War Gott inkonsequent, als er die angedrohte Strafe, Adam und Eva zu töten, fallen gelassen hat (Gen 3,1-24)?

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11 Antworten

Es standen 2 besondere Bäume im Garten; Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens. ( Gen. 2,9 ) Die Auswirkung der beiden Bäume erklärt sich in ihren Namen. ( Nomen est Omen )

Gott verbot das Essen vom Baum der Erkenntnis, nicht jedoch vom Baum des Lebens. Als Adam und Eva gegen dieses Verbot handelten, wurden sie aus dem Garten verstoßen und verloren damit den Zugang zum Baum des Lebens.

Verbannung war zu damaligen Zeiten und mitten in der Wüste eben ein Todesurteil.

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Wieso? Sie sind doch gestorben. Adam starb zwar aus irdischer Sicht erst etwa 930 Jahre später, aber aus göttlicher Sicht kann dieses "sobald" durchaus zutreffend sein.

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In der MacArthur-Studienbibel findet sich dazu: "Gott hatte dem Menschen gesagt, dass er gewisslich sterben werde, wenn er von der verbotenen Frucht isst. Doch vielleicht ging es Gott auch darum, dass der Mensch nicht ewig in seinem erbärmlichen, verfluchten Zustand leben sollte. Im weiteren Zusammenhang der Bibel war die Vertreibung aus dem Garten eine barmherzige Gnadentat, mit der Gott verhinderte, dass sie vom Baum des Lebens aßen und so ewig in ihrem Zustand weiterleben würden."

Im Walvoord-Bibelkommentar steht dazu: "Alles Handeln Gottes mit den Sündern kann auf diesen Akt des Ungehorsams durch Adam und Eva zurückgeführt werden. Gott ist ein rettender Gott. Die Tatsache, daß er Adam und Eva bekleidete, bezeugt das. Ein Tier wurde geopfert, um den Menschen Kleidungsstücke aus Fell zu verschaffen. Später wurden alle israelitischen Tieropfer Bestandteil von Gottes Verordnungen, um den Fluch wegzunehmen: ein Leben für ein anderes Leben. Der Sünder muss sterben (Hes 18,20; Röm 6,23). Dennoch wird er leben, wenn er sein Vertrauen auf den HERRN setzt, der einen Ersatz geschaffen hat. Das Fell, mit dem Gott Adam und Eva bekleidete, erinnerte sie ständig an Gottes Gebote. In gleicher Weise nahm Gott, als die Zeit erfüllt war, das Opfer Jesu Christi an, und auf der Grundlage dieses Sühneopfers Christi bekleidet er die Gläubigen mit Gerechtigkeit (Röm 3,21-26)."

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Wieso, sie sind doch dann irgendwann gestorben! Das war damit gemeint, nicht daß sie nach der Ankündigung Gottes (als Konsequenz der Sünde) sofort tot umfallen. Der Lohn der Sünde ist der Tod - wann auch immer! Daß Gott nicht immer sofort nach unseren Verfehlungen handelt, ist nur Gnade und Langmütigkeit. Jeder Mensch wird sich einmal verantworten müssen vor Gott. Dieses Abwarten Gottes aber als Schwäche oder Inkonsequenz auszulegen, wäre ein großer Irrtum. Gott erschuf den Menschen nicht, damit er wieder stirbt! Das hat der Mensch selbst verursacht.

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Kommentar von Abahatchi
25.05.2016, 22:39

Jeder Mensch wird sich einmal verantworten müssen vor Gott.

Was würde ich dafür geben, dasz ich so einem Wesen noch mal mich verantworten müszte. Schade, dasz dies nur eine These ist und bleibt. Wirklich schade. Ich wünschte nämlich in diesem Fall, Du hättest wirklich mal recht. Leider liegen Wunsch und Wirklichkeit manchmal weit auseinander.

Gott erschuf den Menschen nicht, damit er wieder stirbt! Das hat der Mensch selbst verursacht.

Wenn Gott den Mensch erschuf, wie der Mensch vom seinem Potenzial her ist, dann hat er ihm auch das Potenzial gegeben, seinen Tod selbst zu verursachen (wie Du so schön sagst). Dem zu folge hätte Gott die Hauptursache beigetragen, das der Mensch seinen Tod verursachen kann. Der Mensch hat sich ja nicht selbst mit seinen "Fehlern" bzw. seiner Fehlbarkeit erschaffen, Gott wars doch oder?

Feiner Herr dieser Gott, die eigene Verantwortung der eigenen Unfähigkeit an so "niedere" Geschöpfe wie den Menschen auf zu halsen.

