Waren die Russen in 1945 in Deutschland wirklich so schrecklich, oder handelt es sich um westliche Propaganda?

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3 Antworten

Während des Krieges (von deutscher Seite) und nach dem Krieg (von Seiten der Sieger) kam es immer wieder zu Übergriffen der Soldaten an der Zivilbevölkerung.

Während den Soldaten der westlichen Siegermächte nicht nur solche Übergriffe streng verboten waren, sondern auch freundschaftliche Beziehungen oder sexuelle Beziehungen zwischen Soldaten und deutschen Frauen, gab es dieses Verbot auf russischer Seite nicht. 

Natürlich kam es auch bei den Soldaten der westlichen Siegermächte zu Übergriffen auf deutsche Zivilisten, diese wurden aber von den Offizieren mehr oder weniger streng geahndet.

Die russischen Offiziere griffen da in den meisten Fällen nicht ein. Deswegen kam es nach Kriegsende zu Plünderungen, Vergewaltigungen und Erschießungen. 

Ob die russischen Soldaten zur damaligen Zeit als kultiviert und gebildet galten, kann man pauschal sicher nicht sagen. Der armen Landbevölkerung fehlte mit Sicherheit der Zugang zu Ballett, Oper, Musik und Kunst und guten Manieren. Nicht umsonst kursierte noch vor 60 Jahren der Witz: "Stalin in Gips, aber nix Wasser aus Wand". 

Davon abgesehen verrohen Soldaten in jedem Krieg. 

Ich denke, daß es "schreckliche" Aktionen nach unserem "schrecklichen" Krieg schon gegeben hat. Nur ist es vielleicht auch Deine Frage ob diese Nation so veranlagt ist. Ich denke nicht!

Ich kenne einige Russen und muss sagen diese Menschen sind mir oft zurückhaltend und bescheiden begegnet. Und wenn ich mir russische Kultur und Literaten anschaue denke ich oft wie schade , dass es im Westen so wenig davon zu hören gibt. Anders als die oft aggressiven Hollywood filme.

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