War Jesus eigentlich ein Halbgott?

15 Antworten

Ich fürchte, mit Logik kommst Du da nicht weit. Jesus ist zwar Gottes Sohn, aber als Teil der Hl. Dreifaltigkeit gleichzeitig auch Gott selbst. Die diesbezüglichen Erklärungsbemühungen der (katholischen) Glaubenslehre sind derart verkrampft und verbogen, dass ich es aufgegeben habe, mich damit auseinander zu setzen.

verkrampft ist ein treffender Ausdruck im Zusammenhang mit der Dreifaltigkeitstheorie und es ist eine Theorie. Man kann eine Theorie natürlich lehren, das sieht man an der Evolutions-Theorie. Schlußendlich bleibt sie dann aber eine Glaubensfrage. Und das muß man zuerst abklären. Wo fange ich in einem Disput an zu glauben, wo zu wissen und wo selbst zu erfahren und daher zu glauben. Empirisch also. Da wiederum geht es um die Quellen. Welche Quelle anerkenne ich, welche nicht. Was zählt für mich als Beweis.was nicht. 

Und so baue ich ein Puzzle zusammen, Stück für Stück. Ist es fertig kann ich entscheiden, will ich es oder werfe ich es wieder weg.

Gehe ich davon aus, dass Jesus eine Schöpfung Gottes ist, als zweiter direkt erschaffener vollkommener Mensch ist er sehr wohl durch seinen Tod im Stande die Sünder alller Menschen aufzuwiegen. Er war aber deshalb kein Halbgott, wie die von Menschen erfundenen Götter der Antike.

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@kutzersalm

Die Evolutionstheorie ist keine Theorie. Sie ist mehr oder weniger ein Fakt. Die Dreifaltigkeit ist nicht einmal wissenschaftlich.

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Lieber DrSchmitt,

(Vorsicht, dieser Text enthält Spuren von *Ironie*)
So ein Experte wie Sie, sollte doch den Unterschied zwischen Jesus und den griechischen Göttern kennen!?  ;-))

Schliesslich hat sich Jesus in seinen Reden nie als Gott, oder gar Halbgott selber bezeichnet. "Ich bin der Sohn Gottes, aber mein/sein Reich ist nicht von dieser Welt..."

Auf die heutige Zeit bezogen, sind wir aber alle Kinder Gottes. Wir
entstammen aus ihm und gehen wieder zu ihm. Genauso hat Jesus das auch
gemeint....
* Ex deo nascimur, in Jesu morimur, per spiritum reviviscimus.*

Gut, wäre schöner gewesen, wenn Jesus das seiner aramäischen Muttersprache noch etwas verständlicher formuliert und Luther später besser aus dem Griechisch-Lateinischem übersetzt hätte.
Aber das ist jetzt zu spät und schon damals haben die Hohen-Priester und der jüdische Adel den Sinn der Worte nicht kapiert.
Den Ausgang der Geschichte setze ich als bekannt voraus...jetzt so kurz vor Ostern.

Nach christlichem & islamischen Verständnis wurde Jesus auch einzig durch "das Wort" gezeugt. Also im Zuge einer reinen Willenserklärung Gottes, an Maria.
"Am Anfang, war das Wort und das Wort ist Gott."
Ein körperlicher Encounter hat also nicht stattgefunden. Wie auch? Ein Gott, auch die Griechischen, haben sich immer als körperlose Entitäten verstanden. Damit wir Menschen verstehen, was die Götter sagen wollten, haben wir sie erstmal in Marmor gemeisselt.
Wir spielen halt geistig nicht in einer Liga.
Griechische Götter haben sich dann von Zeit zu Zeit eine Auszeit aus dem Olymp genommen und diesem Zuge auch gleich physikalisch eine Menschenfrau geschwängert.
Dass hat Jahwe/Gott/Allah klar umgangen: Mit seinem Wort. Pragmatiker eben.

Die Erklärung der Relation der Heiligen. Trinität ist nicht Jedermann's Sache und kann hier auch nicht zum Thema werden.

Jesus ist so sehr ein Sohn seines geistigen Vaters, wie wir es alle sind. Nur hatte er offenbar einen besseren "Draht" zu seinem Vater, als wir es heute noch haben.

Gruss zu Fastenzeit,
Di Colonna


Trinität ist nicht Jedermann's Sache und kann hier auch nicht zum Thema werden.

Trinität kann für Christen niemals ausgeschlossen werden und ist genau hier ein Thema.

