Ist es Gottes Absicht, dass wir uns um sie kümmern und wir es wollen das sie uns in Liebe immer ergeben sind?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, so ist es.

„Und unter Seinen Zeichen ist dieses, dass Er Gattinnen schuf für euch aus euch selber, auf dass ihr Seelenruhe an ihrer Seite findet. Und Er hat Liebe und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt! Hierin sind wahrlich Zeichen für ein Volk, das nachdenkt!“

(Koran 30:21)

Naja, wir sehen das etwas anders.  Es hat sich halt so entwickelt. Schaut man sich die Geschichte einmal genauer an, dann weiß man, dass es Zeiten gab, da waren Männer und Frauen nicht unbedingt gleichberechtigt in unserem Sinne, aber weitgehend gleich. In den guten und schlechten Zeiten, die die Völker erleben mussten, hat sich die Rolle, die Männer und Frauen übernehmen mussten, immer wieder sehr geändert. Dazu brauchst du nur einmal die letzten einhundert Jahre in unserer Geschichte zurück schauen.

Was man aber sehr genau sehen kann ist, wie sich das Bild der Frauen gerade durch die Religionen sehr zu ungunsten der Frauen verschoben hat. Nun gibt es starke Frauen und schwache Männer und umgekehrt. Der eine läßßt sich gern von der Frau dominieren oder auch manipulieren und der andere manipuliert und dominiert lieber die Frauen.

Generell kann man das also nicht so sagen. Der Korantextauszug ist sicher sehr gut gemeint, aber mann muss auch da den Zusammenhang suchen und sehen. In der Biebel steht auch, " Das Weib sei dem Manne Untertan". An danderen Stellen das Gegenteil. Also muss man auch da sehr vorsichtig sein.

Wir halten es so, wir lieben uns, wir leben miteinander, wir durchleben alle Höhen und Tiefen des Lebens gemeinsam, wir achten uns gegenseitig und zeigen uns gegenseitig Respekt. Natürlich nutze ich auch mal meine weiblichen Reize um mal einen Wunsch durchzusetzen, der sicher nicht so einfach zu erfüllen ist und er auch. Aber es gibt klare Grenzen wie weit man dabei gehen sollte. Man sollte dabei niemanden verletzen, weder körperlich noch seelisch. jeder Mensch braucht seinen Freiraum und den muss man ihm auch lassen. Ist das nicht möglich, dann engt man ihn ein und seine Seele nimmt schaden. Deshalb sollte jeder sagen können, stop da ist schluß. Und wird das nicht beachtet und nicht respektiert, dann sollte mann einen Schlußstrich ziehen.

Dabei ist es gal, ob man seine Rechte aus Gottes Wort oder dem Koran oder anders wo her zitiert, in keiner Religion wird der Mann oder die Frau berechtigt den anderen zu dominieren. Das wird nur von den beherrschenden Männern und manchmal auch Frauen hineininterpretiert.

Wenn man sich einmal den Grundkonsens aller Religionen ansieht, dann ist es doch eher so, dass alle wollen, dasss sich Männer und Frauen gleichberechtig gegenüber stehen und sich ihren Aufgaben in der gemeinsamen Lebenszeit widmen und sich auch gegenseitig helfen und unterstützen.

Ich kann da auch keinerlei Verständnis für solche matchokulturen Aufbringen, wo sich die Frauen den ganzen Tag schinden für Mann und Familie und die Herren zum Teetrinken und anderen beschäftigungen ausruhen. Natürlich gibts und gab es auch bei uns Arbeitsteilung. Das geht ja auch nicht anders. Aber wenn einer mit seiner Arbeit fertig ist, dann hilft er dem anderen. Ich bin mir nicht zu schade, meinem Mann bei schweren Arbeiten auch mal mit zur Hand zu gehen und er hilft mir auch sehr gern im Haushalt und den Kindern. Und amüsieren tun wir uns dann gemeinsam und auch mal getrennt, jeder nach seinem Hobby. So leben wir schon über 40 Jahren gemeinsam zusammen und gegenseitige Hilfe und Respekt sind uns noch immer sehr wichtig.

Und eines muss man sich als Schlußwort auch einmal vor Augen halten, alle Religionsbücher wurden von Männern geschrieben und werden bis heute von ihnen in der überwiegenden Mehrheit interpretiert. Warum sind denn in allen großen Religionen Männer die einzigen Führer und nicht auch Frauen? Warum lassen die Männer keine Frauen an die Spitzen der Religionsführung?

Und alle Religionsbücher sind erst im nachhinein, oft hunderte von Jahren später als die Ereignisse, auf die sie sich berufen, von Männern geschrieben worden.

Warum ist immer nur von einem Gott, aber keiner Göttin die Rede. Man findet so etwas doch eigentlich nur bei den alten - und Naturgöttern.

Du siehst, die Frage scheint recht einfach, aber die Antwort ist es nicht. Jeder muss seine Antwort darauf selber finden. Es ist unsere humane Pflicht uns um unsere Mitmenschen zu kümmern und zu helfen. Daraus ergibt sich aber unter zivilisierten Menschen keine Pflicht zur ewigen Unterwerfung.

Liebt euch, lebt zusammen, respektiert euch und tut was euch beiden gefällt. Verwöhnt euch gegenseitig und ihr werdet glücklich zusammen leben. Wie das alles für euch zusammenpasst, dass müsst ihr selbst herausfinden. Da hat jeder Mensch so seine eigenen Vorstellungen und die müssen ganz einfach zusammenpassen. Da kann euch auch keine religiöse Formel helfen.

Abhängig ist nur wer sich abhängig machen lässt - Mann und Frau sind im Grunde eigenständig. Instinkte um sich zu vermehren haben auch die Tiere. Im Laufe der Evolution wurden die Menschen zu schlau um sich einfach nur den Instinkten hinzugeben und es haben sich höhere Gefühle entwickelt. Man überlegt bis jheute wo die Liebe herkommt - manche denken das es was mit dem Gruppenzusammenhalt zu tun hat als die Menschen in Herden von Baum zu Baum gesprungen sind. 

Wie sieht es dann deiner Theorie nach mit Leuten aus die nicht im traditionellen Sinne von Frauen angezogen sind?

Und wie ist es dann mit Frauen? Fühlen die sich nicht angezogen von Männern (  wenn nicht hast du noch keine liebeskranke Frau gesehenn die einem Typen den ganzen Tag hinterher läuft und 1000 mal am Tag anruft )?

Was möchtest Du wissen?