Waren die Kindermärchen von heute mit einem blutrünstigen Wolf, einer mordenden Stiefmutter damals Horrorerzählungen für die Kinder?

6 Antworten

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Ursprünglich waren die Märchen für Erwachsene, sie spiegelten die Gesellschaft wider.

Auch malte man sich damals mit den Märchen die Vorstellung nach einem besseren Leben aus, siehe das arme Aschenputtel um ein Beispiel zu nennen. 

Auch spiegeln sie verschiedene Themen/menschliche Aspekte wider.  

Das Thema Vergewaltigung findet sich in Rotkäppchen wider.

Rotkäppchen ist ein junges Mädchen, welches in die Pubertät kommt, die rote Kappe ist stellvertretend für die Menstruation. 

Die Mutter warnt sie vor den Blicken der Männer, das sie nicht der Versuchung erliegen soll/ nicht vom rechten Weg abkommen soll.

Der Wolf ist ein Mann, der seine Triebe nicht unter Kontrolle hat.

Aber auch der "Klassiker", Mord aus Eifersucht/Neid/Missgunst ist es etwas was sich in manchen Märchen wiederfindet. 

Beste Beispiel ist "Schneewittchen", es soll übrigens mindestenseeine wahre Geschichte dahinter geben.

Für mich wurden da aber 2 wahre Geschichten zusammengeschustert, aber das würde jetzt zu weit führen. 

Oder das man für Entbehrungen irgendwann belohnt wird, siehe Aschenputtel,  die Sterntaler.

Kannst auch mal nach Charles Perrault googeln,  er schrieb die Märchen von Aschenputtel, Dornröschen noch vor den Gebrüdern Grimm.


Die volkstümlichen Märchen wurden von den Grimm Brüdern ziemlich entschärft und den damaligen Moralvorstellungen angepaßt.
Ursprünglich mußte z.B. Rotkäppchen sich nackt ausziehen und mit dem bösen Wolf in einem Bett schlafen ;-) (Ein Schelm, wer böses dabei denkt).

Die offensichtlichen Grausamkeiten sind für Kinder ein Sieg der Gerechtigkeit und tief befriedigend.
Bei Schneewittchen muß die böse Stiefmutter in glühenden Pantoffeln tanzen, bis sie tot umfällt.
Ich empfand das als Kind als tief befriedigend und den bösen Taten angemessen. Immerhin hatte sie das liebe Schneewittchen 3 (in Worten drei) mal auf hintertückischste Art und Weise umgebracht. Da ist keine Strafe hart genug.
Verstörend für Kinder sind nicht die beschriebenen Grausamkeiten, verstörend wären zu lasche Strafen, weil dann die Gerechtigkeit nicht auf ganzer Linie gesiegt hätte. Und das die Welt oftmals ungerecht ist, nun diese Erkenntnis kommt früh genug.

Kinder kennen keine mildernden Umstände.

(Schlimm nur, daß viel Erwachsene in ihrem Gerechtigkeitsempfinden den Kinderschuhen nie entwachsen).

eigentlich waren es Geschichten für Erwachsene die sich die Menschen damals erzählt haben als es noch kein Radio gab und man bei der gemeinsamen Hausarbeit an einem Tisch zusammensass.

Kannst du auch an der Entwicklungsgeschichte der Grimmschen Märchen nachlesen. in späteren Ausgaben bekamen einige Geschichten noch nachträglich ein "Happy End".

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was meinst du mit Happy End?

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