War Marie Antoinette gegen die Französische Revolution?

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5 Antworten

Natürlich war sie gegen die Revolution. Es war schließlich eine Bedrohung gegen die Monarchie und Adel, wie man auch an dem Ende Ihres Lebens sehen kann.

Wenn man das Leben der Marie Antoinette, die Politische und Bürgerliche Lage Frankreichs zu der Zeit kennt, erübrigt sich eigentlich die Frage, ob Marie Antoinette für oder gegen die Französische Revolution war. 

es liegt in der natur ihrer funktion, dass sie gegen die revolution war. sie kam als junges maedchen von wien nach frankreich um den dauphin zu heiraten. von den problemen und dem hunger unter dem das volkes litt, wusste sie nichts. - sie wollte es wohl auch nicht wissen. im laufe der revolution begriff sie wohl langsam, wie gross die diskrepanz zwischen ihrem verschwenderischen leben am hof und dem armen leben der pariser bevölkerung war. deshalb und vor allem unter dem druck der umstaende waere sie dann nach aussen auch bereit gewesen, die veraenderungen, die die revolution mit sich brachte anzunehmen um ihr leben das leben ihrer familie zu retten. - es kam aber dann anders vielleicht meinst du ja das

Sie war entschieden dagegen und organisierte z.B. im Frühjahr 1791 die (gescheiterte) Flucht der königlichen Familie nach Belgien oder Deutschland. Bekannt sind ihre gehässigen Ausfälle gegen den Pariser "Pöbel". Eines der bekanntesten Revolutionslieder, die Carmagnole, verspottete sie gleich in der ersten Strophe als "Madame Veto" - eine Anspielung auf das Vetorecht des Königs gegen Parlamentsbeschlüsse, das ihm nach der Verfassung vom Sept. 1791 zustand.

xadama 23.04.2010, 15:10

Marie Antoinette war gegen die Revolution. Natürlich. Sie und ihre Familie mussten von Anfang an um ihr Leben fürchten. Aber Marie Antoinette hatte nicht nur das Volk zum Feind, sondern auch den Adel, der dafür sorgte, dass sie für alles Missstände verantwortlich gemacht wurde, obwohl sie fast keinen Einfluss auf die französische Politik bzw. den König hatte. In Gefangenschaft versuchte sie Hilfe gegen die Revolution im Ausland zu organisieren. Wegen Hochverrats und Unzucht (typisch für Heuchler) wurde sie und der König geköpft. Vielleicht sollte man hier mal erwähnen, das Ludwig der XVI keine Todesurteile vollstrecken lies. Erst die Revolution hat durch Massenmord und Kriege, Millionen Opfer verursacht.

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LiloB 23.04.2010, 19:36

Daß sie dagegen war, dürfte selbstverständlich sein. Wer ist schon dafür, wenn man nicht nur mit dem Tode bederoht wird, sondern mit einem auch die gesamte Familie. Auch die Kinder!! Ihr Versuch, die Familie zu retten , ist nicht nur verständlich sondern ein Zeichen von Kampfgeist und zeigt, daß sie nicht nur das Püppchen war, zu dem der Adel und das revolutionäre Volk sie gern gemacht haben. Sie in einem anderen Land - unter anderen Umständen - wäre vielleicht eine sehr brauchbare Regentin gewesen. Man sieht alles zu sehr aus der Sicht der Revolutionsanhänger. Und damit begründet man auch ihren (möglicherweise zu Unrecht) schlechten Ruf.

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Marie Antoinette war gegen die Revolution. Natürlich. Sie und ihre Familie mussten von Anfang an um ihr Leben fürchten. Aber Marie Antoinette hatte nicht nur das Volk zum Feind, sondern auch den Adel, der dafür sorgte, dass sie für alles Missstände verantwortlich gemacht wurde, obwohl sie fast keinen Einfluss auf die französische Politik bzw. den König hatte. In Gefangenschaft versuchte sie Hilfe gegen die Revolution im Ausland zu organisieren. Wegen Hochverrats und Unzucht (typisch für Heuchler) wurde sie und der König geköpft. Vielleicht sollte man hier mal erwähnen, das Ludwig der XVI keine Todesurteile vollstrecken lies. Erst die Revolution hat durch Massenmord und Kriege, Millionen Opfer verursacht.

PatriceKongo 24.06.2010, 18:54

Als man noch sagen konnte dass das Volk regierte gab es kein Krieg. Das Volk will nie Krieg. Aber das sog. Bürgertum/Kapitalisten hazten ja bald die MAcht übernommen - lies mal die franz. Bürgerkriege bei MArx in www.mlwerke.de. Der schreibt etwas anderes als in Standardgeschichtsbüchern.

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Im Gegensatz zu ihrem Mann, Ludwig XVI. , der die Verhältnisse so vorfand, wie sie sein Vater in seiner langen Regentschaft verursacht hatte, und der zwar bemüht war etwas zu ändern, im Grunde jedoch überfordert war, hatte Marie Antoinette ein Spatzenhirn; sie hat gar nichts gerafft und ihr Horizont ging wenig über den Hof von Versailles hinaus; deshalb musste sie jede Änderung als Bedrohung empfinden. Nebenbei, von den Rechten, die die französische Revolutionsverfassung anfangs dem König einräumte, würde heute ein Monarch nur träumen. Sie war ihrem Mann ein miserabler Berater und hätte die Mahnungen ihrer Mutter Maria Theresia (Halsbandaffäre) ernster nehmen sollen.

SetzKuss 08.09.2010, 13:15

Herrlich, die Beschreibung mit dem Spatzenhirn! Die meisten aus dieser Clique hatten Spatzenhirne, denn sonst hätten sie rechtzeitig gerafft. Da hat sich bei den Mächtigen bis heute kaum etwas geändert. Bravo für die Einschätzung von KHLange.

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