18 Antworten

Ein lebendiger Präsident der Republik betrachtet sich selbst eben anders, als er einen schon länger verstorbenen Religionsgründer betrachtet. Wenn ein muslimischer Prophet nicht respektiert wird, ist das nach französischer Auffassung tatsächlich Meinungsfreiheit. Wenn dagegen der französische Staatspräsident nicht respektiert wird, wo kämen wir dann hin?

Muss man nicht unbedingt verstehen.

Doch, das KANN und SOLLTE man aber verstehen.

Der Straftatbestand "Beleidigung" ist nur auf lebende Personen anwendbar. Macron lebt, Mohammed nicht mehr.

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@earnest

Ich kann verstehen, dass sich Macron beleidigt fühlt. Geht es nicht aber bei dieser Darstellung um seine Politik und nicht um ihn selbst? Als Staatspräsident steht Macron in der Öffentlichkeit. Er symbolisiert seine Politik. Und ist nicht der erste und sicher nicht der letzte Staatschef, der von Kritikern als "Hitler" gezeichnet wird. Wobei "Hitler" auch nur als Symbol für das Böse schlechthin steht. Ich finde das auch geschmacklos, aber dass gerade er dafür Anzeige erstattet, hat schon ein Geschmäckle. Finde ich.

Du hast auch recht, Mohamed ist tot, aber auch er steht symbolisch für etwas, für den Islam. Mohamed zu karikieren kann und soll nicht Mohamed beleidigen, sondern die Gefühle der gläubigen Muslime. Deshalb haben wir ja auch den §166, der die religiösen Gefühle anerkennt und den öffentlichen Frieden schützt. Wir sind aber auch nicht Frankreich.

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@Maity

Warum sollte er denn KEINE Anzeige erstatten? Deine Argumentation überzeugt mich nicht.

Deine Aussage, die Karikaturen sollten(!) die Gefühle der gläubigen Muslime beleidigen, halte ich für eine Unterstellung.

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@earnest

Ich kenne mich im französischen recht Null aus, bin mal gespannt, was letztendlich bei der Anzeige herauskommt. Frau Merkel wurde beispielsweise auch schon als Hitler gezeichnet. Und Herr Schröder hat mal einen Journalisten verklagt, weil der behauptete, der damalige Kanzler habe seine Haare gefärbt. Auch Herr Erdogan hat hier mal eine Klage eingereicht wegen des unsäglichen Böhmermanngedichts. Dafür sind Gerichte ja da, um die Grenzen zu ziehen zwischen Humor und Strafbarkeit.

Zu den Karikaturen gibt es sicher unterschiedliche Meinungen, aber ich kann mir beim besten Willen keine andere Intention vorstellen. Du? Was genau sollen (!) denn die Karikaturen deiner Meinung nach bewirken?

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@Maity

Ich halte die Karikaturen a) für legitim im Rahmen der Meinungsfreiheit und b) für eine Kritik an islamistischen Terroristen, die sich auf Mohammed berufen.

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@earnest

Zu a., begrenzte Zustimmung, obwohl das Projizieren auf öffentliche Gebäude übertrieben ist, da es ausdrückt, dass das die öffentliche Meinung darstellt. Und gerade im laizistischen Frankreich sollte das abgewogen werden.

Zu b., das wäre dann so, als würde man die NPD mit Herrn Steinmeier symbolisieren. Und ja, das ist gleich, denn die absolute Mehrheitsmeinung unter Muslimen ist, dass die islamistischen Terroristen eben nicht den Lehren des Propheten folgen. Der Prophet Mohamed symbolisiert den Islam, und nicht Terrorismus, egal welcher Couleur. Die meisten Opfer islamistischen Terrors weltweit sind und waren immer Muslime. Diesen Terrorismus mit dem Propheten in Zusammenhang zu bringen, ist letztendlich eine Opferverhöhnung, da so suggeriert wird, die Muslime seien ja selbst schuld am Terror.

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@Maity

Das ändert nichts an meinem Kommentar.

Ob sich nun die islamistischen Terroristen fälschlich auf Mohammed berufen oder nicht, ändert nichts an deren Untaten.

(Natürlich stimme ich Dir zu, dass Mohammed nicht den Terrorismus symbolisiert.)

