War Napoleon Bonaparte ein Kriegsherr?

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2 Antworten

Kurz: Ja, mit einem aber.

Lang: Wikipedia definiert Kriegsherr als: Kriegsherr war im veralteten deutschen Sprachgebrauch der Monarch, wenn er das Recht zur Kriegserklärung aus eigenem Entschluss hatte.[1] Daraus auf Umwegen abgeleitet und mit neuer Wortbedeutung bezeichnet „Kriegsherr“ (englisch Warlord) heute einen militärischen Anführer, der in einem mehr oder weniger begrenzten Gebiet, das zumeist formal Teil eines größeren Staates ist, politische Macht ausübt.

Die alte Definition trifft klar auf Napoleon zu. Er war legitimierter Konsul der ersten Republik und später gekrönter Kaiser und erklärte/führte/befehligte Kriege.

Die neue Definition eher nein. Gemeint ist heute eher ein illegitimer Herscher, der temporär die millitärische Macht über ein bestimmtes Gebiet hat, aber ohne grundlegend den Anspruch eines Staatswesens zu haben, geschweige denn nachhaltig zu herschen. Da war Napoleon eher das Gegenteil, Stichwort Code Civil.

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Nein, er war ein Millitär, gar General.
Anfangs führte er Verteidungskriege und Feldzüge durch, da Frankreich von anderen europäischen Mächten angegriffen wurde.
Später führte er Angriffskriege durch, u.a. den Russlandfeldzug.

Er kämpfte Anfangs immer für die Bewahrung der Errungenschaften der Französischen Revolution und später für die Legitimation seines Kaiserreiches.

Er hatte Preußen und Österreich nicht aufgelöst und zu französischen Kolonien gemacht, oder Polen als Staat wiedererichtet.
Was er hätte tun müssen, wenn er Kriegsherr hätte sein können.

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