Waru ist Deutschland von den Problemen der Entwicklungsländer betroffen?

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3 Antworten

Deutschland ist mit 80 Millionen Menschen schon ziemlich groß, aber dennoch relativ klein gemessen an 7000 Millionen Menschen. Wir bilden mit unserer eigenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Organisation eine Gemeinschaft innerhalb von rund 200 Gemeinschaften insgesamt. Der wirtschaftliche und kulturell-politische Austausch mit diesen anderen Staaten ist unterschiedlich intensiv. Dabei beanspruchen alle Staaten, Souverän ihrer Gesellschaft zu sein, was uns auf einen vorsichtigen, respektvollen Umgang mit ihnen verweist. Da wir ein Land mit hohen Exporten sind, spiegelt unsere Wirtschaft viel empfindlicher die Wirtschaftsentwicklungen anderer Länder wider als z.B. in den großen und eher autarken USA oder China. Dass Länder wie China und Indien oder Brasilien an einem intensiven Austausch mit Deutschland interessiert sind, zeigt, dass wir offensichtlich auch etwas zu geben haben. Wir dagegen sind interessiert, dass Länder wie Indien, Brasilien oder Argentinien wirtschaftlich voran kommen, weil das den Austausch in beiden Richtungen vorwärts bringt zu beider Vorteil.

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Jede entwickelte Industrienation ist "betroffen" von den Problemen der Entwicklungsländer, weil der Handel mit Gütern, die Waren sind, also mit denen Gewinne eingefahren werden müssen, die entwickelten Staaten bevorzugt. Die Produktivität der Waren der entwickelten Staaten ist wesentliche höher als die Produktivität bei den Entwicklungsländern und diese Staaten müssen diese geringeren Kosten/Stück beim Handel ausgleichen mit sehr billigen Löhnen. Sonst können die Entwicklungsländer keine Devisen bewirtschaften, um Waren, Verbrauchsgüter (z.B. Medikamente) und Investitionsgüter (z.B. Maschinen) auf dem Weltmarkt zu kaufen. In der Regel sind es landwirtschaftliche Produkte oder Bodenschätze, die sie aber nur anbieten können, wenn die Löhne der Arbeiter auf einem entsprechend niedrigen Niveau sind. Die Kosten (Arbeitskosten, sonstige Kosten) müssen sich so als Preise ausdrücken, dass sie mit den Produkten der anderen produktiveren Nationen konkurrieren können. Damit hat der Markt in diesen Ländern das Problem, dass die zahlungsfähige Nachfrage sich in sehr engen Grenzen bewegt, weil die Löhne so niedrig sind. Diese Länder plündern dann auch ihre natürlichen Ressourcen wie z. B. ihre Waldbestände, was wiederum Auswirkungen auf das gesamte Weltklima hat. Oder die Umweltbestimmungen sind so weit bemessen, dass durch relativ hohe Emmissionen die CO2-Produktion steigt und so wiederum Einfluss hat auf die Erwärmung der gesamten Erde. Wenn man es genau nimmt, sind das Ganze also keine Probleme der "Entwicklungs"länder, sondern von der Art und Weise des kapitalistischen Wirtschaftens, das von den höher entwickelten Staaten auf die ganze Welt ausgedehnt wird, wenn es nicht schon da war. 

So erklären sich die Anführungsstriche am Anfang bei "betroffen". Die entwickelten Länder sind von ihrer eigenen Wirtschaftsweise "betroffen".

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Dadurch dass Deutschland ein,,Reiches'' Land ist

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