War die "Erfindung" des Islam eher ein Rückschritt, ca. 600 Jahre nach Christus oder ist sein erscheinen als Fortschritt zu sehen?

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18 Antworten

Wie der Islam genau entstand, ist heute garnicht mehr so einfach nachzuvollziehen. Man weiß aber, welche religiösen Gruppen den islamischen Propheten Mohammed inspiriert haben: da waren zum einen die Juden, mit ihrem strengen, kompromisslosen Monotheismus, und zum anderen christliche Gnostiker, die die Figur des Jesus sowie zahlreiche mystische Elemente wie Askese, Fasten und Selbstzüchtigung mit einbrachten. Aus diesen Quellen entstand der Koran.

Ob man den Islam als einen Rückschritt bezeichnen kann, würde ich doch sehr in Zweifel ziehen. Tatsache ist, dass Arabien vor dem Islam ein weitgehend unbekannter, bedeutungsloser Flecken Erde war. Die Muslime vereinten die arabische Halbinsel und besiegten im Anschluss zahllose Gegner, die zum Teil wesentlich größer und stärker als sie selbst waren. Was bewundernswert ist und heute oft vergessen wird: die Araber vernichteten die unterworfenen Kulturen ihrer Feinde nicht, sondern gingen mit ihnen sehr häufig eine Symbiose ein. Das lässt sich wunderbar am Beispiel Persiens erkennen. Auch in Indien kam es immer wieder zur Vermischung von islamischer und altindischer Kunst und Literatur - und das, obwohl die Hindus nach dem Islam "Götzenanbeter" sind und laut der Schrift sogar hätten vernichtet werden sollen. Es wurde also schon damals nicht alles konsequent ausgelebt, was der Koran forderte.

Nicht zuletzt hat die islamische Welt auch weniger Angst vor Wissenschaft und Forschung gehabt, als die christliche. Die Araber bewahrten das Wissen der Antike, das im Westen weitgehend verloren gegangen war, und arbeiteten auf diesen Grundlagen weiter. Die wissenschaftliche Überlegenheit der Muslime war damals auch im Westen bekannt. Erst die Invasion der Mongolen, und das grausame Wüten ihrer Nachfolger (z.B. die Timuriden in Persien) beendete diese goldene Ära.

Heute ist die islamische Welt tatsächlich sehr rückständig. Keines der muslimisch geprägten Länder im Nahen Osten hat die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte anerkannt. Viele islamische Länder verhängen noch heute drakonische Strafen gegen Homosexuelle, Ehebrüchige, Konvertiten und andere "Unerwünschte". Nirgendwo auf der Welt findet so viel Gewalt und Krieg statt, wie im Nahen Osten. Terroristische Organisationen, die sich auf den Islam berufen, erobern ganze Länder und formen eigene Staaten, in denen sie die Infrastruktur für ihre Anschläge unterhalten.

Die Ursachen dafür sind aber sehr viel komplexer, als dass man einfach sagen könnte "der Islam is' Schuld."

@LordofDarkness: "Die Muslime vereinten die arabische Halbinsel und besiegten im Anschluss zahllose Gegner"

Fragt sich nur, ob das ein Fortschritt war, bzw. als positiv betrachtet werden kann?

Ich kenne die Geschichte nicht gut genug, um mir eine dahingehende Analyse anzumassen. Und Hypothesen "was wäre gewesen, wenn..." stehen sowieso immer auf tönernen Beinen, auch wenn sie von Experten erstellt werden. Denn niemand weiss, wie sich die Dinge unter anderen Umständen entwickelt hätten. Vielleicht wäre es schlimmer gewesen - mehr Stammeskriege?  -, vielleicht auch nicht. Obwohl ich mir sage, wenn ich mir die arabische Welt ansehe: "Viel schlimmer könnte es eigentlich ohne Islam nicht sein".

Und generell wünschte ich mir in Anbetracht der heutigen weltweiten Situation, es hätte den Islam nie gegeben.

