War die (franz.) Aufklärung gleichzeitig die Abschaffung der Christentum und Glaube?

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12 Antworten

Die Aufklärung hat allenfalls zur Spaltung von Kirche und Staat in Frankreich geführt.

Durch die Aufklärung haben viele Menschen im Volk die manipulativen Methoden der Kirche durchschaut, mithilfe denen sie das das Volk den eigenen Interessen unterworfen haben.

Aufgrund dessen sollte Kirche keinen polnische Macht mehr inne haben.

Das bedeutet noch längst nicht, dass das Christentum durch diese Maßnahme zugrunde ging.

Christsein geht auch nicht mit der Abhängigkeit zur Kirche einher, dass bei dessen Abschaffung das Christentum mit abgeschafft würde.

Außerdem umfasst das Christentum mehrere Konfessionen, nicht nur die Angehörigen der katholischen Kirche.

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Berühmt ist die Rede von den drei "Kränkungen", die den Menschen immer weiter aus dem Zentrum der Weltbilder wegdrängten: die kopernikanische Wende, nach der sich nicht mehr alles um uns dreht in einem astronomischen Sinn, die darwinistische Wende, nach der wir zufällig aus denselben Vorfahren entstanden sind wie die Affen, und die freudianische Wende, nach der wir nichtmal "Herr im eigenen Haus" sind (sondern vom Unbewussten bestimmt). Und sicherlich war gerade das 19. Jahrhundert geprägt durch Religionskritik. Man kann schon davon sprechen, dass die europ. Aufklärung einen Einfluss auf alle Religionen hatte. Sei es als Säkularisierung oder als Pluralisierung. Man kann also von Transformationen sprechen.

Allerdings so einfach ist die Sache auch wieder nicht. So gibt es etwa durchaus auch Strömungen, welche beides zusammendenken:

http://www.remid.de/blog/2013/08/le-christianisme-cest-le-communisme-sozialismus-und-okkultismus-im-frankreich-des-19-jahrhunderts/

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Eine der Folgen der franz. Revolution ist sicherlich dass Staat und Kirche getrennt wurden. Wie heißt es so schön in der Bibel: 

Gebt Gott, Was Gottes ist und dem Staat, Was des Staates ist. 

In der Fortsetzung dieser Belehrung wird ausdrücklich darauf hingewiesen dass Glaube und staatliche Angelegenheiten zwei verschiedene Paar Stiefel sind die nicht miteinander vermischt gehören. 

Dem hat die franz. Revolution entsprochen. Damit hat sie also kaum weder das Christentum noch Glauben geschädigt sondern eher gestärkt. Denn sie hat die Institution welche von sich behauptet das Christentum zu vertreten aus ihrer Hu renrolle befreit. 

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Nein, auch wenn es solche Vorstellungen in der französischen Aufklärung durchaus gegeben hat.

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Wie kommst Du denn auf diese Idee? Wenn das Christentum abgeschafft worden wäre, hätte ich das sicher bemerkt... und ein paar Millionen andere Leute auch.

