War es Lebenswert Ritter zu sein?

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8 Antworten

Nein, das Leben als Ritter war hart und gefährlich. Die meisten waren Unfreie, die jederzeit ihrem Herren zu Diensten sein mussten. Ihre Hautaufgabe war das Kriegführen, der Kampf. Die meist geringen Einkünfte waren zweckgebunden, um sich die Ausrüstung leisten zu können. Das Leben in steinernen Häusern oder auf abgelegenen Burgen ihres Herren war spartanisch, eintönig, ohne Luxus, im Winter wegen der Kälte und mangelhafter Heizmöglichkeiten fast unerträglich.

Ob im Kampf oder auf "Festen" wie Turnieren, ständig drohte eine schwere Verwundung mit dauerhaften Folgen oder, angesichts mangelhafter medizinischer Versorgung, der frühe Tod. Im Hochsommer erlagen viele Ritter in ihrer schweren Panzerung einem Hitzschlag.

Nein, das Leben eines Ritters hatte nichts Romantisches!

Hier für Interessierte zwei Literaturtipps:

MfG

Arnold

Nicht durchgängig und im Verhältnis recht teuer.
Wer zum Lehnsritter ernannt wurde lebte im Verhälnis nicht schlecht.
Nicht wenige betätigten sich, mangels anderer Einkünfte als Raubritter und schlicht Wegelagerer.

Nicht selten waren Ritter die sich als Söldner verdingten, deren Sold (Einkommen) durch gewöhnliche Plünderungen gespeist wurde.
Was freilich an die Bedingung geknüpft war, die jeweilige Schlacht zu gewinnen und tunlichst zu überleben.

Es war ganz bestimmt besser als ein Leben als Bauer. Leicht war es trotzdem wohl nicht. Denn fast jeder Ritter litt unter ständigen Rückenschmerzen im Lendenbereich. Manch einer wäre mit seinem Bandscheibenschaden vermutlich gern mit 35 Jahren in Rente gegangen.

Kommt schon auf die Zeit an, wann genau. Die Bezeichnung "Ritter" hat sich lange gehalten und die gabs auch schon (Ritter=Reiter=Soldat mit Pferd) bevor es diese schwerern Rüstungen gab.

Das Kämpfen und Soldatenleben als "Eisenmann" war hart, klar.

Wenn Du aber z.B. die Malteser-Ritter der späteren Zeit anschaust, dann hatten die zwar den Titel Ritter, waren aber überwiegend Kapitäne auf Kriegsgaleeren, die von Malta aus gegen die Osmanen fuhren. Dort war natürlich vor allem das Leben der Ruderer hart. Die Ritter (Kapitäne) sind damals meistens nicht im Kampf gefallen, sondern eher an Malaria etc. gestorben oder in Stürmen untergegangen. Auch nicht schön.

Aber einen Ritter-Titel vom Papa zu erben war natürlich schon viel besser als nur Bauer zu sein oder so.

Ich ziehe die Jetzt-Zeit mit Waschmaschine, Auto, isolierten Fenstern und Heizung, kochen am Herd, Kühlschrank, moderner Medizin,...

einem Leben im Mittelalter definitiv vor

Jeder Facharbeiter hat heute ein Leben, um das ihn ein Ritter beneiden würde.

Den Rittern ging es auch nur gut wenn Sie eine Anstellung hatten

Es gab Arme Ritter und Arme Ronins.

Ich wäre lieber Ritter als Leibeigener, der verhungert, wenn der Ritter zu grausam ist.

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