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Der Nahe Osten war schon vor dem Aufstieg des Islam ein kochender Kessel. Es gab zwei Großmächte: das christlich-orthodoxe "Byzantinische Reich"/Ostrom, und das zoroastrische Persien. Die beiden haben sich abgrundtief gehasst und nahezu pausenlos Krieg gegeneinander geführt, zum Leidwesen der dort lebenden Völker. Byzanz hatte auch zu uns im Westen kein sonderlich gutes Verhältnis, da sowohl das "Heilige Römische Reich" als auch Byzanz für sich selbst die alleinige Nachfolge Roms beanspruchten. Es ist also durchaus denkbar, dass es ohne die muslimischen Herausforderer früher oder später zwischen diesen beiden Machtblöcken geknallt hätte. Wie du schon selbst meintest: zuverlässige "was-wäre-wenn"-Analysen sind immer schwierig. Aber die weit verbreitete Vorstellung, ohne Islam wäre der heutige Nahe Osten ein liberales Menschenrechts-Paradies ist nicht gerade naheliegend.

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@LordofDarkness

@LordofDarkness: Ja, natürlich hätte es ohne Islam auch gekracht, Religionkriege waren ja noch bis vor zwei Jahrhunderten üblich. Zivilisation schreitet sehr, sehr langsam voran, und die Regierungen haben lange gebraucht, um einzusehen, dass es sich nicht lohnt, wegen unsichtbarer Freunde Kriege zu führen. Auf individueller Ebene haben Menschen es noch immer nicht kapiert, nach jahrhundertelangem Frieden wüten in Europa nun wieder "private" Religionskriege.

Aber immerhin, wenn der Kampf gegen andere Religionen nicht im "heiligen" Buch selbst vorgeschrieben ist, kommt die Menschheit irgendwann darüber hinweg.

Aber darum ging es mir nicht (nur), sondern darum, wie die Religion mit ihrem eigenen Glaubensvolk umgeht. Unterdrückt und versklavt sie es? Schreibt sie weltliche Regeln ein für allemal fest und verhindert jeden Fortschritt? Erlaubt sie Glaubensfreiheit? Findet sie sich mit der Existenz anderer Religionen ab, oder will sie sie ausmerzen?

Habe mich kurz im Netz nach Zoroastrismus umgeschaut, aber keine Antwort auf diese Fragen gefunden.

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Für die arabische Halbinsel - wahrscheinlich.

Für den Rest der Welt - eher nicht.

600 n.Chr. existierten in Mitteleuropa nur einige barbarische Germanenstämme, plus die romanisierten Franken. Wo ich dieses Wort schon mal benutzt habe (römisch), so existierte um 600 noch immer das Römische Imperium (Konstantinopel/Byzanz = Ostrom). Und das war damals nicht nur ein kriegerisches Imperium, sondern auch ein Hort antiken Wissens - die Bibliotheken von Alexandria und Konstantinopel waren legendär.

Die islamischen Araber haben nach der Vereinigung der Halbinsel sofort einen Krieg gegen Ostrom angefangen, haben Ägypten besetzt und dabei mal eben die Bibliothek von Alexandria vernichtet - ist schon lustig, wenn Moslems heute argumentieren, daß sie das antike Wissen bewahrt haben, wenn sie es zuvor weitgehend vernichtet hatten.

Es ist müßig zu überlegen, was wäre wenn. Aber man sollte auch nicht den Fehler machen die Araber für die Erfinder der modernen Wissenschaft zu halten. Wenn, dann waren das die antiken Griechen, ganz besonders bezüglich der Mathematik - wenn ich mich auf die in einer anderen Antwort genannte Algebra beziehe, dann würde ich Archimedes eher als deren Erfinder sehen (er hat die Grundlagen der Infinetesimalrechnung entwickelt - etwa 850 Jahre bevor Mohammed geboren wurde)

Was die fortschrittlichen Tendenzen islamischer Gelehrter betrifft, so dauerte jener Fortschritt nicht allzu lange und wurde nach und nach der Religion untergeordnet, mit der Folge eines anfangs fast unmerklichen, dann aber sehr schnell fortschreitenden Rückschritts.

