War Jesus für den Dschihad?

17 Antworten

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Wie kommst Du auf sowas?

Nein, auf keine Fall!

In der Bibel gibt es für Christen (= Nachfolger Christi) keinen einzigen Aufruf zur Gewalt! Wichtig ist, dass man die Bibel im Kontext auslegt und überlegt, an welche Empfänger die jeweiligen Verse gerichtet sind und in welchem historischen Zusammenhang sie stehen.

Jesus hat die Nächsten- und sogar die Feindesliebe gelehrt. Von ihm stammt die goldene Regel: "Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten" (Matthäus 7,12).

Vergebung ist ein wichtiger Aspekt der Lehre von Jesus: "Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis siebenmal? Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal!" (Matthäus 18,21-22).

Anstatt Krieg zu führen, forderte Jesus:

"Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen" (Matthäus 5,44).

"Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen" (Lukas 6,27).

Lukas 6,35: " Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen" (Lukas 6,35).

Christen sollen ein ruhiges Leben führen und sich der Obrigkeit unterordnen (vgl. Römer 8). Sie sollen warten, bis Jesus selbst wiederkommen und sein Reich des Friedens aufrichten wird (das Messianische oder auch Tausendjährige Reich; vgl. Offenbarung 20).

Lukas 19:27 Diese meine Freunde, die nicht wollen, dass ich König über sie werde: Bringt sie her, und schlachtet sie vor mir.

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@MrFoetus

Wenn Jesus wiederkommt, wird es ein Gericht über seine Feinde geben.

Das hat aber überhaupt nichts mit Dschihad zu tun.

Der Unterschied ist, dass beim Dschihad Menschen versuchen, ein religiöses Reich zu errichten und dass Jesus sein Friedensreich selbst errichten und seine Feinde vernichten wird, wenn er wiederkommt.

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@MrFoetus

Das ist das Gleichnis vom anvertrauten Geld. Du reißt einen Satz raus und stellst diesen als allgemeingültig hin, anstatt den Kontext zu sehen, geschweige mit einzubeziehen. 

LG 

Thus 

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@MrFoetus

qMrFoetus 

wenn Du das gesamte Gleichnis liest , und dann die Aussage..,  die Du gerade geschrieben hast , verstehst Du , dass man den Falschen Glauben vor Jesus  bringen soll,  ihn töten soll. 

 Den Falschen Glauben sterben lassen .   Ein Falscher Glaube zu einem Toten Glauben werden lassen soll, und die Wahrheit  Jesus annehmen.  der Falsche Glaube wird von Satan den Menschen gebracht . Nur Satan ist der Feind von Jesus . Ihn nannte er Menschenmörder. 

lieben Gruß 

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Jesus hat nie zur Gewalt aufgerufen.

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Jesus war nie für den Dschihad. Der Dschihad ist Krieg, den Menschen führen, weil sie sich von ihrem Führer Mohamed dazu berufen fühlen.

Hat Jesus jemals zum Krieg aufgerufen? Nein!

Das heisst nicht, dass Jesus Pazifist wäre. Er führt sehr wohl Krieg — im Auftrag seines himmlischen Vaters, Jehova Gott.

In den hebräischen Schriften ist desöfteren zu lesen, dass Gott sein Volk beauftragte, Kriege gegen Nationen zu führen, die in ihrer Bosheit so entartet waren, dass sie sogar ihre Kinder lebendig ihren Göttern opferten, indem sie sie ins Feuer warfen.

Er half seinem Volk Israel auch, wenn sie trotz Gehorsam in Not gerieten.

Im 1. Jh. wollten die Juden mit Gottes Hilfe vom römischen Joch befreit werden. Diesmal half Gott ihnen nicht. Warum nicht?

Gottes Standpunkt zum Krieg hatte sich nicht geändert. Es war sein Volk, das sich ihm gegenüber geändert hatte. 

Sie hatten Jesus — seinen Sohn — als Messias abgelehnt (Apg. 2:36).
Damit war das besondere Verhältnis zerstört, das sie als ganzes Volk zu Gott gehabt hatten (Matthäus 23:37, 38).

