Warum atmet man oft einmal tief ein und aus bei zum beispiel Erleichterung oder auch Seufzern bei Sorgen,hat das einen neurol.,biol. oder psychologischen Grund?

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5 Antworten

ich weiss es selber nicht, aber villeicht ist es tatsächlich ein physischer Reflex: Mit einem tiefen Atemzug atmet man ja viel Sauerstoff ein, das heisst das Blut wird mit mehr Sauerstoff angereichert und dann funktioniert z.b. das gehirn besser.

Psychologisch bedingt könnte ich mir vorstellen, dass es einen Moment Ruhe schafft, weil man sich eben für diesen Atemzug ein bisschen Zeit lässt. Und man konzentriert sich darauf und leert vielleicht seinen Kopf so ein bisschen.

Nur Vermutungen!

Das sind so Fragen, über die sich kaum jemand Gedanken macht, oder dazu forscht.
Du hast ja sicher schon recherchiert, vor deiner Frage ;-)

Ich habe auch nur eine Vermutung. Bei starker Anspannung atmet man unwillkürlich sehr flach.
Teils wohl, um sich zu tarnen, ein Seufzer ist ja recht laut.
Teils wohl, weil ein entspannter Atemzug genau das Gegenteil von Kampfbereitschaft ist. Oder vielleicht nicht mal Kampf, auch beim Bogenschießen oder diffizilen Handgriffen atmet man sehr flach, oder hält sogar den Atem an.

Und dann, wenn die Spannung nachlässt, holt man das Atmen nach, durch einen tiefen Seuzer.
Vielleicht auch symbolisch, um demonstrativ in den "Normalmodus" zu wechseln.

Es vermittelt dem Körper ein Gefühl von sicherheit. Besonders die tiefe bauchatmung wirkt beruhigend

Ich habe erst neulich mitbekommen, dass auch bei intubiert beatmeten Patienten im künstlichen Koma die Geräte neuerdings solche "Seufzer" einbauen. Es trägt wohl zur besseren Funktionalität des Atemtrakts bei, der genaue Grund war meiner Professorin nicht bekannt, aber es muss sich evolutionär durchgesetzt haben.

An der akuten pH Regulation liegt es dann wohl eher nicht, da bei intubierten Patienten dieser ja eingestellt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwie mit der Elastizität der Alveolen zusammenhängt.

Das wäre dann also ein neurologisch/physiologischer Grund.

Bedenke, das Atemzentrum, die Medulla oblongata ist teil des Hirns. Hyperventilieren wir, dann ändert sich auch der pH-Wert des Blutes, während bei verlangsamter Atmung der Sympathikus abgedämpft wird. Ruhig zu atmen ist parasympathisch, was wiederum eine andere neuronale "Befeuerung" zur Folge hat.

Das körperfeindliche Christentum hat den Menschen 2000 Jahre lang eingeredet, dass es quasi zwischen Körper und Geist eine Art Chinesische Mauer gäbe, huldigte so einem Dualismus, einer bloßen Dichotomie.

Wenn mann natürlich so feine Sächelchen wie eine Seele mutmaßt, dann muß man zu der bescheuerten Auffassung kommen, dass Körper und Geist fein säubwerlich getrennt seien.

Erstaunlich dabei ist schon, wie lange die Menschheit diese geisitgen Blähungen und Irrlichtereien hingenommen haben.

Z.T. tuen sie es ja heute noch - partiell in den imperialistischen Hochburgen und mehrheitlich in den unter, - und halbentwickelten Staaten.

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