Waren die Deutschen, die im Mittelalter lebten, eigentlich Deutsche?

5 Antworten

Waren die Deutschen, die im Mittelalter lebten, eigentlich Deutsche?

Sofern sie "Deutsche" waren, warum nicht?

"Deutsche" im Mittelalter - wer waren sie? Menschen, die sich der deutschen Sprache als Vater- bzw. Muttersprache bedienten.

"Deutsche" in der heutigen Zeit - wer sind sie? Menschen, die sich der deutschen Sprache als Vater- bzw. Muttersprache bedienen.

"Deutsche" als Bürger der Bundesrepublik Deutschland sind nur die, die die Staatsbürgerschaft der Bundesrepublik besitzen. Statt als "Deutsche" kann man sie auch als "Bundesrepublikaner" bezeichnen.

Ein gedankenspiel:

Gelobt sei die menschliche Phantasie. 😁

die sprache ist ja ständig im wandel,das deutsch des Mittelalter war ein ganz anderes.

Nein, nicht wirklich.

würde dieser jetzt z.b hier in deutschland auftauchen und versuchen mit einem Deutschen der Neuzeit zu kommunizieren würde man ihn für einen Ausländer halten,

Keineswegs. Man würde vielleicht überlegen, wo in deutschen Landen dieser deutsche Dialekt gesprochen wird, ohne eine Lösung benennen zu können, es sei denn, dass der mittelalterliche Deutsche auf einen heutigen gebildeten Deutschen, einen Germanisten oder Historiker beispielsweise, trifft, der die mittelhochdeutsche Sprache kennt.

auch seine Kultur ist eine ganz andere

Das ist zwangsläufig so. Denn "Kultur" ist nicht nur vielfältig, sondern auch in ständigem Wandel. Schon Menschen des 19. Jahrhunderts würden über die Menschen des frühen 21. Jahrhunderts, ihre Einstellungen und Lebensweisen wohl nur den Kopf schütteln.

und er wäre schockiert über die gepflogenheiten die man heutzutage in Deutschland pflegt.

Das wäre wohl so sicher wie das Amen in der Kirche! Der mittelalterliche Mensch sähe das Wirken des Teufels als erfolgreich an, weil er die heutigen Menschen mehr und mehr von ihrem christlichen Glauben abgebracht hätte.

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Im Mittelalter sprach man ganz viele "Deutsch". Es gab keine Einheitssprache, zumal man mit der Bezeichnung deutsch nur wenig hätte anfangen können.

Deutschland gab es früher nicht (kein einheitliches Königreich). Eine Einheitssprache ebenso wenig.

Deutschland gab es früher nicht

Doch, gab es.

Eine Einheitssprache ebenso wenig.

Stimmt. Aber die gibt es heute auch nicht, sondern es haben sich zahlreiche regionale Besonderheiten und Dialekte erhalten.

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Ja und nein, aber eher nein. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation war deutscher Nation:)

Aber die Menschen waren eher Franken oder Sachsen oder Bayern. Es dauerte schließlich bis ins das 19. Jahrhundert bis die Nationalbewegung stärker wurde.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Deutsch als Einheit ist eh nicht sehr alt. Hier herrschte Kleinstaaterei.

Teils noch zu bemerken.

Der Föderalismus fördert diese Kleingeisterei noch.

Der Föderalismus fördert diese Kleingeisterei noch.

Föderalismus hat mit "Kleingeisterei" wenig zu tun. Er ist ein historisch-kulturelles Erbe Deutschlands, das es zu bewahren gilt! Außerdem stärkt und sichert der Föderalismus die Demokratie!

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@ArnoldBentheim

Der Föderalismus ist ein echter Hemmschuh! Dieser kostet Unmengen an Geld erhöht die Bürokratie und verlangsamt das vernünftige Handeln in Krisensituationen. ( siehe jetzt bei Corona) auch führt es zu Ungleichheit im Bildungssystem.

Ein übles Relikt aus der Besatzungszeit.

Schauen wir ruhig nach Frankreich. Eine Regierung und Bezirke und gut.

Keine Länder, keine Kreise. Allein das hat enormes Potenzial um Steuern zu senken.

