Waren Kreuzritter Christen, oder waren es Christianisten?

16 Antworten

Diese Frage finde ich sehr gut! Bei den Muslimen wird in Muslime und Islamisten unterschieden. Dabei hat Erdogan gesagt, dass es keine Islamisten gibt sondern nur Muslime.

Bei Christen wird aber alles unter dem Deckmantel "Christen" in einen Hut gesteckt. Das ist völlig falsch und auch schwachsinnig.

Vielleicht sollte man besser hinterfragen, werden Lehren der jeweiligen größten Vorbilder folgt? Im Islam wäre das Mohammed, der viele Kriege geführt und sogar selbst Massenhinrichtungen befohlen hat. Im Christentum ist dies Jesus, der keinen Menschen getötet, dafür aber Menschen geheilt und ihnen den richtigen Weg gezeigt hat. Sogar der Koran erkennt an, dass Jesus (Isa im Koran) ohne Sünde gelebt hat.

Ebenso ist ein Aspekt in dieser Sache von Bedeutung: Die Islamisten berufen sich meist auf den Koran, aber die Kreuzfahrer konnten sich niemals auf die Bibel berufen. Sie sind dem Aufruf des Papstes gefolgt, der behauptet hat "deus vult" (Gott will es) - er konnte aber keine Bibelstellen dafür angeben, dass Christen diese Kreuzzüge durchführen sollen.

Die Kreuzzüge konnten also niemals mit der Bibel legitimiert werden. Für Christen findet sich in der Bibel kein Auftrag, Jerusalem oder Israel zu erobern. Da Jesus Nächsten- und sogar Feindesliebe lehrte, hätte es für Christen ausgeschlossen sein sollen, die fürchterlichen Kreuzzüge durchzuführen.

Deshalb und aus anderen Gründen (die Grausamkeiten, die während der Kreuzzüge verübt wurden; das Versprechen des Papstes, dass die Teilnehmer an den Kreuzzügen Sündenvergebung erhalten usw.) kann man die Kreuzzüge als antibiblisch und antichristlich bezeichnen. Kein Christ, der die Bibel gelesen hat und an ihren Inhalt glaubt, dürfte dies bezweifeln...

Du solltest bedenken, dass in der Zeit der Kreuzzüge es den einfachen Christen oft sogar verboten war, selbst die Bibel zu lesen.

Das ist eines der grundlegenden Unterschiede zwischen Islam und Christentum:   ein Muslim liest den Koran und versucht ihn selbst zu verstehen, ggf. mit Hilfe von Gelehrten - ein Christ ist dagegen auf die Hierarchie der Priester und Bischöfe verwiesen, denen soll er gehorchen und beichten, aber die Bibel darf er NICHT selber auslegen. Der Papst als Stellvertreter (Kalif) von Christus darf die Lehre gegenüber der Bibel sogar abändern oder weiterentwickeln!

Es braucht also gar keine Legitimierung der Kreuzzüge aus der Bibel, denn der Befehl des Papstes hatte da Vorrang.

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@rr1957

Das belegt ebenso, wie antichristlich und antibiblisch die Aufrufe zu den Kreuzzügen waren.

Nach der Lehre der Bibel sind alle gläubigen Christen Heilige und Priester. In 1. Petrus 2,9 steht z. B.: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk."

Deshalb brauchen Christen auch keine Priester oder sonstige Gelehrte, die ihnen die Bibel erklären, sondern sie sollen alles selbst anhand der 66 Bücher der Heiligen Schrift überprüfen. Das Vorbild für Christen sollten die Beröer sein, über die in Apostelgeschichte 17,11 steht: "Sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte."

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Ich denke man kann die damalige Zeit nicht mit heute vergleichen.

Nur 350 Jahre davor hatten die Araber ganz Nordafrika und Spanien erobert, wo sie auch zur Zeit der Kreuzzüge bis ins 15. Jahrhundert noch herrschten.

Es war leider eine sehr grausame Zeit. Die europäischen Herrscher wurden vom Papst auf die Kreuzzüge geschickt und diesen vielen auch sehr viele Christen zum Opfer, denn auf dem Gebiet der heutigen Türkei und des heutigen Libanon lebten viele Christen.

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen den Christen zur Zeit der Kreuzzüge und den heutigen Islamisten. Dieser Unterschied hat mit dem Zugang zu umfangreichen Bildungsmöglichkeiten und der Aneignung von Bildung zu tun.

Die Christen bzw. die Kreuzritter verfügten über geringe Bildung, sie hörten auf ihre Geistlichen und konnten deren christliche und antiislamische Propaganda nicht überprüfen.

Die heutigen Islamisten haben Zugang zu vielfältigen Bildungsmöglichkeiten, über das Internet zu solchen auf der ganzen Welt. Millionen Muslime leben in europäischen Ländern, sind dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Viele Kämpfer des sog. IS kommen ebenfalls aus europäischen Ländern. Sie sind im Vergleich zu den Kreuzrittern hochgebildet und sollten begreifen, dass man sich von Gott/Allah das Paradies nicht erkaufen kann, besonders nicht durch hinterhältige Anschläge und sonstige Untaten! Dennoch die Vernunft auszuschalten und sich kritiklos dem religiösem Fanatismus auszuliefern, ist daher äußerst verwerflich.

MfG

Arnold

Das ist Schwachsinn.
Denn die meisten terroristen kommen aus Ländern mit überhaupt keinem sozialen System und sind schon in früher Kindheit prädestiniert für diesen Weg (das macht ihre Taten nicht besser).
Und die die aus Europa kommen sind auch nicht die Elite, England ausgenommen kommen die meisten aus ärmlichen Verhältnissen und haben einen Migrationshintergrund.
Wenn jemand aus einem Banlieu oder aus einem Armenviertel in Dinslaken kommt und man behauptet, dass diese Leute dort alle Chancen hätten, dann nenn ich das weltfremd

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