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Bei den unglaublich vielen islamischen terroristischen Anschlägen in Frankreich durch extreme Muslime, von Islamphobie zu sprechen, ist schon unverschämt. Das ist Realität und ich würde mich nicht wundern, wenn Frankreich die gleiichen Massnahmen wie Dänemark ergreift. Hoffentlich!

Der Vergleich mit Charlie Hebdo Karikaturen und die Auswirkungen und dem Macron Plakat ist purer Unsinn und ein bemitleideswerter Versuch die Attentate zu relativieren.

Jeder kann etwas anzeigen, wegen Beleidigung, aber die Muslime töten dann gleich, das ist für mich schon ein klitzekleiner Unterschied.

Die Empörung ist berechtigt:

Hier wird keine Meinung zum Ausdruck gebracht; hier werden durch völlig unangebrachte und widerliche NS-Vergleiche Personen diffamiert. Das ist nicht Zweck und Sinn von Satire. Das soll nicht belustigen, es soll anstacheln.

Woher ich das weiß:Beruf – Externe Lehrkraft an einer Grundschule

Die Karikaturen, die er unterstützt hat, waren auch völlig unangebrachte und widerlich.

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@Khaled706

Das ist richtig, und diese Karikaturen habe ich gleichermaßen verurteilt.

Die "Mohammed-Karikaturen" müssten genauso kritisiert werden.

LG

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@Khaled706

Wo hat er die Karikaturen unterstützt? Was Gerichte entscheiden, ist nicht unbedingt die Meinung des Staatspräsidenten. Vielleicht hat er persönlich auch Vorbehalte gegen die Veröffentlichungen von Charlie Hebdo.

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@Picus48
Wo hat er die Karikaturen unterstützt? 

Das hat er mehrmals gesagt.

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@Khaled706
Das hat er mehrmals gesagt.

Macron sprach sich mehrmals für die Meinungsfreiheit aus sowie gegen jihadistischen Terrorismus. Frankreich leidet wie wohl kaum ein anderes westliche Land unter dem Islam.

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@Khaled706

Er hat gesagt: "Das Recht auf blasphemische Äußerungen und Darstellungen sei in Frankreich durch die Gewissensfreiheit abgedeckt." Seine Rolle als Präsident sei es, "diese Freiheiten zu schützen". Das heißt nicht, dass er jede Darstellung unterstützt.

Blasphemie ist das Verhöhnen oder Verächtlichmachung von Glaubensinhalten einer Religion oder eines Glaubensbekenntnisses. Dabei werden keinerlei Persönlichkeitsrechte von real-existierenden Personen berührt.

Die Gerichte werden nun entscheiden, ob die Toleranz zur freien Darstellung der eigenen Meinung auch bei persönlichen Verächtlichmachung des Präsidenten berechtigt.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man nicht alles, was rechtlich erlaubt ist, auch tatsächlich praktizieren sollte. Die Darstellungen von Charlie Hebdo empfand ich als geschmacklos, entwürdigend und provokativ. Ebenso wie die Darstellung des Papstes mit durchgepisster Hose. Ich lehne jeglichen Religionszinnober energisch ab, aber man muss ihr Anhänger nicht beleidigen. Und auch nicht einen Staatspräsidenten, dessen Meinung man nicht teilt. Erfreulich ist allerdings, dass der Präsident sich gerichtlich zur Wehr setzt und nicht gleich das Militär mit Waffengewalt gegen die Urheber der Karikatur einsetzt. Anders bei Charlie Hebdo, wo die spontan-beleidigten Gläubigen ein Massaker mit vielen Toten anrichteten.

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@Khaled706

Warum sollte man mohammed nicht mittels karrikaturen zeigen dürfen? Wie leben in europa find dich damit ab. Daran war nichts widerlich und es war auch nicht unangebracht, der Mann ist schon lange tot, und in Europa sollte er nicht auf einem podest stehen.

Er war nur ein karawanenrâuber und hat nicht den Respekt und Verehrung verdient die ihm heute zukommt.

Es sollte Alltag sein die Person mohammed zu kritisieren.