Was die Rechte der Frauen betrifft, so hat Mohammed die auf der arabischen Halbinsel erst eingeführt (zuvor hatten Frauen den Wert von Eseln oder Pferden und auch die gleichen Rechte) - dafür gebührt ihm Respekt. Seitdem hat sich aber garnichts mehr getan und dafür gebührt dem Islam Verachtung.

Insofern - der Islam war für die Araber (geschichtlich) mittelfristig ein Fortschritt, aber langfristig, auch für die Araber, ein klarer Rückschritt. 

Der Islam ist eine in der Zeit eingefrorene Religion !!

Gruß

Die islamischen Araber haben nach der Vereinigung der Halbinsel sofort einen Krieg gegen Ostrom angefangen, haben Ägypten besetzt und dabei mal eben die Bibliothek von Alexandria vernichtet

Das ist eine ziemliche wilde Spekulation, die die meisten Historiker nicht teilen.

http://www.nybooks.com/articles/1990/09/27/the-vanished-library-2/

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@AalFred2

Ich würde eher sagen, die Darstellung in dem Link ist zweifelhaft:

Zu Ostrom/Byzanz gehörten seit der Reichteilung auch die Provinzen Syrien, Palästina und Ägypten, die 636 bis 642 von den islamischen Arabern erobert wurden. Wenn das nicht sogar ein besonders massiver Angriff ist, was denn dann?

Danach erfolgten diverse weitere Angriffe, allerdings konnte Byzanz Kleinasien (weniger als das Gebiet der heutigen Türkei), plus Griechenland die folgenden knapp 400 Jahre halten - danach ging es stückchenweise bis zum endgültigen Untergang 1453.

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Ich sehe die Sache pragmatisch.

Für mich kann eine Religion nicht grundlegend gut, schlecht oder fortschrittlich sein. Es kommt darauf an, was man mit dieser Religion macht, wie sie sich auf unsere Gesellschaft und auf uns Menschen auswirkt.

Wenn wir eine Gesellschaft hätten, die sich nur an der Bibel oder nur am Koran orientiert und diesen Wort für Wort übernimmt, hätten wir ein Terrorregime. Wir haben uns weiterenwickelt, das macht aber nicht alles von diesen Schriften in irgendeiner Weise schlecht: Der Islam beispielsweise spricht von einer grundlegenden Würde, die sogar Tiere besitzen! Ähnlich unseres ersten Grundgesetzparagraphen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar"

Wir können die Dinge aus Bibel und Koran, die auch heute ihren Zweck noch erfüllen können (Frieden in einer Gemeinschaft schaffen) benutzen und müssen begreifen, dass grausame Aspekte veraltet und nicht mehr umsetzbar sind.

Es geht nicht um die eine Wahrheit, es geht um die Konsequenzen dieser Wahrheiten.

LG

Ich finde, wir sind zu sehr von der Bibel geprägt. Deshalb halten wir immer noch die zweite Wange hin. Bis uns dann irgendwann der Kopf abgeschlagen wird, dann geht das nicht mehr.

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@GTrakl

Zustimmung! Und so ganz nebenher meine ich, daß es auch wenig Sinn macht, mit der Bibel unter dem Arm den Islam zu bewerten oder mit dem Koran unter dem Arm das Christentum.

Ebenso macht es ja auch keinen Sinn, mit der Kristallkugel den Aussagewert des Kaffeesatzes zu bewerten und umgekehrt.

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Eine "Erfindung" hat immer einen Mehrwert, daher kann es niemals ein Rückschritt sein, egal zu welchem Zeitpunkt aber deine Frage bezieht sich auf das Ethnische und in diesem Fall, ob du daran glaubst oder nicht, war es mehr als gut, weil die Araber vor dem Islam eine Beispiel dafür waren, was gegen den Verstand spricht. Jeder, der bis zur achten Klasse die Schule besucht hat, sollte das eigentlich wissen. Die Araber haben angefangen operative Eingriffe durchzuführen, sogar am Auge und hier hat man einfach mitten auf dem Marktplatz gesch... :D

Wenn wir schon von "Erfindungen" sprechen, dann können wir noch erwähnen, das Algebra, Algorithmus, Ziffer, Alkalien, Alchemie, Elixier, Aldebaran aber auch Alkohol Ihren Ursprung von den Arabern haben und die haben Sie die nicht "einfach so" ausgedacht, weil der Islam Ihnen erklärt hat, wie wenig Wissen die Menschen haben und das danach gestrebt werden soll.