Das Bekenntnis zum dreifaltigen Gott ist Lehre des Christentums und vereint die Konfessionen. Glaubensgemeinschaften wie ZJ und Mormonen sind deshalb ausgeschlossen und wenn jemand meint, dies zu glauben sei nicht "seine Sache", steht sein Christsein jedenfalls außerhalb aller kath., orth. und ev. Christen.


Schliesslich hat sich Jesus in seinen Reden nie als Gott, oder gar
Halbgott selber bezeichnet. "Ich bin der Sohn Gottes, aber mein/sein
Reich ist nicht von dieser Welt..."

Natürlich hat er das und genau deshalb wurde er gekreuzigt: Weil er sich zum Gott gemacht hat und auf Gotteslästerung stand die Todesstrafe. Thomas bekennt "Mein Herr und mein Gott". Ohne die Offenbarung Jesu wüssten wir nichts vom dreifaltigen Gott.


Jesus ist so sehr ein Sohn seines geistigen Vaters, wie wir es alle
sind. Nur hatte er offenbar einen besseren "Draht" zu seinem Vater, als wir es heute noch haben.

Die Gottessohnschaft Jesu Christi ist keine "adoptierte", sondern eine wesensgleiche  mit dem ewigen Vater. Menschen sind Geschöpfe und werden es auch bleiben. Ihre "Gotteskindschaft"  und damit das ewige Leben wurde ihnen von Gott aus Liebe zuerkannt - als Geschenk göttlicher Gnade. Jesus Christus dagegen ist Gott von Ewigkeit her, "das Alpha und das Omega".



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@Raubkatze45

Trinität kann für Christen niemals ausgeschlossen werden und ist genau hier ein Thema. 

Wenn man das, was in der Bibel klar geschrieben ist, ohne Interpretation betrachtet, dann kann die Trinität sehr wohl ausgeschlossen werden, denn sie entbehrt jeglicher biblischer Grundlage. Was mit der Vater und der Sohn sind eins beschrieben steht, wird in diesem Zusammenhang auch fortgeführt, dass die Jünger ebenfalls eins mit dem Sohn sein sollen, wie dieser eins mit dem Vater ist. Vielmehr macht die Bibel mehr als deutlich, dass das Wissen des Sohnes sich von dem des Vaters unterscheidet und dass der Vater sowohl bei der Taufe, als auch bei der Verklärung des Sohnes sein Wohlgefallen zum Ausdruck brachte, was wohl kaum möglich gewesen wäre, wenn sie ein einziger Gott (gewesen) wären.

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@Raubkatze45

Natürlich hat er das und genau deshalb wurde er gekreuzigt: Weil er sich zum Gott gemacht hat und auf Gotteslästerung stand die Todesstrafe. 

Offenbar hast Du das selbst nie gelesen, sonst wüsstest Du, was der eigentliche Grund war. Nicht das jüdische Volk wollte Jesus tot sehen, sondern die jüdischen Gelehrten, die durch Jesu Heilslehre ihre Machtposition bedroht sahen. Das Einzige, was er gesagt hatte, was man als Gotteslästerung hätte sehen können, war, dass er gesagt haben soll, Noch ehe Abraham wurde, bin ich. (Johannes 8,58) Und aus seiner Sicht war das keine Gotteslästerung, sondern in jeder Sicht zutreffend, wie auch im ersten Kapitel des Johannesevangeliums deutlich wird.

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@JTKirk2000

Ebenfalls absolut richtig.
Jesus wurde gekreuzigt, weil der jüdische Adel und der Klerus sich in seiner Macht bedroht sah und historisch in diesem Machtkampft keine Unterstützung von den Römern zu erwarten hatte. Also musste man ihm irgendwie Gotteslästerung unterstellen. Die Römer waren hier nur ausführende Kraft. deshalb gibt es nur 2 zeitgenössische Dokumente(über den Prozess) die Jesus als historische Person belegen.

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@Raubkatze45

@Raubkatze45

Offenbar haben Sie die eigentliche Frage hier nicht verstanden. "Jesus als Halbgott?"
Das war zu klären, nicht die Komplexität der Trinität, die hier jeden möglichen Rahmen auf GF.net sprengen würde.

Schön, dass Sie dennoch so ausführlich ihren sehr eigenen Beitrag geschrieben haben und diesen anhand von Bibel-Zitaten versuchen zu begründen.

