Warum habe ich Angst, dass ich selbst beim Trinken von Wasser zunehme?

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6 Antworten

Zur Angst - mal ein Versuch das Thema leicht zu erklären:
Ängste sollen uns eigentlich als Urinstinkt vor Gefahr warnen, gerade in der heutigen Zeit überreagiert der Körper bei vielen jedoch bereits auf psychischen Stress.
Dieser Stress sind meist Sorgen mit denen eine schlechte Erfahrung einher geht oder die durch eine schlechte Erfahrung bestätigt werden.
Auch wenn sie uns eigentlich bei näherem Nachdenken als Unlogisch erscheinen, reagiert der Körper auf diese Erfahrung einer bestätigten Sorge mit dem Reflex Angst und ruft diese in ähnlichen Situatuionen immer wieder hervor.
(Beispiel: Sorge: Spinne sieht gefährlich aus, dann springt sie einen plötzlich an - Sorge bestätigt und im Unterbewusstsein abgespeichert, das nächste Mal geht man nicht mehr so unbesonnen an Spinnen heran.)

Bei dir kann trotz eigtl. besseren Wissens deine Hauptangst "Zunehmen" sich nach dem gleichen Prinzip auch auf solche Sachen wie eben das Trinken von reinem Wasser auswirken. Dass das scheinbare Gewicht durch Trinken an dem Tag auch nach längerer Zeit noch blieb, wurde ein Angstauslöser.

Wie kann man dagegen angehen?

Da du bereits in Therapie bist, solltest du bereits ein paar Punkte der Angstbekämpfung von dort kennen. Hier nocheinmal:

  • Beruhigung und Ablenkung durch Sport und/oder  Entspannungsübungen: gerade wenn die Angstsituation akut ist, kann man es sich antrainieren spezielle Übungen zu machen um wieder "herunterzukommen". Autogenes Training, Entspannung durch Bewegung, Meditation - vielleicht wurden dir hier von deinem Therapeuten bereits ein paar schnelle Übungen gezeigt. Wende diese aktiv an, sobald du merkst, dass eine Sorge aufsteigt oder du dich einer Gefahrensituation (zB Esstisch oder Waage) näherst. Mit der Zeit wirst du durch das aktive Üben gelassener und kannst auch ruhiger an die Situation rangehen. Auch bei längeren Phasen helfen die Entsapnnungsübungen.
  • Die Situation logisch betrachten: hat man Angst ist das Gehirn auf reflex statt Logik gestellt, daher ist ein gewisses Maß an Ruhe hier nötig. Das logische Betrachten der Angstsituation hilft dieses großes Angstfragezeichen zu erkennen, zu entschlüsseln und öffnet letztlich auch den Blick für Lösungsansätze. Diese Lösungsansätze bestehen meist aus...
  • der Konfrontation mit der Angstsituation. Hier geht man nochmal an das Problem heran, macht sich nocheinmal davor mit den Fakten vertraut (Wasser hat keine kcal, evtl chemische Zusammensetzung, man nimmt nicht zu, sondern hilft sogar den Körperzellen sich wohl zu fühlen (evtl hilfts: stell dir eine trockene, heulende Smiley-Zelle vor, die dann mit ein paar Tropfen Wasser wieder fröhlich lacht) ).
  • Danach geht es an den Gegenbeweis - mal direkt zum Thema Wasser springen: du bist noch ruhig? dann nimm einen kleinen Schluck - nicht gleich das ganze Glas leeren, sondern nur ein Schluck (wollen ja nicht gleich mit offenem Feuer spielen). Dann darfst du ausnahmsweise sofort auf die Waage - hat der kleine Schluck etwas ausgemacht? Du wirst hier keine Veränderung feststellen. Eine Wiederholung, kleiner Schluck, wiegen, keine Veränderung - PAUSE. Über die nächsten Tage wiederholst du das immer wieder - du wirst sozusagen direkt sehen, dass du vom Wasser nicht zunimmst.
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Hi, ich würde dir dringend raten dass du mit deiner Therapeutin über die extremen Ängste redest. Du musst die Gründe erkennen die dich in die Magersucht getrieben haben. Diese Gründe müssen therapiert werden damit du deine Krankheit besiegen kannst. Deine Organe werden immer mehr geschädigt wenn du nicht mal richtig trinkst. Vielleicht wäre für den Anfang eine stationäre Therapie angezeigt. Jemand mit Magersucht verdrängt der oder die Gründe und widmet sich stattdessen immer mehr dem Körper. Dabei kommt es zu einer verzerrten Körperwahrnehmung. Noch etwas, du weisst sicher dass an Magersucht immer mal wieder junge Menschen sterben. Alles Gute, pack die Krankheit aktiv an und sage dir, ja ich will leben und wieder normal essen können und später möchte ich auch Kinder. 👍👍

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 11:14

Danke, ich bin in behandlung ja aber ich will nicht in eine Klinik gehen, weil mir das zu streng ist, dass ich pro woche 500 gramm oder so zu nehmen muss usw.