@muhamedba: "Die Araber haben angefangen, operative Eingriffe durchzuführen, sogar am Auge..."

Und was hat das mit dem Islam zu tun?

Steht im Koran, wie man ein Auge operiert?

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Stell dir vor, du bist ein unbeteiligter und beobachtest die Menschen von oben. Anfangs waren es zwei, die sich streiten, wer den wahren Glauben vertritt, später waren es drei. Eigentlich je weniger desto besser.

Die letzten beiden haben ihre Religion auch noch mit einem ziemlich hohen Blutzoll verbreitet, einige Vertreter der Letzteren versuchen es sogar heute noch. Aber Religion ist nur ein Vorwand, die Menschen aufzuhetzen. In der westlichen Welt geht man zum Beispiel heutzutage den Weg der Ideologien und Werte um die Menschen dazu zu bringen sich gegenseitig abzuschlachten. Das Ergebnis ist immer das selbe.

Für die Zeitepoche seiner Einführung war der ISLAM ein Vorteil, da er es ermöglichte, Völker zu einen, die wiederum eine gebündelte Macht bilden konnten. 

Diesen Vorteil kann man auch heute noch sehen.

Gottesdienstlich hingegen war und ist der ISLAM ein Flop - der Islam verändert z.B. viele biblischen Lehren, Fakten und Prophezeiungen, und die Früchte des Islam bestätigen dessen Versagen darin, Menschen zu GOTT zu führen:

Gewalt, Unterdrückung der Frau, Ablehnung des Sohnes Gottes, Verfälschung der Prophezeiung an Abraham, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

cheerio

Sieh dir einfach die Situation in den islamischen Ländern an. - Dann hast du bereits die Antwort auf deine Frage. Oder sieht so Fortschritt aus?

Das Aufkommen des Islam ist also nicht nur mit einem volkswirtschaftlichen Rückschritt aller Länder, welche sich dem Islam unterordnet haben verbunden gewesen, sondern auch auf geistiger Ebene. - Muslime sind durch überwiegend fehlende ordentliche Bildungssysteme, wie man sie in Europa kennt und wegen religiöser Vorschriften und Einschränkungen (z.B. bei Frauen) einfach mehrheitlich ungebildete, dafür aber gewaltbereite Persönlichkeiten.

Rückschritt ist viel zu milde ausgedrückt. Würde heißen "Schritt nach vorne und alles ist wieder gut". Das ist leider nicht so....

das war eine notwendige erscheinung, da die entwicklung ausschließlich zwischen polaritäten stattfinden kann.

Jede Erstarkung einer Monotheistischen Religion ist ein Rückschritt, immer. 

Mein Eindruck ist, daß die "Erfindung" des Islam eine damals praktikable Notwehrmaßnahme der Konkurrenz war, um dem sich ausbreitenden Christentum nicht von vornherein eine marktbeherrschende Stellung zukommen zu lassen. Glaubensinhalte sind dabei ziemlich unwichtig, dagegen sind möglichst viele nutzbare Gläubige (im Handel nennt man das "blauäugige Kunden") und wirksame "Kundenbindung" umso wichtiger.

Kunden? Konkurrenz? 

Ich meinte die Frage ethnisch.

War die Erfindung gut für die Menschheit und deren Entwicklung? Gut für das Gute.

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@Erichdererste

Es war dann gut, wenn man es gut findet, daß blinder Glaube ein guter Ersatz für Vernunft ist.

"ethnisch"??? Oder meinst du "ethisch" (ohne dem "n"?

Der Islam hat zwar im arabischen Raum seine Herkunft, aber er ist nicht per se auf die Bevorzugung von "Arabischstämmigkeit" ausgerichtet. (ethnischer Gesichtspunkt)

Den ethischen Bereich betreffend dürfte es wohl kaum ethisch in Ordnung sein, die eigenen Ansichten mit blutigen Gemetzeln durchzusetzen. Das gilt für den Islam ebenso wie für das Christentum.

