Alkohol getrunken hatte (nur mal ein Glas Sekt oder Wein, bei Geburtstagen, Silvester und so weiter), lag dabei aber nicht an der Religion, sondern vielmehr an meiner persönlichen Einstellung unabhängig von meinem Glauben, das mit dem GV sogar daran, dass ich immer noch Probleme damit hatte, dass im Alter von 13 Jahren ohne jeden erkennbaren Grund es mit meiner Jugendliebe vorbei war.

Im Alter von 17 Jahren und 21 Jahren, war ich jeweils einmal betrunken, einmal bei der Abschlussfeier 10. Klasse und einmal bei einer EK-Feier beim Grundwehrdienst bei der Bundeswehr und das war es dann auch. Geraucht habe ich einmal eine Zigarette in der Lehrlingsunterkunft der Berufsschule in meiner Grundausbildung und einen Zigarillo in meiner Grundwehrdienstzeit.

Ebenfalls im Alter von 21 Jahren hatte ich allmählich meine schwierige Zeit nach dem Ende meiner Jugendliebe überstanden und hatte im Laufe der Jahre verschiedene Freundinnen, wovon ich mit den meisten auch GV außerhalb der Ehe hatte- Zu meiner Verteidigung wusste ich nicht, dass dies falsch war, denn so ausführlich wurde die Bibel nie in der Leserunde "junge Gemeinde" gelesen. Selbst die Passage um Matthäusevangelium 16,19 zu welche ich trotzdem gelesen hatte und zu welcher ich der Pfarrerin unter vier Augen eine Frage stellte, auf die ich monatelang keine Antwort bekam, nämlich weshalb in der evangelischen Kirche trotz dieser Verheißung Ehen nur bis zum Tod geschlossen werden, weshalb ich dann erkannte, dass diese Kirche nicht die richtige für mich ist, weil sie zumindest in diesem Punkt weder meine Fragen beantworten konnte noch wirklich mit der Bibel in allen Punkten übereinstimmt. Ebenso verhielt es sich auch an verschiedenen anderen Stellen allein schon in der Bergpredigt, die dann einfach übersprungen wurden. Das Alte Testament hatten wir sogar abgesehen vielleicht von den ersten paar Kapiteln der Genesis, nie gelesen.

Meine Lebensweise änderte sich nach und nach, als ich der "Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage" beitrat. Mit GV, diverse schädliche Teesorten und Alkohol war es gleich vorbei, denn darauf konnte ich am leichtesten verzichten. Ebenso verhielt es sich mit einer Freundin. die mit meiner Religion, zu der ich gefunden hatte und die mir aufgrund verschiedener Antworten, die ich erhielt, ohnehin nicht klarkam und der vor allem GV wichtig war, aber auch nichts darüber hinaus, wie etwa die Ehe.

Auf Cappuccino zu verzichten, auf welchen ich umgestiegen bin, nachdem ich im Alter von etwa 25 Jahren eine mehr als deutliche Warnung in einem Traum erlebt hatte, dass ich an einem Herzinfarkt sterben würde, wenn ich weiter so viel Kaffee trinken würde, wie es damals der Fall war, fiel mir dann doch etwas schwerer.

Auch die meisten Erwachsenen kümmert es nicht, auf Partys, One night stands usw., eigentlich ist Sex vor der Ehe in Deutschland für Christen völlig normal. Dabei ist es doch - wer die Bibel kennt - verboten.

Nicht nur das. Laut der Bergpredigt ist es sogar verboten, wenn ein Mann eine Frau auch nur lüstern ansieht (und vermutlich ist es umgekehrt genauso gemeint). Das hat nichts mit übermäßiger Strenge zu tun, sondern ganz einfach damit, dass nicht nur unsere Handlungen, sondern auch unsere Gedanken unsere geistige und charakterliche Entwicklung beeinflussen.

Bislang habe ich keinen Christen kennengelernt, der aufgrund seiner Religion auf den Alkohol verzichtet.

Wo in der Bibel steht, dass man auf Alkohol verzichten soll? Ich kenne diese Bibelstelle nicht. Ich weiß nur, dass es im Buch Mormon eine Schriftstelle gibt, dass man auf starkes Getränk verzichten sollte, womit alkoholhaltige Getränke gemeint sind.

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Ich schätze deine Ehrlichkeit

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juckt es keinen

Erste Gegenfrage: Warum sollte es jemanden jucken? Das Leben eines Menschen geht dich nichts an. 

Zweite Gegenfrage: Was würdest du denn tun? Wenn ein Mädchen schwanger wird, gibt es zwei Möglichkeiten: Man unterstützt es oder unterstützt es nicht. Ich sehe es so, dass man lieber Hilfe leistet, anstatt irgendwas von religiösen Regeln faselt. Das bringt in einer solchen Situation wirklich niemandem was. 

Dabei ist es doch - wer die Bibel kennt - verboten.

Wertvorstellungen sind wandelbar, Religionen ebenso. Das Verbot des außerehelichen Geschlechtsverkehrs hat historische Gründe. In der Vergangenheit hatte ein solches Verbot durchaus noch Sinn. Dieser ist aber heute nicht mehr gegeben. Folglich gibt es auch keinen Grund, sich nicht daran zu halten. 

Ebenso ist es mit dem Alkohol. 

Da hast du wohl was falsch verstanden. Nur Muslime trinken keinen Alkohol und haben sich ein Verbot zusammengereimt. Christen (und Juden) kennen ein solches Verbot nicht und in der Bibel steht davon auch nichts. Im Gegenteil – in der Bibel gibt es genug Menschen, die Alkohol konsumieren. 

Jungfräulich zur Zeiten der Bibel zu bleiben hatte damals Sinn. Mit Betonung auf damals. 

Damals stand die Frauen mittellos da. Von sexuellen Krankheiten zu schweigen. Vaterschaft war nicht eindeutig. 

Das haben wir in der modernen Zeit etwas geändert, indem es Verhütungsmittel gibt, Unterhaltszahlungen und Vaterschaftstests. 

Zudem hat sich unsere Einstellung zur Ehe geändert. Was früher der reinen Versorgung diente, wird heute nur aus Liebe gemacht. 

Außerdem hat sich Jesus immer wieder auf die Seite von in der Bibel genannten Ehebrecherinnen genannt. Inzwischen wird vermutet, dass damit Prostituierte gemeint sind. 

Was das Schwangere Mädchen betrifft: die Nächstenliebe gebietet den Christen ihr zu helfen. 

Was Alkohol betrifft: in der Bibel steht das Gegenteil. Jesus hat Alkohol getrunken. Der ist in der Bibel nicht verboten.  

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