Zudem merke ich, das es mir egal ist, wenn ich daran sterben würde oder wenn ein Organ dazu geschädigt wird. Da habe ich gestern auch noch ne frage dazu geschrieben, warum ich mir denn so egal bin bzw ich keine angst habe das meine nieren auf einmal nicht mehr funktionieren könnten wenn ich weiter so wenig trinke.

Da hat aber nur jemand oder zwei darauf geantwortet.

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Kommentar von Thaliasp
21.02.2016, 11:54

Das ist natürlich eine schwierige Frage, ich vermute dass du zu der Magersucht noch eine massive Depression hast. Wahrscheinlich stimmt in deinem Umfeld so einiges nicht? Möchtest du wirklich für dein restliches Leben abhängig sein von einer Maschine? Wenn die Nieren kaputt sind musst du zur Dialyse. Eine Maschine übernimmt dann die Arbeit der Nieren. Das heisst zwei bis dreimal in der Woche für mehrere Stunden musst du an diese Maschine angeschlossen werden. Du bist dann natürlich ordentlich eingeschränkt. Vielleicht wäre es gut wenn du für den Anfang Mittel kriegen könntest damit es dir ein bisschen besser geht.

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Weil Ängste leider oftmals irrational sind.

Am besten wäre es, wenn du dich damit in Behandlung begibst, denn zu wenig trinken ist auf Dauer nicht gut für die Nieren

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 00:32

Ich weiss, dass das alles schädlich ist für die Nieren und mehr. Und ja ich bin schon in Behandlung, und ich werde das sicher auch mal meinen Arzt oder Psychologin fragen, aber ich konnte irgendwie nicht auf die Antwort warten weil ich das Gefühl von verdursten nicht will 😂

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 00:38

Das Problem ist, das ich glaube einenGrund habe, weswegen ich angst habe. Ich war in einer Klinik, und da stand ich auf die wage und wog irgendwas mit 40,6 und hab dann was getrunken (wasser) und bin dann wieder auf die waage gestanden und wog danach 40,8. ja also gibg ich zu bett und am nächsten morgen die schlimme Nachricht der waage, immer noch 40,8. und seid her hab ich das gefühl selvst bei wasser würde ich zu nehmen. ^^

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Solche Ängste müssen nicht logisch sein. Magersucht ist schließlich auch keine begründete Angst. Es reichen bestimmte Zeichen wie die reine Gewichtszunahme beim Konsum, um Angst zu schüren. Dort hilft kein logisches Denken zur Therapie, sondern nur eine Auseinandersetzung mit den Ursachen und eine gezielte Therapie der Krankheit.

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 00:32

Okay

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Das kann dir hier niemand sagen. Nur du kannst wissen weshalb du angst hast.

Trotzdem sollte du mehr trinken, denn dass ist extrem ungesund. Such dir bitte Hilfe ❤️

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 11:04

Ja

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bist du in professioneller Behandlung?

Wenn du ständig so wenig Flüssigkeit zu dir nimmst, wirst du neben deinen anderen Problemen, die aus der Magersucht resultieren, noch heftigst Probleme mit deinen Nieren bekommen.

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 00:35

Ja ich bin in Behandlung. Im Kinderspital und bei einer Psychologin. :)

Ja es ist mir klar das die Nieren davon geschädigt werden können, und das will ich ja natürlich auch nicht. Aber ich schaffe es nicht irgendwie mehr zu trinken. Ich habe vor ca 2 Wochen viel mehr getrunken aber irgendwie habe ich es mir dummerweise ,,abgewöhnt" wegen der Angst, die sich irgendwie noch verstärkt hat, seid ich 2 Kilos abgenommen habe.

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 11:03

Danke.
Also ich hab halt schon immer sehr wenig getrunken, auch als kind schon, aber nie so wenig wie jetzt ^^

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Kommentar von Mytrylive
21.02.2016, 11:15

Und dazu kommt halt noch das ich keine angst habe nierenkrank zu werden oder das auf einmal eine organ kaputt geht. Hab dazu gestern auch eine frage gestellt, aber naja hab ja bald wieder therapie ^^

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