War nicht in der Vorlesung aus Angst vor Gruppenbildung für Semesterprojekt(soz. Phobie/Isolation)

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6 Antworten

Hey Telefonpalme, ich kann dein Problem voll gut nachvollziehen. Mir geht es ähnlich, obwohl das bei mir nicht mit Depressionen zu tun hat, sondern damit, dass ich irgendwie total anders bin als der Rest meiner Kommilitonen: Ich komme halt aus ner "Asi-Familie" in nem "Asi-Viertel" im Ruhrgebiet und war auf ner "Asi-Hauptschule" und danach "Asi-Lagerarbeiterin"... und studiere jetzt Bio im beschaulichen Schwabenland! Keine Ahnung wie ich auf die scheiß Idee gekommen bin! Aber auf der Abendschule war alles cool mit den Leuten und dass auf der Uni so richtige Gymnasium Leute sind da hab ich irgendwie nicht drüber nachgedacht. Ich merke immer wieder, dass es nichts gibt worüber wir uns unterhalten können und dass ich wenn ich rede immer voll aufpassen muss, mich so Gymnasium mäßig auszudrücken. Für die bin ich alle wie n Außerirdischer - naja, und die umgekehrt für mich auch! Und das liegt nicht daran, dass ich nicht mit Menschen klarkomme, weil mit meinen Arbeitskollegen (Burgerking) komm ich voll gut klar! Naja, ich bin eigentlich total zufrieden damit, in der Uni so alleine mein Ding zu machen, in den Vorlesungen alleine zu sitzen und in der Pause lieber zu lesen als mich mit den anderen zu unterhalten. Ich brauch die alle auch eigntlich gar nicht, weil wie durch ein Wunder bin ich tatsächlich gut in der Uni. Aber wir müssen auch (und zwar als Orientierungsprüfung, d.h. wenn ich da durchfalle darf ich nicht weiterstudieren) - eine Gruppenhausarbeit machen - wir sollen uns in 3er Gruppen zusammenfinden! Davor hatte ich schon seit langem Panik! Jetzt weiss ich auch nicht was ich machen soll. Ich bin bestimmt nicht deren erste Wahl als Gruppenmitglied - unter andem natürlich auch, weil die natürlich wissen, dass ich nicht so auf so Gruppen Scheiß stehe und die auch Angst haben wegen mir ne schlechtere Note zu kriegen. Irgendwie war meine erste Reaktion dann, weils auch nur der einzige Ausweg war der mir einfällt, das Studium abzubrechen. Irgendwie ist mir nämlich seit kurzem klar, dass ich mich in meinem alten Viertel mit mienen alten Freunden und in meinem alten Job doch irgendwie viel wohler gefühlt habe als an der Uni und ich weiß nicht ob ich die Power habe das noch anderthalb Jahre weiter druchzuziehen. Aber weißt du was? Ich finde wir sollten nicht so klein beigeben: Klar, das ganze Konzept der Uni ist darauf ausgelegt, dass man das so ganz alleine nicht so easy schafft. Aber wir sollten nicht aufgeben, bevor wirs nicht versucht haben. Die Sache ist: Abbrechen können wir immer noch, wenns noch schlimmer wird. Und vielleicht halten wir ja tatsächlich durch bis zu dem scheiß Tag, wenn wir unsern Abschluss in der Hand halten. Und eins kann ich dir versprechen: Das Arbeitsleben ist tausendmal easier was soziale Kontakte angeht: Da interessiert es keinen wer du bist und was du für Probleme hast solang du fair und hilfsbereit bist und deine Arbeit vernünftig machst. Ich hoffe, da motiviert dich ein bisschen, das Studium jetzt einfach "augen zu und durch" so schnell wie möglich durchzuziehen um diesem Alptraum ein für alle male zu entkommen. Und zu deinem Problem: Was ich festgestellt habe, was voll hoft mit solchen Situationen umzugehen, ist einfach voll sachlich zu bleiben und den Leuten zu zeigen, dass die sich keine Sorgen machen brauchen dass man mit denen befreundet sein will, sondern man einfach nur diese scheiß Arbeit machen muss und bereit ist da auch richtig für reinzuhauen. Also, das get so wie vom 10 Meter Brett springen. Versuche die Panik in den Griff zu kriegen, indem du dir nicht non stop das worst case Szenario ausmalst, sondern versuchst zu denken: Ok, ich zähl bis 5 und dann geh ich auf den jenigen zu und frag einfach: "Wie ist das eigenlich mit der Gruppenarbeit.... blablabla" ... und dann landest du im Wasser und denkst "Krass ich bin gerade vom 10 Meter Brett gesprungen!" Im schlimmsten Fall sagen die Nein - na und? Dann können die sich halt mal.... Aber ielleicht sagt ja auch jemand die was du wissen mußt. Also, lass dich nicht unterkriegen! Vom Datum her denk ich das Thema ist jetzt ahrscheinlich schon durch und ich hoffe alles hat sich für dich geregelt. Ich denk mir auch mittlerweise: "Ok, ich weiss ihr wollt keine Asis an eurer Uni haben, aber ich hab genau so ein scheiß Reht hier zu sein wie ihr. Also kommt drauf klar." Und ich hoffe, eines Tages gibt es auch für Leute wie uns einfachere Wege durch das ganze System. Also, Kopf hoch, stolz sein, dass du es trotz deiner Angst gebacken kriegst in die Uni zu gehen und nie aus den Augen verlieren, dass die Zukunft besser wird! Alles gute

Medikamente können helfen, aber Du kannst nicht ein Leben Lang Ausflüchte suchen. Je mehr man alles meidet, umso größer wird die Angst, am Ende kann man nicht mehr vor die eigene Haustür. Ich empfehle dringen eine Verhaltenstherapie, für die akute Situation einen ärztlichen Attest.

