War dieser "Konterungsspruch" gerechtfertigt oder zu herb?

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5 Antworten

Hmm, ganz schön schwierig..... Ich hätte wahrscheinlich genau so geantwortet..... Sicherlich wenn man die Umstände der Vertreibungen kennt sieht das ganz anders aus (auch meine Urgroßeltern wurden vertrieben)... aber:

Wenn der alte Herr - der ja schon als "Streithansel" bekannt ist - auf einem solch niedrigen Niveau Beleidigungen ausstößt, darf er sich nicht wundern wenn so eine Antwort zurück kommt und das gehört ihm auch gesagt.

Auch alte Menschen müssen - wenn sie respektiert werden wollen - sich dementsprechend benehmen (genau so wie wir Jungen).

Andererseits: Der ältere Mensch neigt dazu vieles Vergangene (besonders die Jugend) zu verherrlichen - alles war schön und viel besser (auch wenn das oft gar nicht so war) und so hat dieser alte Mann es wahrscheinlich auch im Kopf;  Irgendwie kein Wunder das er so reagiert :-)

Hallo Joachim!

Lange Rede kurzer Sinn -------> wenn dieser Rentner dermaßen gepöbelt hat, war die Reaktion des Nachbarn zwar schon drastisch aber im eigentlichen Sinne durchaus okay. Ich meine, man sollte bei solchen Ausfällen als erwachsener Mensch wissen, dass es Konsequenzen geben wird. Egal in welcher Hinsicht. Kaum einer lässt aggressive Beleidigungen auf sich sitzen.

Auch alte Menschen sollten sich benehmen können. Abgesehen davon, daß Rasenmähen um 17 Uhr vollkommen in Ordnung ist, ist das derbe Beleidigen unterste Schublade. Eigentlich kann der alte Mann froh sein, daß der Nachbarn nicht schlimmer reagiert hat.

wer austeilt muß auch einstecken können. klingt in diesem fall vielleicht hart, ist aber so. egal ob senior oder junger mensch - keiner hat das recht jemanden mit übelsten beschimpfungen zu überschütten. und daß er anfing zu weinen - naja, das ist zwar traurig und läßt auf tiefer sitzende probleme schließen, aber ich würde an deiner stelle mich da auch nicht einmischen. 

In diesem Fall ist die Art des Konterns brutal.

Der Mann hat seine Heimat, an der er bis heute hängt, verloren/ wurde vertrieben. Das ist für ihn eine unheilbare Wunde, in die der andere Nachbar mit voller Wucht hineingestochen hat.

Natürlich ist das Zetern des alten Herrn nicht in Ordnung. Das Bundesimmissionsschutzgesetz verbietet andere Zeiten des Rasenmähens.

Ich denke, der alte Herr ist derartig verbittert und verletzt, dass er sich an Nichtigkeiten im nachbarschaftlichen Umfeld "abarbeitet".

Er hat sein Trauma nicht bearbeitet und wird es auch nicht mehr tun.

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