Auch sehe ich es nicht als "wertvolle Bereicherung" an, wenn man einem Übel ein anderes Übel entgegensetzt. Die Menschheit leidet nicht darunter, daß Menschen so "böse" sind, sondern darunter, daß die geistige Entwicklung überwiegend noch nicht die geistige Stufe erreicht hat, in der die Masse einsieht, daß eingepflegte Dämlichkeit zwangsläufig auch unangenehme Folgen hat.



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damals war es ein fortschritt. der islam war jahrhunderte führend in medizin, wissenschaft und kultur.

das problem ist nur das er irgendwann stehengebleiben ist und ihn alle anderen überholt haben

Religion ist immer ein machtpolitisches Instrument. nach dem Motto: "Wir gegen die!" 

Deshalb ist der Islam weder als Fortschritt noch als Rückschritt zu sehen.  

Die Antwort steht da, ziemlich unmißverständlich, finde ich:

15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
17 Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte.
18 Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
19 Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
20 Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

Also ein Baum oder ein Glaube, der Gewalt gegen Andersgläubige und Terroristen als Früchte hervorbringt, ist sicher von der Art, "dass man ihn umhauen und herausreißen muß"


Logische Argumente sind super, solange sie nicht ausgerechnet einer Sache entnommen sind, die gleichermaßen komplett unlogische Aussagen enthält, weil es z. B. auch nicht sehr überzeugend ist, mittels einer Kristallkugel die Unbrauchbarkeit von Kaffesatzwahrsagerei "beweisen" zu wollen.

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@Dxmklvw

dieses Bibelzitat beansprucht gar nicht, irgendwas zu beweisen. Es stellt ganz simpel ein Kriterium dafür auf, was einen guten Glauben ausmacht, woran ich ihn als gut oder schlecht erkennen kann: nämlich an seinen Ergebnissen, an seinen Früchten. Ich denke, so ein Kriterium, so ein Lackmustest, ist schon ziemlich hilfreich, oder?

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@suziesext1234

Ob eine Aussage beansprucht, etwas zu beweisen oder nicht, ist Auslegungssache, und die ist subjektiv. Speziell in Religionen geht es vor allem darum, zu wollen, daß etwas so oder auch ganz anders ist, und nur verschwindend gering darum, ob etwas wirklich so ist.

Fakt ist, daß nicht des Kaisers Bart Ansprüche erhebt, sondern daß es immer Menschen sind, die in des Kaisers Bart etwas entdecken oder auch nicht und daraus eine Anspruchshaltung entwickeln.

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Das Christentum will sich also selbst abschaffen? Das ist neu.

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@AalFred2

Betrachtet man es genauer und nimmt man den Ursprung als Maßstab (diejenigen Juden, die ganz am Anfang ihren Glauben und ihr Verhalten nach der Lehre Jesus ausgerichtet haben) , dann zeigt sich, daß es sich bereits selbst abgeschafft hat (besser: in weiten Bereichen ins Gegenteil umgewandelt hat). Nur gemerkt haben es nur wenige.

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Der Islam ist keine Erfindung. Es ist die Religion bei Gott, die schon seit Beginn der Menschheit existiert. Dass Gott den Namen dazu offenbart hat, kam allerdings erst mit dem Koran. Islam ist auch an keine Zeit gebunden. Es ist einfach die arabische Übersetzung für: Gottergebenheit.

(Koran 3:19) “Gewiß, die Religion ist bei Allah der Islām. Doch diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wurden erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war – aus Mißgunst untereinander. Doch wer Allahs Zeichen verleugnet –, so ist Allah schnell im Abrechnen.“

“Heute habe Ich eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch erfüllt, und ich war zufrieden, dass der Islam eure Religion sein wird.“
(Koran 5:3)

Damals war es ein Fortschritt. Das Problem des Islam ist aber, dass er heute noch diese alten Traditionen auch gewaltsam durchsetzen will.

Religionen sind immer ein Rückschritt

Das ist Blödsinn, oder würdest du sagen, das Christentum hat Europa in seiner Entwicklung bis heute geschadet? - Überlege dir gut, was du antworten willst.