Du nimmst hohe Dosen von den Medikamenten ? Ich würde mal schauen wegen der Wechselwirkung (wenn du schon länger nimmst) wie das passt. Weil Lorazepam ein Beruhigungsmittel ist. Wegen der Gruppenarbeit, würde ich mit deinem Psychiater mal drüber sprechen wie er dich da begleitet in Zukunft, da bestimmt noch weitere Projekte folgen. Wie du schon selber schreibst "Ich muss ja wissen, was die Projektarbeit ist und wie die gemacht werden soll und ob es eine Gruppen oder Einzelarbeit ist et." Je nachdem wie wichtig es dir ist würde ich deine Professorin darauf ansprechen. Wie sonst wird sie erfahren was bei dir los ist?

Hallo, tut mir leid, dass du überhaupt an Depressionen leidest, meine Freu hat seit 30 Jahren damit zu kämpfen. Zu deiner Frage: gehe offen auf alle Menschen in deiner Umgebung zu und spreche über deine Probleme, für die Proffs lasse dir ein Attest von deinen Psychiater ausstellen über deine Symtome. Wer danach nicht mit dir klar kommt, ist ein Mensch, der in deinem Leben eh nichts zu suchen hat... Noch eins: die Gefühle, die du als abweisend analysierst, sind manchmal auch nur von dir so wahrgenommen, frage einfach nach, erbitte Verständnis von dem Kommilitonen, der deine sms nicht beantwortet hat, er scheint deine Situation doch ansonsten zu verstehen, oder? Du braucht Verbündete, kämpfen lohnt sich, keine Ausreden, sei einfach ehrlich.. Ich drücke dir die Daumen und wenn du magst, kannst du mich jederzeit anschreiben.. llg

Hey Hallo,

also ich lass jetzt einfach mal alles ausenvor und beschränke mich direkt auf deine eigentliche frage..


Nun ich finde du solltest dein Problem das Kollegium wissen lassen! Also schildere denen dein Problem! Den die wahrscheinlichkeit das diese dann darauf Rücksicht nehmen ist recht hoch! :)

Und wenn du es nicht sagst, denken sie du drückst dich oder sonst was und die Maßnahmen werden vll nur noch härter! Also sag es ihnen einfach! Schäm dich nicht dafür wie du bist, kannst du ja nichts für, sondern steh dazu und erzähl es ihnen offen!

Wenn du ansonsten mit dieser einen Prof.i. nicht zurecht kommst geh doch zu einem Prof. den du gut ab kannst und dem du vertraust! Der wird es dann auch ans Kollegium weiter leiten und vll bessert sich dann deine Situation! Und ich würde an deiner stelle mir mal ein paar Soziale Kontakte suchen den ständig allein zu sein und niemanden zu haben mit dem man reden kann, den man sich anvertrauen kann usw. ist deiner Depressionen zuliebe sicher nicht vorteilhaft! Also such dir i-welche Freunde. Ein Freund/Freundin reicht ja schon und du hast doch sicher auch Familie?! Ich bin mir sicher die unterstützen dich auch!


Und zu anfang ist hilfe über's Netz zu suchen sicher auch nicht falsch da es vielen zu anfang oft leichter fällt über ihre Probleme zu schreiben als Auge in Auge darüber zu reden...


Ansonsten guck dir das: https://chat.telefonseelsorge.org/index.php?do=termin mal an! Das ist ein CHAT und da kannste auch über deine Probleme schreiben! Hab ich selber schonmal genutzt und ist ganz gut!


Falls du noch mehr probleme hast oder über i-was reden möchtest kannst du dich gerne bei mir melden oder auch einfach wieder fragen an die Community hier stellen..!! :)


Viel Glück dir noch,

Spong


also, mich wundert erst einmal riesig, was das für ein Psychiater ist, der dich ausschließlich mit Tabletten vollstopft, ohne dir andere Formen der Therapie angedeihen zu lassen.

soziale Angst ebenso wie Depressionen lassen sich mit Tabletten allein nicht behandeln.

ich würde dir deshalb dringend empfehlen, den Arzt zu wechseln (da du ja aufgrund deiner Phobie sicher nicht mit ihm reden kannst, ihn also fragen kannst, warum er dir nicht auch Gruppen oder Einzeltherapie oder gar, bei deiner Schwere der Krankheit, einen Klinikaufenthalt anbietet).

Zum anderen - Lügen bei der Professorin lohnt nicht, die Wahrheit ist immer der bessere Weg.

Aber nur mal so - was studierst du? Glaubst du, dass du dem Beruf später gewachsen sein wirst, wenn du deine Ängste und Depressionen nicht wirklich angehst?

Ich wünsche dir Kraft, oder Menschen, die dir die Kraft geben, dich aktiv mit deiner Krankheit auseinanderzusetzen.

Spongbob1234 26.03.2012, 11:31

Ja genau,.. das schien mir auch wenig.. Unseriös.. . Such dir nen anderen Arzt!

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