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  • Jeder Mächtige ärgert sich , wenn er als etwas dargestellt wird, das er nicht ist!
  • ICH würde mich genauso darüber ärgern, wenn Du MICH so darstellen würdest, obwohl ich gar nicht mächtig bin!
  • Es ist einfach geschmacklos, dumm und ungerecht, was da verglichen wird!
  • ABER: Macron respektiert trotz allem die Meinungsfreiheit!
  • Hier handelt es sich um Ehrverletzung! ...und sowas ist ein Straftatbestand!
  • Immerhin sagt er nicht, - wie so viele Islamisten - schneidet dem Karikaturisten den Kopf ab"

...Unterschied klar geworden???

...Unterschied klar geworden???

Nein, es liegt aber nicht an mir.

Die Karikaturen, die die Muslime als Terroristen dargestellt haben, hat er unterstützt.

Jetzt will er plötzlich, dass der Karikaturist bestraft wird?

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@Khaled706

Das entscheidet nicht Macron, sondern Gerichte. Aber die zählen ja für Muslime nicht, da wird sofort getötet.

Ausserdem, war das eine eine Karrikatur, die eine Meinung satirisch vermittelte (Mohammed mit einer Bombe, als Urheber (siehe Koran) von Anschlägen auf Ungläubige.) Wahrheit

Macron als neuen Hitler zu bezeichnen, ist nicht gerechtfertigt, weil es da keinerlei Zusammenhang zwischen Macron und Hitler gibt. Unwahrheit

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@Khaled706

UNSINN: Er hat nicht die Karikaturen unterstützt, sondern nur die Meinungsfreiheit! DEN Unterscheid verstehst Du wohl auch nicht:(?

Die Karikaturisten von Charlie Hebdo haben keine lebenden Personen beleidigt, sondern ein Abstraktum karikiert - den Islahm - und das haben sie zuvor mit Christen- und Judentum (und wahrscheinlich sogar Buddhismus) auch gemacht!

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@FelicienRops
und Judentum

Das glaube ich nicht. Kannst du es verlinken?

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Welcher Unterschied ?

Ist Mensch nicht Mensch?

Sind unsere Werte bzw Gefühle weniger wichtig, nur weil wir an was anderes glauben ?!

Und DU redest über Ehre... jetzt wird es interessant.

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@Warde25

Deine Gefühle sind keine Rechtfertigung eines Mordes lol

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@Diterius

Das meine ich: ihr lest und dann kommt Blödsinn dabei raus. WO steht das ?

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@Diterius

Das war DEIN Kommentar. Also deine Gedanken und deine Baustelle. Ich habe nichts davon gesagt. 😂

Du und der da oben. (Mit der Antwort)🙄

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@Warde25

@FelicienRops hat gesagt, dass selbstverständlich ein Mensch über provokante Inhalte sich aufregt, aber Macron hat ihn vor einem Gericht angezeigt, das entscheidet, ob er schuldig ist. Dies ist besser als Morddrohungen oder gar reale Morde. Mit deinem "Sind unsere Werte bzw Gefühle weniger wichtig, nur weil wir an was anderes glauben ?!" liest es sich aber so als würdest du diesen Aufschrei und die Aktionen der Radikalen Muslime über eine längst tote Person, die keine Gefühle hat, legitimieren.

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@Diterius

Das ist deine Interpretation. Daran habe ich nicht mal gedacht. Es ging um werbes

Kommt erfunndimgen

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@Warde25

Kannst du bitte deine Kommentare klar und mit weniger Fehlern verfassen?

Du scheinst selbst nicht richtig verstanden zu haben, worum es bei der Antwort geht, wie es aussieht.

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@Warde25

Natürlich ist Mensch gleich Mensch, aber die Handlungen sind nicht die gleichen.

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obwohl ich gar nicht mächtig bin!

Und das ist auch gut so.

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Dass er sich ärgert, ist nachvollziehbar. Meinungsfreiheit hindert keinen daran, rechtliche Schritte einzuleiten.

Immerhin zieht er nicht mit einer Kalaschnikow los und metzelt seine Kritiker nieder.

Dass er sich ärgert, ist nachvollziehbar.

Und was ist mit der Meinungsfreiheit, die er mal unterstützt hat?

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@Khaled706
Und was ist mit der Meinungsfreiheit, die er mal unterstützt hat?

Verleumdungen etwa gehören nicht zur Meinungsfreiheit.

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