Waren viele der deutschen Denker aus der Vergangenheit jüdisch?

4 Antworten

Meiner Einschätzung nach waren Menschen jüdischen Glaubens im Deutschland des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unter Denkern, Schriftstellern, Intellektuellen und Wissenschaftlern in Bezug auf ihren Bevölkerungsanteil überrepräsentiert.

Nur einige Beispiele: Moses Mendelssohn, Heinrich Heine, Karl Marx, Albert Einstein, Nelly Sachs.

Laut dem Duden-Online-Wörterbuch ist ein Denker ein Philosoph. Die meisten der weltbekannten deutschen Philosophen (Gottfried Wilhelm Leibniz, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche ...) waren nicht jüdisch.

Infolge der jüdischen Emanzipation im 18. und 19. Jahrhundert haben sich Juden in allen Wissenschaftsbereichen einen Namen gemacht, unter anderen in der Medizin (Paul Ehrlich ...), Psychologie (Erich Fromm ...), Physik (Albert Einstein ...) und Chemie (Fritz Haber ...).

Artikel zur Repräsentation von Juden unter Nobelpreisträgern: https://scientific.at/2002/roe_0240.php.

Die "großen" unter ihnen so ziemlich alle.

Hinzu kommen noch viele erfolgreiche Geschäftsleute und Politiker.

Auch deswegen gab es sehr viel eifersüchtigen und neidvollen Hass ihnen gegenüber, auch und vor allem unter den "nächstenliebenden" Christen. Man denke an den Judenhasser Martin Luther...

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