Da uns in der Verfassung Föderalismus aufgedrängt wurde wäre es ein leichtes Bezirke als Länder zu deklarieren, deren Kompetenzen stark zu beschneiden und Kreise und alte Länder zu annullieren.

( leider nur Utopie da auch hier Pöstchenkleberei Vorrang haben wird. Wäre auch mal vernünftig, und das geht schon gar nicht )

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@Buhujo
Der Föderalismus ist ein echter Hemmschuh!

Der Föderalismus ist ein Garant unserer Demokratie und unseres freiheitlichen Rechtsstaates!

Ein übles Relikt aus der Besatzungszeit.

Das ist Unsinn. Der deutsche Föderalismus ist historisch gewachsen!

Da uns in der Verfassung Föderalismus aufgedrängt wurde

Föderalismus ist Teil der deutschen Geschichte und hat es mehr oder weniger stark ausgeprägt seit dem Mittelalter gegeben. Was geschehen kann, wenn föderale Strukturen zugunsten einer starken Zentralisierung geschwächt oder sogar beseitigt werden, gehört ebenfalls zu den deutschen historischen Erfahrungen.

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@ArnoldBentheim

Quasi eingetrichterter Unfug. Nur weil die USA föderlistisch ist heißt das gar nichts.

Es müssten sonst ja alle anderen Demokratien scheitern.

Schöne Gehirnwäsche hast du da.

Schau dir doch bloß mal das Hickhack mit dem Umgang einer aktuellen Seuche an! Oder der Blödsinn mit den unterschiedlichen Schulsystemen. Und dann das ewige Kompetenzgerangel der Zuständigkeiten.

Hier ist es Zeit zu handeln. Was du denkst ist ein alter eingeimpfter Zopf.

Man kann Sicherungen einbauen, was sinnvoll ist. ( Siehe Machtmissbrauch in Russland oder der Türkei)

Aber Föderlismus ist, man sieht das doch deutlich, Kleinstaaterei.

Wir müssen eh von diesem Denken weg wollen wir ernsthaft ein geeintes Europa.

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@Buhujo
Quasi eingetrichterter Unfug...Schöne Gehirnwäsche...

An dieser Selbsterkenntnis solltest du weiterarbeiten!

Wir müssen eh von diesem Denken weg wollen wir ernsthaft ein geeintes Europa.

Ein geeintes Europa wird in jedem Falle föderalistisch sein!

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@ArnoldBentheim

Es ist doch kein Argument was du da bringst .

Und dass es enorme Kosten verursacht und den ganzen Apparat träge macht und unübersichtlich liegt doch auf der Hand.

Mit nur das ist sicherer ist es erbärmlich wenig zumal unser direkter Nachbar ja prima zeigt wie gut das seit sehr langer Zeit geht.

Denk einfach mal darüber nach.

Ich beende es hier weil nicht auf Argumente eingegangen wird.

Und eine Eu mag Föderalismus haben, aber in einem ganz anderen Maßstab. Und auch da wird viel zu klein gedacht. Solange jeder auf seine Scholle blickt wird das nix.

Nicht mal auf eine einheitliche Schrift konnte man sich einigen. Geschweige denn auf eine einheitliche Amtssprache.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Zu klein klein und nicht weltgewandt

So bleibt Europa jedenfalls Provinziell. Wird immer weiter hinten anstehen. Und warum?

Weil jeder wiedermal nur bis zum Tellerand guckt.

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@Buhujo
Es ist doch kein Argument was du da bringst .

Ob du meine Ausführungen und Argumente begreifen willst oder nicht, ist mir gleich egal. Ich schreibe hier nicht für dich und zu deinem Vergnügen, sondern für die Allgemeinheit der Leser.

Und dass es enorme Kosten verursacht ...

Dein auf Materielles reduziertes Denken und Urteilen ist ausschließlich dein Problem. Es gibt Wichtigeres!

Ich beende es hier ...

Ich nehme deine intellektuelle Kapitulation an.

Und eine Eu mag Föderalismus haben, aber in einem ganz anderen Maßstab... Solange jeder auf seine Scholle blickt wird das nix.

Nun, das ist immerhin ein Ansatz, den du weiter denken solltest. Materieller Egoismus ist in der Tat "Kleingeisterei" und bringt weder für Europa noch für Deutschland Vorteile.

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