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Im 16. Jahrhundert hatte die Reformation, die dem Volk die Bibel zugaenglich machte, in allen Laendern Europas Eingang gesucht. Einige Nationen hiessen sie mit Freuden als einen Boten vom Himmel willkommen. In andern Laendern gelang es dem Papsttum in erheblichem Masse, ihren Eingang zu verhindern. Das Licht biblischer Erkenntnis mit seinem veredelnden Einfluss war nahezu gaenzlich erloschen. In einem Lande allerdings wurde das Licht, obgleich es Eingang gefunden hatte von der Finsternis nicht begriffen. Jahrhundertelang kaempften Wahrheit und Irrtum um die Oberherrschaft. Schliesslich siegte das Boese, und die Wahrheit des Himmels wurde hinausgestossen. "Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht." (Joh. 3.19) Diese Nation musste die Folgen ihrer Wahl tragen. Der Einhalt gebietende Einfluss des Geistes Gottes wurde einem Volk, das seine Gnadengabe verachtet hatte, entzogen. Gott liess das Boese ausreifen und alle Welt sah die Fruechte der vorsaetzlichen Verwerfung des Lichtes.  Der in Frankreich viele Jahrhunderte lang gegen die Bibel gefuehrte Kampf erreichte in den Geschehnissen der Revolution seinen Hoehepunkt. Jener schreckliche Ausbruch war die unausbleibliche Folge der von Rom geuebten Unterdrueckung der Heiligen Schrift. Er bot der Welt das schlagenste Beispiel von der Wirkung der paepstlichen Politik: eine Darstellung der Folgen, auf die die Lehren der roemischen Kirche mehr als ein Jahrtausend zugesteuert hatten. Waehrend der Revolutionszeit, im Jahre 1793, "hoerte die Welt zum erstenmal, dass eine Versammlung von Maennern, die gesittet geboren und erzogen waren und sich das Recht anmassten, eine der schoensten Nationen Europas zu regieren, ihre vereinte Stimme erhob, um die feierlichste Wahrheit, welche die Seele des Menschen empfangen kann, zu verleugnen und einstimmig den Glauben an Gott und die Anbetung der Gottheit zu verwerfen". - "Frankreich ist die einzige Nation in der Welt, von der berichtet wird, dass sie als Nation ihre Hand in offener Empoerung gegen den Schoepfer des Weltalls erhoben hat. Es gab und gibt noch eine Menge von Laesterern und Unglaeubigen in England, Deutschland, Spanien und anderswo; aber Frankreich steht in der Weltgeschichte als einziger Staat da, der durch den Erlass seiner gesetzgebenden Versammlung erklaerte, dass es keinen Gott gebe, in dessen Hauptstadt saemtliche Bewohner, und eine ungeheure Menge anderswo, Weiber und Maenner, vor Freude sangen und tanzten, als sie die Bekanntmachung empfingen." Frankreich zeigte die Merkmale, die Sodom besonders gekennzeichnet hatten. Waehrend der Revolution herrschte ein Zustand sittlicher Erniedrigung und Verderbtheit aehnlich dem, der einst den Untergang ueber die Staedte Sodom und Gomorra brachte. Ein Historiker spricht ueber die Gottesleugnung und die Unzucht Frankreichs, wie sie uns in der Weissagung vorhergesagt sind: "Eng verbunden mit diesen religionsfeindlichen Gesetzen war jenes, welches das Ehebuendnis - die heiligste Verbindung, das menschliche Wesen eingehen koennen, und deren Dauerhaftigkeit am meisten zur Festigung der Gesellschaft beitraegt - auf die Stufe eines rein buergerlichen Uebereinkommens voruebergehender Natur herabwuerdigte, welches irgendwelche zwei Personen miteinander treffen und nach Willkuer wieder loesen konnten... Haetten boese Geister es unternommen, ein Verfahren zu entdecken, welches auf die wirksamste Weise alles zugrunde richtet, was sich an Ehrwuerdigem, Anmutigem oder Dauerhaftem im Familienleben bietet, und haetten sie gleicherzeit die Zusicherung gehabt, dass das Unheil, das sie anzurichten beabsichtigten, von einem Geschlecht auf das andere fortgepflanzt werden sollte, so haetten sie keinen wirksameren Plan ersinnen koennen als die Herabwuerdigung der Ehe... Sophie Arnould, eine durch ihren geistreichen Witz berühmte Sängerin, beschrieb die republikanische Hochzeit als das `Sakrament des Ehebruchs`." Die Gottesfurcht, behauptete man, sei nicht der Anfang der Weisheit, sondern vielmehr der Anfang der Torheit. Jegliche Verehrung ausgenommen die der Freiheit und des Vaterlandes, wurde untersagt. Der "konstitutionelle Bischof von Paris wurde herbeigeholt, um in der schamlosesten und anstoessigsten Posse, die sich je vor einer Nationalvertretung abspielte, die Hauptrolle zu uebernehmen... Man fuehrte ihn in einer foermlichen Prozession vor, um der Versammlung zu erklaeren, dass die Religion, welche er so viele Jahre lang gelehrt hatte, in jeglicher Hinsicht ein Stueck Pfaffentrug ohne irgendeinen Grund in der Geschichte noch in der heiligen Wahrheit sei. Er verleugnete mit feierlichen und deutlichen Worten das Dasein der Gottheit, zu deren Dienst er eingesegnet worden war, und widmete sich in Zukunft der Verehrung der Freiheit, Gleichheit, Tugend und Sittlichkeit. Zitiert aus:  http://www.der-grosse-kampf.de/html/gk15.htm

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Kommentar von LibertyFire
29.11.2015, 13:34

Du bist auch ein ganzer Theokrat, oder?

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Wenn man in der Bibel genau nachliest, dann stellt man fest, dass dort der Geist der Aufklärung schon vorhanden ist:

"Aufklärung" heißt ja "Hirn einschalten, selber denken und verantwortlich handeln".

Dazu ruft schon der Apostel Paulus auf, z.B. im 1.Korintherbrief, Kapitel 10.

Paulus tut das bemerkenswerterweise schon schlappe 1700 Jahre vor der Epoche der Aufklärung. Der war ganz schön fortschrittlich damals ...

Martin Luther hat das als einer der Ersten wiederentdeckt und daraus das Schlagwort von der "Freiheit des Christenmenschen" geprägt.

http://www.bibleserver.com/text/GNB/1.Korinther10

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Das Christentum gibt es auch heute noch also muss deine Aussage wohl falsch sein.

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Abschaffung? Dann würde es wohl in Frankreich kein ausgelebtes Christentum mehr geben...???

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Kann ja nicht sein, da es Glauben und Christentum noch immer gibt – 200 Jahre nach der Revolution ;-)

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Weder Christentum noch Glaube sind abgeschafft!

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Kommentar von VitamineB12
28.11.2015, 22:52

Wie sind die Atheisten dann entstanden in Europa?

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Jein. Die kirche hat ziemlich viel macht verloren aber so dass die leute weniger gläubig waren ist falsch

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