Ich selber bin auch der Letzte, der die Heilige Trinität anzweifeln würde, aber mit Bibel-Versen ist dieses dogmatisch nicht zu beweisen. Fast alle Texte hierzu, entstammen aus dem 4-6. Jahrundert nach Christus und gründen auf die Erkenntnisse der alten Kirchenväter.
Historisch sind die Quellen und Wurzeln wohl schon weit in der Frühgeschichte zu suchen, während speziell die Juden den Gedanken an göttliche Trinitäten abgelehnt haben. Schon Assyrer und Hetiter kannten göttliche Trinitäten.
Daher konnte Jesus natürlich korrekt darüber sprechen, die Quellen waren Volksgut. Heute ist die Hlg. Trinität Teil unseres Glaubens.

Sie nehmen Stellung zu der Aussage, dass Jesus sich in seinen Reden nie als Gott/Halbgott selber bezeichnet hat und argumentieren, er habe das dennoch getan, deshalb habe man ihn gekreuzigt. Aus den unten aufgeführten Kommentaren geht hervor, dass genau dieses nicht so war. Jesus hat sich nie als Gott bezeichnet. Kann er auch nicht, denn nur mit dem Geist und dem Vater ist er selber Gott, wie Sie auch folgerichtig erkannt haben.
Zum Kreuzigungsanlass lesen Sie bitte auch die sehr passenden Kommentare von @JTKirk2000.

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@DiColonna

Immer wieder erbauend, wenn sich Christen und "Christen" in den heiligen Haaren liegen :-)

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In der griechischen Mythologie wurden Halbgötter dadurch gezeugt, indem sich irgendein Gott sich mit einer sterblichen Frau vereinigte. Ein von Menschen gemachter Mythos, der folglich auch im Laufe der Jahrhunderte im Nichts verschwunden ist - ebenso wie römische und germanische Göttergestalten.

Die christliche Offenbarung ist weder Mythos noch Märchen, sondern die Hinwendung des einzigen und wahren Gottes zu den Menschen, die ohne Seine Offenbarung nur eigene Vorstellungen entwickeln konnten, die so zahlreich sind, wie es Menschen gibt.

Jesus Christus ist kein Halbgott, sondern wahrer Gott und Mensch. Seine Gottheit wird nicht erschaffen wie bei Herakles, sondern sie existierte von Ewigkeit her. Das Christentum bekennt den dreifaltigen Gott und Jesus Christus als ewigen Sohn, gleicher göttlicher Wesenheit wie Vater und Hl. Geist. Wenn er menschliche Gestalt angenommen hat, macht ihn das deshalb nicht zum Halbgott, sondern er inkarnierte sich mit seiner ganzen Gottheit in die menschliche Natur, die er durch das Wirken des Hl. Geistes in Maria angenommen hat. Jesus Christus ist eine Person mit zwei Naturen, der göttlichen und der menschlichen, wobei die göttliche Natur ohne Anfang und Ende ist. Deshalb kann Jesus auch von sich sagen "Ich bin das Alpha und das Omega". Mit seiner menschlichen Natur hat Jesus einen Anfang gehabt, indem er Fleisch annahm aus der Jungfrau Maria durch das Wirken des Hl. Geistes. Deshalb steht in der Bibel "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt". Jesus Christus wird als Logos bezeichnet, als das ewige Wort des Vaters.

Allerdings ist deine Frage unverständlich, da du ja ohnehin die Bibel für ein Märchen hältst und sich deshalb jede christliche Antwort erübrigt.

Die Fragestellung ist nicht unverständlich. Und egal, ob jemand mit den Lehren des Christentums vertraut ist, oder die Bibel in-und auswendig kennt, rechtfertigt das hier nicht zu einer Abwertung der Frage.
Eine "christliche Antwort" versucht zu erklären und zu argumentieren. Aus dem Zeitalter der Belehrungen sind wir heraus.
Ihnen @Raubkatze45, würde ich noch den Kommentar von @chrisbyrd empfehlen.

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Also eig kann man sich vorstellen, dass Gott eben unendlich groß ist und dann ein kleiner Teil (ähnlich wie bei einer Zellteilung) in Menschlicher Form auf die Erde kam... ich finde diese Variante leicht zu verstehen.

In der Antike kam eine Paarung Gott - irdische Frau öfters vor. Da macht Jesus keine Ausnahme. Die Bezeichnungen sind dann unterschiedlich. In den anderen Kulten sprach man von Halbgöttern, im JHWH-Kult nannte man das Gottessohn. Inhaltlich ist es aber das selbe.

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