Waren Frauen in der BRD oder DDR gleichgestellt, differenziert betrachtet?

3 Antworten

Naja, im Westen war sehr lange die Hausfrau und Mutter gefragt. Unter Adenauer wurde das quasi propagiert und danach hat es sich nur langsam geändert.

Bis in die 70er mussten Ehefrauen ihren Ehemann um Erlaubnis bitten, wenn sie arbeiten wollten. Allein stehende Lehrerinnen haben ihren Job nach der Hochzeit aufgeben müssen. Meine Ma ist mit 14, nach der 8. Klasse, Anfang der 60er, von der Volksschule abgegangen, trotz super Noten, auf eine HauswirtschaftsSchule, weil sie sowieso 'nur' Hausfrau und Mutter würde.

Im früheren Osten kenne ich mich nicht so aus. Vordergründig war die Emanzipation deutlich weiter. Bessere Qualifikation, höhere ArbeitsQuote, gut ausgebaute KinderBetreuung, liberales Abtreibungsrecht...

Viel davon ist aber Notwendigkeit und Teil des Systems...ArbeitskräfteMangel, Indoktrination der Kinder, ohne die Frauen wäre es nicht gegangen!

Interessant wäre zB die Frage, wie denn wohl die Quote unter den Führungskräften war? Die Regierung bestand auch fast nur aus alten Männern....Wie heute noch in DAX-Unternehmen.

Nein, die Rechte der Frau in Westdeutschland war noch eingeschränkt. So habe ich erst vor kurzem erfahren, daß Lehrerinnen in der BRD bis ungefähr 1970 nicht heiraten durften, uneheliche Kinder keinen Anspruch auf Unterhalt hatten, die Männer bestimmen konnten, ob die Frau eine Arbeit annehmen durfte. Insofern war die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann in der DDR viel weiter fortgeschritten. Die Einkommen waren auch so gering, daß Mann und Frau arbeiten mußten, um genug Geld für die Familie zu haben. Damit beide arbeiten konnten, gab es Krippe und Kindergarten frei.

Spiegel Nr. 3 / 14.01.2017
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In der DDR waren die Frauen voll gleichberechtigt und sie bekamen pro Monat noch einen bezahlten Tag frei der als Haushaltstag galt.

Davon waren die Frauen der BRD weit von entfernt, bis Heute werden sie im Lohn kuerzer gehalten und ihre Rechte bekamen die Frauen mit der Salamitaktik zugeteilt und das gilt bis zum heutigen Tage. Das taeuscht darueber hinweg , das sich viele Frauen auch in der Politik arrangieren, allerdings mit dem Kinderkriegen halten sie sich zurueck, die Benachteiligung ist dadurch immer noch offensichtlich, eine Geburtenrate von 1,54 Kind pro Frau bedeutet fuer die BRD einen sterbenden Staat.

Nach dem Krieg hatten die drei K den Vorrang, Kueche, Kinder ,Kirche, 2017 brachte der Spiegel Seitenlang die Zugestaendnisse an die Frauen , welche sich ewig hinzogen. Spiegel Nr.3/14.1.2017 Seite 10 - 16.

Spiegel Nr. 3 / 14.01.2017

Service von mir.

Alleine an die Kindergartenplaetze wird bis heute gebastelt, zwar wird jeder Frau das zugestanden, allerdings wenn es keinen gibt, kann sie ihn auch nicht in Anspruch nehmen. Diese Thema ist doch eine uralte Achillessehne der BRD.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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