Deshalb entzog JAHWE / JEHOVA den Juden seinen Schutz. Jetzt sollte ein anderes Volk seinen besonderen Schutz geniessen: es war eine Gruppe Christen, die mit Jesus im Himmel regieren sollte. Ihnen wurde im 1. Jahrhundert gesagt: „Jetzt aber seid IHR Gottes Volk“ (1. Petrus 2:9, 10).

Warum aber kämpfte Gott nicht mehr für sein neu gewähltes Volk, das doch von den Römern schwer bedrückt wurde? Und warum gab er ihnen nicht den Auftrag, selbst für sich zu kämpfen?

Die Entscheidung, wer wann Krieg führt, obliegt dem Schöpfer selbst. Offenbar sah er noch nicht die Zeit gekommen, einen Krieg zugunsten seines Volkes zu führen.

Also mussten die Christen warten auf das Eingreifen Gottes gegen Ungerechtigkeit — genauso, wie die Israeliten jahrhundertelang in Ägypten auf ihre Befreiung warten mussten.

Als JEHOVA sie dann durch seinen Sohn darüber unterrichtete, dass die Römer gewaltbereit kommen werden, beauftragte er sie NICHT, zu kämpfen, sondern in die Berge von Judäa zu fliehen (Luk. 21:20, 21).

Zudem schrieb Paulus unter Gottes Anleitung, dass sie sich nicht selbst rächen sollten: "denn es steht geschrieben: ,Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova‘ “ (Römer 12:19).

Dasselbe Prinzip wandte Gott schon im alten Israel an (3. Mose 19:18; 5. Mose 32:35). Bei diesen Begebenheiten kämpfte Gott für sein Volk. Sie brauchten nichts tun.

Paulus' Aussage bestätigt also, dass sich Gottes Standpunkt zum Krieg nicht geändert hat. Er wird weiterhin mit Gewalt gegen Unrecht vorgehen. Nur ist ER derjenige, der den Zeitpunkt bestimmt.

Und er hat nicht die Christen beauftragt, gewaltsam gegen Unrecht vorzugehen.

Viele fragen sich, warum Gott bis heute nichts gegen all das Unrecht in der Welt getan hat. 

Gott sieht sehr genau, was in der Welt passiert. Er hat bereits einen Tag festgelegt, an dem er eingreifen wird.

Noch befinden wir uns in der "Warnungs"-Phase. Weltweit wird Gottes Wille gepredigt und Menschen zur Umkehr zu Gott aufgefordert.

Diese Botschaft wird eines Tages genug bekannt gemacht sein. Dann greift Jesus im Auftrag Gottes ein:

"Jesus [wird]vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln ... an denen Rache üben, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen“ (2. Thess. 1:7, 8). 

Dieser bevorstehende Eingriff wird in der Bibel Harmagedon genannt, der „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ (Offb. 16:14, 16).

Gottes Standpunkt zum Krieg hat sich bis in unsere Gegenwart nicht geändert.

Er wird mit Gewalt gegen die vorgehen, die seine Warnungen in den Wind schlagen. Und er wird all das über die Jahrhunderte erlittene Leid durch die Auferstehung von den Toten wieder gut machen (Joh. 5:28, 29).

Das ist das Ende aller Kriege!

Ich denke, dass der Krieg im Inneren des Menschen ausgetragen wird. Er hat den freien Willen und muss sich täglich mehr oder weniger neu positionieren. Der Mensch lebt in einem Spannungsfeld, zwischen Gott und Satan. Er muss dementsprechend häufig eine innere Selbstbeschau/Reflektion durchführen, um immer wieder zu überprüfen, ob er nicht vom Weg abgewichen ist. Das würde ich trotzdem niemals Dschihad nennen.

Was die Kriege anbelangt, Gott hat sein Volk "dramatisch" erweitert. War früher die Herkunft relevant, so gilt dies seit Jesus nicht mehr. Es heißt ein Volk in seinem Namen. Dadurch ist das Christentum inklusiv. Früher galt Exklusivität, und hier galt es dann wohl auch Kriege zu führen. Wobei Gott immer bei den helfenden "Heiden" eine Ausnahme machte, z.B. bei der Dirne Rahab. Gott hat - so sehe ich es - es nicht nötig Kriege führen zu lassen, im Sinne  von Gewalt und Hass. Schließlich geht es nicht um ein irdisches Reich, welches zu gewinnen gilt.

LG 

Thus 

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