Aus biblisch religöser Sicht ist der erste Teil Deiner Antwort jedoch richtig. 

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Du must  richtig lesen, Gott hat nicht gesagt, das er sie töten wird. sondern, das sie sterben werden, Und somit hat er sein Wort nicht gebrochen.

Sterben tun wir alle, seit Adam und Eva.

Sie  wurden aus dem Garten Eden geschickt, damit sie nicht auch noch von dem Baum des Lebens kosten und ewig leben.

Sie wurden weggeschickt, weil sie nicht gehorcht haben, Obwohl Gott nur Adam gesagt hat, das sie von dem Baum der Erkentnis und den Baum des Lebens nicht essen dürfen. Und Adam hat gleich 2 Sündenböcke für sein Vergehen gefunden, Gott und Eva, aber nicht sich selbst.Gott konnte ihnen also nicht mehr vertrauen.

Was tun wir den Heute, wir tasten den Baum des Lebens an und Experimentieren damit herum. (STAMMBAUM )  Wir halten uns nicht an die Weisungen, die nur zu unserem Schutz da sind. 

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Das wäre ein Antagonismus.
Falls Gott allwissend war/ist hätte er auch wissen müssen, was das Ergebnis seiner Schöpfung ist.
Er kann seine eigene Schöpfung nicht negieren.

Oder

Eine Kugel die einmal den Lauf verlassen hat...
Zahnpasta die einmal aus der Tube gedrückt wurde, drückt niemand mehr
in die Tube zurück.

Unterstellst Du einen Zweifel an Gott, ist der Zweifel in der Welt, und damit Gott in Frage gestellt.

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Kommentar von brettpit
23.05.2016, 08:51

Das ist kein Antagonismus, sondern Gott gab allen Geschöpfen die er erschuf, den Engeln wie den Menschen die Freiheit Jahwe Gott zu respektieren und an ihn zu glauben.Er erschuf keine Roboter sondern gab ihnen den freien Willen...warnte sie aber stets vor den Folgen die entstehen, wenn sie gegen ihn rebellierten. Die Folgen sehen wir heute..Viren ausser Kontrolle-Luftverschmutzung u.ä.

Im Himmel brach auch Krieg aus Offbar. 12 vers 7..schlussendlich wird jedoch die Erde und der Himmel nur noch von Loyalen bewohnt werden. Die anderen hatten keinen Platz mehr*  Lukas 13 v 23

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Klingt so erstmal inkonsequent. Andererseits wäre das Buch doch recht schnell zuende gewesen wäre die Handlung so verlaufen. Außerdem ist ein Buch nur mit perfekten Charakteren langweilig. Ich finde die Frage jetzt zwar etwas komisch aber naja. Der Autor muss die Handlung ja irgendwie vorrantreiben.

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Die angedrohte Strafe wurde niemals aufgehoben. Adam und Eva sind tot. Und selbst alle ihre Nachkommen - bis hin zu uns - unterliegen seither diesem Todesurteil.

Manche Wissenschaftler versuchen, genug Erkenntnis zu erwerben, um wieder Zugang zum Baum des Lebens zu bekommen und so den Tod zu überwinden.

Wirklich gelungen ist das aber nur Christus. Und nicht durch medizinische Technik, sondern durch die eigene göttliche Macht.

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Hallo GdG,

rein formal:

- Wenn du versuchst, Gott an menschlichen Maßstäben zu messen, dann schwebt dir aber etwas vor, was nicht Gott ist. Gott ist nicht zu messen, zu definieren oder einzuordnen.

- Mit dem Bibeltext hast du eine Glaubensaussage eines Verfassers etwa aus der Zeit Davids. Du kannst also nie fragen, wie Gott war oder warum ... Du kannst nur fragen: Was veranlasst den Verfasser, Gott so darzustellen?

- Wenn du tatsächlich Adam und Eva als historische Personen betrachtest: Sie sind tot.

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der im märchenbuch beschriebene gott hat nie existiert und die texte zeigen überall nicht nur widersprüche, sondern vor allem einen gott, der nach menschlichen vorstellungen von menschen selbst erschaffen wurde...............:)

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Kommentar von joergbauer
22.05.2016, 21:34

Da spricht der Bibelexperte! Wo du Widersprüche siehst, gibt es keine, nur Verständnislücken und Unglaube. Und wer sich selbst "DerBuddha" nennt, sollte nicht über den Glauben anderer spotten...

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Hat er nicht. Adam und Eva sind gestorben

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