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@hummel3

Natürlich hat es das. In so ziemlich allen Belangen. Es schadet der Entwicklung sogar heute noch, was es leider immer wieder demonstriert.

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@Andrastor

@Andrastor

Nenne mir doch bitte einige Beispiele, welche die wirtschaftliche, wissenschaftliche und geistige Prosperität Europas "heute noch" behindern!

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@hummel3

Eines der jüngsten Beispiele waren die aktiven und passiven Gegenmaßnahmen der christlichen Kirchen gegen Gentechnologie und deren Verwendung im Alltag.

Weiters die Erziehung der Menschen zu anachronistischen Rollenverhältnissen, einmischung in zwischenmenschliche Beziehungen, verteufeln von Homosexualität, Trennung und Säen von Zwietracht und Uneinigkeit gegenüber anderen Religionen und Glaubensrichtungen, Einmischung in Politik, Entzug der Kirchenvertreter vor weltlichen Gerichten etc.etc.

Die Liste ist lang.

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@hummel3

Ja, sehr deutlich. So richtig aufwärts gegangen ist es seit Konstantin in Europa erstmal nicht. Eigentlich sogar sehr stark abwärts. Das Christentum ist auch nicht für 2000 Jahre progressivität bekannt.

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Ganz klar ein Rückschritt. Diese Religion entstand in den rückständigsten Teilen der damaligen Welt und das zeigt sich in ihren Geboten.

Das alte Arabien war lange Zeit den Europäern einen weiten Schritt vorraus.

Sowohl in der Medizin, als auch in der Mathematik und der Philosophie. Ärzte und Philosophen wie Avicenna oder Averroes beeinflussten vehement das spätere mittelalterliche Europa. Die Kreuzritter waren fasziniert von dem Lebensstil in den arabischen Ländern und übernahmen Vieles davon, als sie sich dort ansiedelten. Es gibt da ein Buch über die Kreuzzüge von der Buchreihe Was ist Was, das darauf ausführlicher eingeht.

Auch auf sexueller Ebene gab es eine ganz andere Gesellschaft: Worte wie "schwul" oder "lesbisch" kannte man nicht, es wurde auch nichts verboten und in Dichtungen finden sich gar Loblieder auf das männliche Geschlechtsteil!

Der Koran bietet gar keinen Grundkonsens, um ein finales Urteil über ihn zu fällen. Genauso wie die Bibel steckt er voller Wiedersprüche, ich verstehe außerdem nicht, wie du begründest, dass der Islam ein Rückschritt darstellt.

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@Rocker73

@Rocker73

Ja stimmt, mag sein, im Mittelalter stand die Kirche mächtig auf der Bremse.

Ich meinte ja das Jahr 600, war es da notwendig, auf die friedlichen Lehren Jesu, einen Islam in die Welt zu rufen?

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@Rocker73

Völlig richtig. Vor 800 Jahren war die arabische Welt das intellektuelle Zentrum. 800 Jahre. Verdammt lang her.

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@Erichdererste

Um das Jahr 600 waren die frielichen Lehren von Jesus bereits weniger relevant als die weniger friedlichen Ansichten derer, die sich das Etikett "christlich" um den Hals gehängt hatten.

Friedfertigkeit aufgrund von religiöser Verklärtheit ist das eine, aber die Kurzlebigkeit solcher Friedfertigkeitsphasen ist eine ganz andere Sache.

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@Rocker73

Das alte Arabien war lange Zeit den Europäern einen weiten Schritt voraus.

Das alte Arabien ist aber nicht mit dem Islam gleichzusetzen. Das alte Arabien wurde durch den Islam nach und nach "erstickt".

Geblieben ist nichts außer Armut, Intoleranz, Krieg und Unterdrückung, ganz so wie es mittelalterliche Regeln und Gesetze logischerweise zur Folge haben müssen.    

