Waren Stasi-Spitzel in der Bevölkerung verpönt?

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11 Antworten

Damals liefen die nicht mit einem Schild um den Hals herum.
Man erfuhr das in den meisten Fällen erst nach dem Fall der Mauer, ab da waren die so beliebt wie die Beulenpest.

Waren ja nicht wenige, 91.000 Hauptamtliche und 780.000 IM's.
Ein paar wahrhafte Schweinepriester und ein Haufen Mitläufer mit blühenden Fantasien.
Nicht Wenige haben sich in den Öffentlichen Dienst gerettet, freilich unter fleißigem Verschweigen ihrer perfiden Untaten.

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666Phoenix 22.11.2016, 09:29

Man sollte schon beweisen können, dass das "perfide Untaten" waren, und nicht nur den Quark und die Emotionen des heutigen Mainstreams zu diesem Thema wiedergeben!

"Schweinepriester" trägt nicht zur sachlichen Aufarbeitungen der Rolle der IM´s bei, sondern zeigt bestenfalls ein bestimmtes (sehr niedriges) geistiges Niveau! 

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lupoklick 22.11.2016, 13:44
@666Phoenix

Ob "Schweinepriester", IM oder "ich habe  keiner Person geschadet bla bla....."

.... mehr als Verachtung ist nicht drin !!!

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soissesPDF 22.11.2016, 20:37
@666Phoenix

Ich habe Dir schon das eine oder andere Mal http://www.phoenix.de empfohlen, hier laufen entsprechende Dokumentionen nahezu durchgängig.

Welche Rolle IM's spielten ist in 5 Mio. Stasiakten dokumentiert.
Veraltet und aufgereitet bei der Stasiunterlagenbehörde.
In dieser Behörde befinden sich noch immer ehemalige IM's der Stasi.
Die würde Herr Jahn gern loswerden, nur sind andere Behördern davon nicht wirklich erbaut, sich diese Beulenpest einzuhandeln.

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Ein IM war ein nebenberuflicher Denunziant im Auftrag der Mielke Staatssicherheit.

Denunzianten waren schon immer und auch in jeder Gesellschaftsform verachtet. Wurde ein solcher erkannt, dann machte man einen großen Bogen um ihn und jedes Gespräch verstummte.

Man kann mit recht feststellen, die IM's waren der Abschaum der Gesellschaft. Der Unterschied zu den Blockwarten der NS Zeit, die Blockwarte machten keinen Hehl aus ihrer Tätigkeit, der IM hingegen arbeitete hinterhältig im Verborgenen.

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Aus meiner Familie weiß ich, dass die Männer der Schwestern meiner Mutter beide für die Stasi gearbeitet haben. Sie haben beide auch mittlerweile neue Männer. :D

Und ein Freund meines Vaters war wohl auch bei der Stasi und man wusste das auch, also meine Mutter sagte, die konnten das nicht gut verbergen.

Mein Vater kam damals aus Jugoslawien in die DDR als Gastarbeiter und ging mit meiner Mutter aus und die beiden haben das an die Stasi verraten. Daraufhin haben die Eltern meiner Mutter und meine Mutter selbst ihre Positionen bei ihren Arbeitsstellen verloren. Also, meine Mutter wurde von der Kindererziehung in die KITA-Küche gesteckt. Die Begründung war letztlich der "unerlaubte Kontakt zu Bürgern des nicht-sozialistischen Auslands."

Anfangs haben meine Großeltern meine Mutter und meinen Vater verantwortlich gemacht, aber da keiner weiß wo die beiden Spitzel heute abgeblieben sind und meine Eltern noch zusammen sind, würde ich mal sagen, haben die Spitzel verloren.


Und meine Mutter hat auch ihre Stasi-Akte beantragt und da steht das alles auch drin. Da steht auch drin, dass sie einen leichten Lebenswandel hat. Und dass sie wohlmöglich unfähig ist sich in das Kollektiv einzufügen, da sie mal in einem Ferienlager einen Karabinerhaken geklaut hat. Yo.

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Claud18 22.11.2016, 20:07

Dabei war Jugoslawien ein sozialistisches Land! Nur eben mit guten Kontakten zum Westen, weshalb wir es nicht mehr besuchen durften.

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Natürlich, wenn denn herauskam, wer es war. Oft traf der Verdacht auch die Falschen.

Und ein Beispiel für Spitzel in der Familie: Vera Lengsfeld, damals Wollenberger, wurde jahrelang von ihrem eigenen Mann bespitzelt. Das ist natürlich ein Schock, wenn du mitbekommst, dass dein Partner, den du geliebt und dem du vertraut hast, dich an die Stasi verraten hat.

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Nein, die Stasi-Spitzel waren immer deine besten Freunde, da sie dir immer einen kostenlosen Aufenthalt in einem Wellness-Knast verschaffen konnten!

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Was glaubst Du? Das sie gefeiert und gehuldigt wurden, das man ihnen täglich Geschenke machte, weil sie Freunde aushorchten und verraten haben.

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Die meisten schon. Weil sie die Bürger verpetzt haben.

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Sie waren nicht verpönt ... es wußte nämlich keiner in der Bevölkerung ... kam alles erst in der Wendezeit ans Tageslicht .

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Daß Spitzel "beliebt" waren - davon ist mir nichts bekannt !!!

Mißtrauen säen - das macht unbeliebt . seit Jahrtausenden,,,,

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natürlich, dazu musste man aber erst mal wissen, wer ein Spitzel war. Die haben doch verdeckt gearbeitet. Viele haben die eigene Familie ausgespäht.

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KevinsLife 21.11.2016, 20:06

Viele haben die eigene Familie ausgespäht.

Wow, krass. 

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Goson 21.11.2016, 20:09
@KevinsLife

dadurch ist es in vielen Familien aus der DDR zur Tragödie gekommen, als das raus kam. Viele nahmen sich das Leben, weil sie nicht damit zurecht kamen, weil sie von ihrem Angehörigen ausgehorcht und denunziert wurden. Fürchterlich.

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KevinsLife 21.11.2016, 20:11
@Goson

Das kann ich mir lebhaft vorstellen, wär für mich auch ein Vollschock. 

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Goson 21.11.2016, 20:14
@KevinsLife

na klar, denn es waren oft ganz nahe Angehörigen, z.B. Bruder, Schwester, Mutter, Vater. Wie im Dritten Reich. - Allerdings haben die Menschen es bestimmt nicht gern gemacht, die meisten wurden wohl erpresst. Ein großes Thema. Meist kam es erst nach der Wende raus. Dann konnte Jeder, der wollte, in seine Akte einsehen. So erfuhren sie erst, wer sie ausgehorcht hat. Dramatisch.

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soissesPDF 21.11.2016, 22:42
@KevinsLife

Einige wurden schlicht erpresst, andere wurden dafür bezahlt.
Wenige unterlagen der Verblendung gar für eine bessere Welt zu spionieren.
Die haben das Blaue vom Himmel gelogen, die Stasi's glaubten noch den krudesten Mist der ihnen aufgebunden wurde.

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Die, die inoffiziell waren, auf jeden Fall.

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