Was könnte man tun, um die Erziehungfähigkeit von (manchen) Eltern zu verbessern?

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9 Antworten

Mein Papa hat immer gesagt:

"Wie ein Kind handelt und spricht, ist Vaters und Mutters Gesicht."

Ich halte eine Elternschulung/einen Elternführerschein auch für eine sinnvolle Sache.

Dabei sollte es aber in erster Linie um ganz grundlegende Dinge gehen wie:

Verständnis- denn, NEIN, Kinder sind KEINE kleinen Erwachsenen, die den Sinn von Geboten und Verboten verstehen!

Und ein Säugling weint auch niemals um seine Eltern zu ärgern, und man kann ein Kind auch nicht mt zuviel Liebe "verwöhnen".

Respekt- denn, JA, die für uns unverständliche Angst eines Kindes vor dem Monster unterm Bett ist real- für das Kind!

Liebevolle Zuwendung- also mehr Lob als Kritik, und nicht nach dem "schwäbischen Motto" verfahren: Nicht geschwätzt ist Lob genug.

Anerkennung- denn das Kind ist gut so wie es ist, mit all seinen Schwäschen und Fehlern.

Leider leben wir in einer Hochleistungsdruck-Gesellschaft, und diesen Druck geben wir dann unbewusst an unsere Kinder weiter, damit man "was aus ihnen wird". Aber sind sie denn nicht schon Jemand?

An diesem Druck zerbrechen viele Menschn, egal ob Große oder Kleine.

Kommunikation- denn auch wenn ein Neugeborenes die Relativitätstheorie nicht verstehen wird (ich übrigens auch nicht), so versteht es jedoch den Tonfall und die Emotion mit der sie ihm vorgetragen wird.

Selbstrefektion- denn wie würde ich mich fühlen, wenn da so ein Riesenmensch über mir steht und mich mit bösem Tonfall in den Boden brüllt, und ich garnicht verstehe, worin denn mein Vergehen überhaupt besteht.

Materielle Dinge sind nur zweitrangig. Es gibt gerade in wohlhabenderen Familien eine sehr gefährliche Art der Verwahrlosung.

Superreiche, die ihre Kinder von ständig wechselnden Nannys erziehen lassen, damit diese Kinder keine emotionalen Bindungen an diese Personen entwickeln. Dahinter steht Programm!

Diese Kinder regieren später die Welt und haben keine emotionalen Probleme damit, wenn sie die Existenzgrundlagen anderer zerstören, weil sie frei von Bindungen aufwuchsen.

Das gleiche Phänomen gibt es auch bei den armen Familien, wo sich die Eltern um "wichtigere Dinge kümmern müssen", als um ihre Kinder.

Gleichgültigkeit, Stupidität und Reproduktion der Fehler der Altvorderen ohne zu hinterfragen sind die Geißel der Menschheit!

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Das könnte schon einfacher sein, wenn das Gehalt eines Teiles ausreichen würde um sich das leisten zu können, was früher damit möglich war, aber da man heute schon beide Elterteile braucht um über die Runden zu kommen, wird es auch immer schwerer als Elternteil für seine Kinder da zu sein.

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Kommentar von oxBellaox
02.06.2016, 08:50

DH für diese Antwort! Und Frauen lassen sich einreden, dass es völlig in Ordnung ist, einen Vollzeitjob und Kinder gleichzeitig zu machen. Die meisten Frauen sind damit überlastet - man merkt es an den Kindern. Der Zusammenbruch unserer Gesellschaft beruht mit darauf.

Kaum mehr jemand, der für seinen Lebensunterhalt alleine arbeiten muss, möchte Kinder, das überlässt man dann denen, die sich mit staatlichen Transferleistungen begnügen ...

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Kommentar von CamelWolf
02.06.2016, 08:53

Erziehungsfähigkeit bedeutet für mich aber auch den Willen, die Kinder zu erziehen. Und das ist zunächst mal nicht davon abhängig, ob Eltern beruflich engagiert sind oder nicht. Und oft ist es doch so,dass gerade in Haushalten, in denen keiner arbeitet und die Eltern deswegen eigentlich alle Zeit der Welt haben müssten, die Erziehungsfähigkeit eher unterentwickelt ist.

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Für mehr Kinder sorgen. Das erhöht die Erfahrung der Eltern selbst, macht die Eltern etwas entspannter, wenn ein Kind Probleme macht und die Kinder haben schon selbst Erfahrungen mit den jüngeren Geschwistern, wenn sie selbst Eltern werden.

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Nicht die Erziehungsfähigkeit muss verbessert werden, sondern das Verständnis dafür, wie (die meisten) Kinder ticken.

Das ist aber nur schwerlich zu schaffen, wenn es von vielen Seiten

  • bloß nicht verwöhnen 
  • Kind erst gar nicht mit ins große Bett nehmen
  • Grenzen müssen unbedingt gesetzt werden
  • die tanzen einem sonst auf der Nase rum
  • immer schön konsequent bleiben
  • wird das gemacht, sollte die Strafe (verharmlosend Konsequenz) erfolgen
  • Loben ist wichtig 

heißt.