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@Rocker73

@Rocker73  das ist, finde ich, eine Verkehrung von Ursache und Wirkung. Der Islam war die Rechtfertigungsideologie für kulturferne Araber, um ohne schclechtes Gewissen die christlichen und jüdischen Kuturräume überfallen, auszurauben und dauerhaft ausbeuten zu können. Sie erlaubten der christlich/jüdischen Intelligenz, privat ihren Glauben weiter zu praktizieren, gegen Schutzgeldzahlung und verwaltungstechnische Dienste. Alles, was heute als arabische Kulturleistung präsentert wird, ist Beute, ist Diebesgut, gestohlen den unterworfenen Kulturvölker, und das nicht nur imnahen Osten, sosndern auch in Indien, wo die Araber das Zahlensystem von indischen Mathematikern hernahmen, sondern auch Zentralasien, wo sie die buddhistische Hochkultur, die Tempel, Universitäten und Bibliotheken plünderten und danach liquidierten.

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@hummel3

So ein quatsch, der fortschritt fing erst nach dem islam an. Und erstickt hat den fortschritt die kirche zu zeit der kreuzzüge durch die plünderungen und ermordungen der bibliothekaren/ gelehrten. Das ist eine zugegebene tatsache der kirche .

Sowie dass alle erfindunhen von eurem tollen leonardo da vinci eben von diesen büchern also den arabern kommen. 

Also erzähl nicht so nen quatsch der islam hätte das beendet

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@hummel3

"Das alte Arabien ist aber nicht mit dem Islam gleichzusetzen. Das alte Arabien wurde durch den Islam nach und nach "erstickt""

Schwachsinn, Geschichte: mangelhaft. 

Die arabische Welt erlebte in mindestens sechs Jahrhunderten nach Begründung des Islam eine Blütezeit. Wichtige Erkenntnisse wurden damals auf dem Gebiet der Mathematik, Astronomie, Chemie und Geographie gewonnen. Der Lebensstandard war höher als in Europa.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Blütezeit\_des\_Islam

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@suziesext1234

Aus historischer Sicht stimmt hier jedes Wort. Die Wüstenreligion herrschte politisch, nicht kulturell. Träger der Blüte zwischen 800 und 1100 waren überwiegend nichtarabische Funktionseliten aus den unterworfenen Völkern. Als die islamisch-arabische Orthodoxie stärker und die Traditionen der Unterworfenen schwächer wurden, endete die Blüte. 

Diese Blüte war ohnehin nie eine Zeit der Toleranz. Die Dhimmis waren immer diskriminierte Bürger zweiter Klasse, die sich durch die Dschizya, die Strafsteuer, das Leben jedes Jahr erkaufen mussten, aber ohne Garantie. 

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@hutten52

Die positive bewertung war ein versehen. Was du schreibst ist schlichtweg falsch. Das war keine strafsteuer sondern eine schutzsteuer so dass aber auch die muslime verantwortlich für sie waren! Sie mussten dafür auch nie kämpfen, konnten ungestört leben und die Steuer war immernoch geringer als die zakat also armensteuer die die moslems bezahlen mussten. 

Ausserdem wurde das meiste fpr die religion entwockelt und auf basis des koran!

Beispiel fliessend wasser überall wegen gebetswaschung. Uhren für gebetszeiten usw!

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"Diese Religion entstand in den rückständigsten Teilen der damaligen Welt"

Das ist schlichtweg Dummfug und zeugt von mangelhaften Geschichtskenntnissen.

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@barfussjim

Südarabien war im Vergleich zu Syrien, Palästina, Persien, Ägypten, Nordafrika, Kleinasien, Griechenland und Italien ohne den geringsten Zweifel rückständig. 

Ein Gebiet fernab der wichtigen Verkehrswege, unfruchtbar mit wenigen Oasen, ohne wirkliche Städtekultur, ohne Schriftkultur, ohne Bildungsstätten, ohne Bibliotheken, ohne entwickelte Technik. All das gab es nur in den Gebieten um das Mittelmeer, die erobert wurden. 

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@barfussjim

Richtig. Die waren ja so rückständig, das international arabisch die Sprache für intellektuelle war und auch die nichtaraber arabisch lernten und in kairo studierten.  Die haben keine ahnung, das wird auch nichts denen das zu erklären glaub ich...

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