War Martin Luther ein guter Mann?

14 Antworten

Hallo Foxsteady,

„War Martin Luther ein guter Mann?“ – vermutlich nicht nach unseren Maßstäben: juden- und moslemfeindlich, patriarchal, cholerisch, ängstlich – ein Mann des finsteren und gewalttätigen Mittelalters. Man kann fragen: Hätte er überhaupt irgendeine Chance gehabt, in seiner Zeit nach unseren Werten ein „guter Mann“ zu sein? – Wohl kaum, weil unsere Werte sich erst durch die Jahrhunderte mit ihren schweren Auseinandersetzungen und vielen Opfern gebildet haben.

Das Reformationsjubiläum will eigentlich nicht Martin Luther auf ein Podest stellen und zur Bewunderung empfehlen. Die Reformation hat aber eine Befreiungsbewegung des religiösen Denkens, der Bildung und Kultur in Gang gesetzt, die die Grundlage unserer Werte heute ist. Der Mut, sich selber Gedanken über Gott und die Welt zu machen, dies ist damals als größere Bewegung in die Welt gekommen und hat sich bis heute nicht mehr vertreiben lassen. Es gab Vorläufer wie Hus und die Waldenser, Menschen neben und nach Luther wie Zwingli, Calvin, Reuchlin, Erasmus, Müntzer, Menno Simons und viele andere. Und zum Protestantismus kann man gerne auch Paul Gerhardt und Bach hinzuzählen.

Die Reformation ist ein unabgeschlossenes Projekt. Um welche Veränderung, um welche geistliche Freiheit müsste es heute gehen? Vielleicht um Unterbrechungen in der Optimierungs- und Verwertungslogik, die in immer kürzeren Innovationszyklen das menschliche und geschöpfliche Maß zerstört und alle Ressourcen plündert?

andreas@kirchenbotschafter

1. religiöser Fundamentalist, der stark gegen "Aufklärer" gehetzt hat und nur die Bibel als Werk wollte

2. war starker Antisemit

3. War ein scharfer Verfechter, vom Hexenglauben, sprich "Hexen sollen getötet werden"

4. War ein großer Verfechter von "Frauen stehen unter dem Mann"

sind die Punkte die mir spontan so einfallen...

Danke. Dann kann ich mir meine Antwort, die ungefähr so ausgesehen hätte, sparen. :)

0

Nein, Martin Luther war kein guter Mensch.
In meiner Familie wird überliefert, daß Martin Luther der Mörder eines Vorfahrens war, nämlich Hieronymus Buntz. Nur durch das Eintreten in ein Kloster entzog er sich der Gerichtsbarkeit.

Luther war ein Choleriker, der handelte, bevor er dachte. Er hetzte die Adligen gegen die Bauern, war ein Antijudaist, ein Trinker und hinter jedem Weiberrock her, während er die Frauen auch noch gering achtete. Die Bibel übersetzte er - vorsichtig ausgedrückt - auch nicht gerade präzise.

Er trug dazu bei, daß ein Volk nicht nur einer aufgezwungener Religion zu folgen hatte, sondern innerhalb des Glaubens sich auch noch aufspaltete.

Es gab vor Luther schon sehr viele Bibelübersetzungen, die auch gedruckt vorlagen. Die erste gedruckte Bibel in deutscher Sprache kommt aus Straßburg in einer Zeit als Luther noch nicht geboren war.

2

Was möchtest Du wissen?