Anstatt auf so dumme Gedanken wie "Erziehungsführerschein" zu kommen, fände ich einen Kurs wie "Artgerecht" viel passender.

Wer sich keinen Kurs leisten kann bzw. keine Zeit oder so dafür hat, der kann gerne die Bücher von Renz-Polster (Kinderarzt) lesen.

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So wie beim Kauf einer Immobilie, sollte man vor dem anschaffen eines Kindes, die finanziellen Mittel abklären lassen. Damit es dem Kind oder den Kindern an nichts fehlt. Auch sollte man es wie bei einem Führerschein, einen Eltern Führerschein machen und bestehen, damit man Kinder nach besten Wissen erzogen werden ohne Schläge. 

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Kommentar von FragaAntworta
02.06.2016, 09:05

Aha ja, und die Prüfung läuft per Checkliste ab? Hat sich ja auch beim Autofahren bewährt, keine Unfälle, alle halten sich daran. Oder kommt dann und wann die Elternpolizei und überprüft ob ich auch alles richtig mache? Dein Ansinnen würde einen Überwachungsstaat erfordern und kein Mensch würde noch Kinder bekommen oder wollen.

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Kommentar von maulmau
02.06.2016, 10:14

Wenn nur derjenige Kinder bekommen "darf", der die finanziellen Rücklagen hat, würde kaum einer mehr Kinder bekommen können... Wer weiß schon mit Sicherheit, dass er die nächsten 18 - 20 Jahre immer einen ordentlichen Geldvorrat über hat?

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Kommentar von isebise50
02.06.2016, 12:16

Damit es dem Kind oder den Kindern an nichts fehlt.

Das, was oft fehlt, ist nur bedingt mit finaziellen Mitteln zu sichern: Liebe, Fürsorge, Bildung, Vorbildfunktion...

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Das Resultat der Erziehung hängt ganz und gar von der Kraft ab, mit der der Mensch sich auf Veranlassung oder durch Einfluß derselben selbst bearbeitet.
Alexander Freiherr von Humboldt
(1769 - 1859), deutscher Naturforscher, Begründer der physischen Geographie

Vermittlung von tieferem Verständnis für das Leben mit seinen Gesetzen.
Aber dazu müssten sich Betroffene wohl erst mal öffnen und interessieren für.

Oder:

Es hat keinen Sinn, seine Kinder erziehen zu wollen, sie machen einem doch alles nach.
Also dafür Bewusstheit schaffen.

Am Ende wohl Aufklärungsarbeit leisten. Das könnte zu einer Verbesserung führen. Schätzungsweise auch, den Nutzen für Eltern hervorheben, damit sie Sinn darin erkennen wollen, motiviert dafür sind.....

Er pflegte gern zu behaupten, daß sowohl bei der Erziehung der Kinder als bei der Leitung der Völker nichts ungeschickter und barbarischer sei als Verbote, als verbietende Gesetze und Anordnungen.
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

Quelle: Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 18. Kap., Mittler zu Ottilie


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Kommentar von CamelWolf
02.06.2016, 08:56

Ok, dann müssen wir halt akzeptieren, dass Kinder andere Kinder terrorisieren, sich an der Supermarktkasse auf den Fußboden werfen, alle 30 Sekunden ausspucken, mit 14 schwanger werden.....

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Wer ist "man" - eine einzelne person oder ist die Gesellschaft gemeint ...?

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Kommentar von CamelWolf
02.06.2016, 16:28

Institutionen wie Jugendämter, Kirchen, Schule......

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Achtung sehr böse:

Für alles und jeden M..t benötigst du Aus/Fort/Weiterbildungen. Benötigst Führerschein für alle möglichen Fahrzeuge.

Eltern werden kann jeder ohne jemals eine Elternfähigkeitsprüfung abgelegt zu haben.

Das wäre sehr sinnvoll.

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Kommentar von Joergi666
02.06.2016, 09:01

Das ist in keiner Weise böse, sondern wäre schlichtweg sinnvoll. Am einfachsten wäre es wahrscheinlich, wenn man einen solchen "Führerschein" an den Kindergeldbezug koppelt- sprich Kindergeld nur gegen Kurs. Man könnte auch schon früher anfangen und Erziehung als Pflichtschulfach einführen.

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Kommentar von maulmau
02.06.2016, 10:26

Solche Angebote gibt es ja durchaus in Form von Elternkursen, Geburtsvorbereitungkurse und auch die Hebamme nach der Geburt ist sinnvoll und kann mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es gibt auch ein Projekt namens "Wellcome", dass Familien unterstützt. Wenn man das von Anfang an nutzt, kann das schon viel bringen und einem viel Erziehungskompetenz vermitteln. Meiner Erfahrung nach werden solche Angebote aber vorwiegend von Eltern genutzt, die schon Kompetenzen aufweisen und nicht von denen, die das nötig hätten...

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Man sollte einen sogenannten ‚Elternführerschein‘ einführen.

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